Ukraine-Krieg

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Tram Nummer 6
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Tram Nummer 6 »

Putin konnte nicht anders, wird Nomol sicher sagen. Oder nein, es war selbstverständlich der ukrainische Geheimdienst, mit Wissen der CIA, um es den Russen in die Schuhe zu schieben. Oder war es der Galerist? Mit dem Tod des Künstlers steigt nun der Wert seiner Werke rapide an. Schliesslich sagt Nomol ja immer "Follow the Money". :roll:
Giggino
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Giggino »

Tram Nummer 6 hat geschrieben: 18.06.2026 21:30
Putin konnte nicht anders, wird Nomol sicher sagen. Oder nein, es war selbstverständlich der ukrainische Geheimdienst, mit Wissen der CIA, um es den Russen in die Schuhe zu schieben. Oder war es der Galerist? Mit dem Tod des Künstlers steigt nun der Wert seiner Werke rapide an. Schliesslich sagt Nomol ja immer "Follow the Money". :roll:
Bei der WHO besteht aber auch immer ein Grundverdacht. Das darf man nie vergessen.
Luigis Erbe.
John_Klerk
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von John_Klerk »

Giggino hat geschrieben: 18.06.2026 21:42
Tram Nummer 6 hat geschrieben: 18.06.2026 21:30
Putin konnte nicht anders, wird Nomol sicher sagen. Oder nein, es war selbstverständlich der ukrainische Geheimdienst, mit Wissen der CIA, um es den Russen in die Schuhe zu schieben. Oder war es der Galerist? Mit dem Tod des Künstlers steigt nun der Wert seiner Werke rapide an. Schliesslich sagt Nomol ja immer "Follow the Money". :roll:
Bei der WHO besteht aber auch immer ein Grundverdacht. Das darf man nie vergessen.
Und als erstes stirbt immer die Wahrheit. Vergisst mir die Nato-Osterweiterung nicht!
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Tram Nummer 6
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Tram Nummer 6 »

Geili Sieche! :D
Putins Wirtschaft wegen digitaler Sabotage in Bedrängnis: Internet-Trolle verschärfen Russlands Benzinkrise

Von: Bedrettin Bölükbasi

Russlands Treibstoffkrise verschärft sich weiter. Nun mischen sich Internet-Aktivisten ein – und sorgen mit gezielten Aktionen für noch mehr Chaos an den Tankstellen.

Moskau – Russlands Treibstoffkrise bekommt eine neue Dimension: Während ukrainische Drohnenangriffe die Versorgung mit Benzin und Diesel zunehmend beeinträchtigen, verschärfen nun auch Online-Aktivisten die Lage. Die lose organisierte Gruppe NAFO nutzt Schwachstellen russischer Tankstellen-Apps aus und schickt Autofahrer gezielt auf Irrfahrten – mit dem Ziel, die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter zu verschärfen.

Benzinkrise in Russland: NAFO-Aktivisten sorgen für mehr Chaos
Seit Wochen melden zahlreiche russische Regionen Engpässe bei Kraftstoffen. Nach Analysen unabhängiger Beobachter gelten inzwischen rund 90 Prozent der Regionen als betroffen. In vielen Gebieten wurden Verkaufsbeschränkungen eingeführt, Kanisterbefüllungen verboten und an Tankstellen gelten strenge Abgabelimits. Teilweise wird Treibstoff bevorzugt an Behörden, Rettungsdienste oder Militärangehörige ausgegeben. Vor den Zapfsäulen bilden sich lange Schlangen, vielerorts sind die Vorräte zeitweise vollständig erschöpft.

Die Ursachen liegen vor allem in den anhaltenden ukrainischen Angriffen auf Raffinerien, Tanklager und die Treibstofflogistik. Dadurch wird die Versorgung innerhalb Russlands zunehmend schwieriger. Selbst Kremlchef Wladimir Putin räumte zuletzt Versorgungsprobleme ein und sprach von Warteschlangen sowie fehlenden Kraftstoffsorten an Tankstellen. In dieser Situation greifen viele Russen auf Apps zurück, die per Schwarmprinzip anzeigen sollen, an welchen Tankstellen noch Benzin oder Diesel erhältlich ist. Nutzer markieren verfügbare Stationen meist mit grünen Symbolen, ausverkaufte Tankstellen mit roten.

NAFO-Aktivisten sabotieren russische Benzinversorgung
Genau diese Anwendungen haben sich die Aktivisten der NAFO vorgenommen. Die Abkürzung steht für North Atlantic Fella Organization – ein internationales, loses Netzwerk von Freiwilligen, das sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs vorwiegend im Internet gegen russische Propaganda engagiert. Bekannt wurde die Gruppe durch ihren satirischen Stil: Mitglieder, die sich selbst „Fellas“ (Kumpels) nennen, nutzen meist Shiba-Inu-Hunde als Profilbilder und reagieren auf russische Desinformation mit Humor, Memes und schnellen Faktenchecks. Gleichzeitig sammeln viele von ihnen Spenden für die Ukraine oder unterstützen digitale Aktionen gegen Russland. Nach Angaben der Gruppe beteiligen sich inzwischen Zehntausende Menschen aus verschiedenen Ländern an dem Netzwerk. Eine zentrale Organisation gibt es nicht. Stattdessen koordinieren sich die Freiwilligen über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste und entscheiden selbst, an welchen Aktionen sie teilnehmen.

Nun haben sie offenbar eine neue digitale Front eröffnet. Weil viele russische Tankstellen-Apps den Standort der Nutzer nur unzureichend überprüfen, können Einträge auch aus dem Ausland verändert werden. Aktivisten markieren deshalb leere Tankstellen als voll und tatsächlich geöffnete Stationen als ausverkauft. Autofahrer fahren dadurch oft unnötige Strecken, geraten in noch längere Warteschlangen oder stehen schliesslich vor geschlossenen Zapfsäulen. Nach Einschätzung der Aktivisten erhöht das nicht nur das Chaos, sondern verbraucht zusätzlich den ohnehin knappen Treibstoff.

Russische Treibstoffversorgung in der Krise: NAFO-Aktivisten verbreiten Gerüchte
Zusätzlich werden über Messengerdienste Gerüchte über angeblich verfügbare Kraftstoffvorräte verbreitet. Das russische Energieministerium warnte inzwischen ausdrücklich vor inoffiziellen Tank-Chats und sprach von unzuverlässigen Informationen. Mehrere entsprechende Gruppen wurden bereits gesperrt. Auch Russlands grösster Internetkonzern Yandex reagierte auf die angespannte Lage. Der Kartendienst zeigt inzwischen die Länge der Warteschlangen an Tankstellen in Echtzeit an und soll Autofahrern helfen, freie Zapfsäulen schneller zu finden. Gleichzeitig warnte der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky vor gefälschten Sprit-Apps, über die Cyberkriminelle Schadsoftware verbreiten.

In den sozialen Netzwerken werden die Folgen der Treibstoffkrise inzwischen mit Spott begleitet. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Videos aber auch die Schattenseiten: verzweifelte Unternehmer, die ohne Diesel nicht mehr arbeiten können, Streit und Schlägereien an Tankstellen sowie einen florierenden Schwarzmarkt für minderwertigen oder gestreckten Kraftstoff. Ob die digitalen Sabotageaktionen den Treibstoffmangel massgeblich verschärfen, lässt sich zwar kaum beziffern. Sie treffen Russland jedoch in einer Phase, in der die Kraftstoffversorgung ohnehin unter Druck steht – und zeigen, dass der Krieg längst nicht mehr nur an der Front, sondern auch im digitalen Raum geführt wird.
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Jabalito
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Jabalito »

Tram Nummer 6 hat geschrieben: 14.07.2026 21:54 Geili Sieche! :D
Putins Wirtschaft wegen digitaler Sabotage in Bedrängnis: Internet-Trolle verschärfen Russlands Benzinkrise

Von: Bedrettin Bölükbasi

Russlands Treibstoffkrise verschärft sich weiter. Nun mischen sich Internet-Aktivisten ein – und sorgen mit gezielten Aktionen für noch mehr Chaos an den Tankstellen.

Moskau – Russlands Treibstoffkrise bekommt eine neue Dimension: Während ukrainische Drohnenangriffe die Versorgung mit Benzin und Diesel zunehmend beeinträchtigen, verschärfen nun auch Online-Aktivisten die Lage. Die lose organisierte Gruppe NAFO nutzt Schwachstellen russischer Tankstellen-Apps aus und schickt Autofahrer gezielt auf Irrfahrten – mit dem Ziel, die ohnehin angespannte Versorgungslage weiter zu verschärfen.

Benzinkrise in Russland: NAFO-Aktivisten sorgen für mehr Chaos
Seit Wochen melden zahlreiche russische Regionen Engpässe bei Kraftstoffen. Nach Analysen unabhängiger Beobachter gelten inzwischen rund 90 Prozent der Regionen als betroffen. In vielen Gebieten wurden Verkaufsbeschränkungen eingeführt, Kanisterbefüllungen verboten und an Tankstellen gelten strenge Abgabelimits. Teilweise wird Treibstoff bevorzugt an Behörden, Rettungsdienste oder Militärangehörige ausgegeben. Vor den Zapfsäulen bilden sich lange Schlangen, vielerorts sind die Vorräte zeitweise vollständig erschöpft.

Die Ursachen liegen vor allem in den anhaltenden ukrainischen Angriffen auf Raffinerien, Tanklager und die Treibstofflogistik. Dadurch wird die Versorgung innerhalb Russlands zunehmend schwieriger. Selbst Kremlchef Wladimir Putin räumte zuletzt Versorgungsprobleme ein und sprach von Warteschlangen sowie fehlenden Kraftstoffsorten an Tankstellen. In dieser Situation greifen viele Russen auf Apps zurück, die per Schwarmprinzip anzeigen sollen, an welchen Tankstellen noch Benzin oder Diesel erhältlich ist. Nutzer markieren verfügbare Stationen meist mit grünen Symbolen, ausverkaufte Tankstellen mit roten.

NAFO-Aktivisten sabotieren russische Benzinversorgung
Genau diese Anwendungen haben sich die Aktivisten der NAFO vorgenommen. Die Abkürzung steht für North Atlantic Fella Organization – ein internationales, loses Netzwerk von Freiwilligen, das sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs vorwiegend im Internet gegen russische Propaganda engagiert. Bekannt wurde die Gruppe durch ihren satirischen Stil: Mitglieder, die sich selbst „Fellas“ (Kumpels) nennen, nutzen meist Shiba-Inu-Hunde als Profilbilder und reagieren auf russische Desinformation mit Humor, Memes und schnellen Faktenchecks. Gleichzeitig sammeln viele von ihnen Spenden für die Ukraine oder unterstützen digitale Aktionen gegen Russland. Nach Angaben der Gruppe beteiligen sich inzwischen Zehntausende Menschen aus verschiedenen Ländern an dem Netzwerk. Eine zentrale Organisation gibt es nicht. Stattdessen koordinieren sich die Freiwilligen über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste und entscheiden selbst, an welchen Aktionen sie teilnehmen.

Nun haben sie offenbar eine neue digitale Front eröffnet. Weil viele russische Tankstellen-Apps den Standort der Nutzer nur unzureichend überprüfen, können Einträge auch aus dem Ausland verändert werden. Aktivisten markieren deshalb leere Tankstellen als voll und tatsächlich geöffnete Stationen als ausverkauft. Autofahrer fahren dadurch oft unnötige Strecken, geraten in noch längere Warteschlangen oder stehen schliesslich vor geschlossenen Zapfsäulen. Nach Einschätzung der Aktivisten erhöht das nicht nur das Chaos, sondern verbraucht zusätzlich den ohnehin knappen Treibstoff.

Russische Treibstoffversorgung in der Krise: NAFO-Aktivisten verbreiten Gerüchte
Zusätzlich werden über Messengerdienste Gerüchte über angeblich verfügbare Kraftstoffvorräte verbreitet. Das russische Energieministerium warnte inzwischen ausdrücklich vor inoffiziellen Tank-Chats und sprach von unzuverlässigen Informationen. Mehrere entsprechende Gruppen wurden bereits gesperrt. Auch Russlands grösster Internetkonzern Yandex reagierte auf die angespannte Lage. Der Kartendienst zeigt inzwischen die Länge der Warteschlangen an Tankstellen in Echtzeit an und soll Autofahrern helfen, freie Zapfsäulen schneller zu finden. Gleichzeitig warnte der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky vor gefälschten Sprit-Apps, über die Cyberkriminelle Schadsoftware verbreiten.

In den sozialen Netzwerken werden die Folgen der Treibstoffkrise inzwischen mit Spott begleitet. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Videos aber auch die Schattenseiten: verzweifelte Unternehmer, die ohne Diesel nicht mehr arbeiten können, Streit und Schlägereien an Tankstellen sowie einen florierenden Schwarzmarkt für minderwertigen oder gestreckten Kraftstoff. Ob die digitalen Sabotageaktionen den Treibstoffmangel massgeblich verschärfen, lässt sich zwar kaum beziffern. Sie treffen Russland jedoch in einer Phase, in der die Kraftstoffversorgung ohnehin unter Druck steht – und zeigen, dass der Krieg längst nicht mehr nur an der Front, sondern auch im digitalen Raum geführt wird.
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poohteen
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von poohteen »

Was für ein Fehler von Selenski, seinen Verteidigungsminister Fjodorow zu ersetzen! :( Die Russen dürften gerade ziemlich jubeln und die alte korrupte Garde in der Armee kann nun wieder weiterwursteln. Wie kann man nur so dämlich sein, echt?! :mad: Als Kontext die Texte von Mario Aldrovandi (z.B. auf FB), die ich allen ans Herz legen kann, die sich über den Krieg informieren wollen.
VERTEIDIGUNGSMINISTER WEG
Am Montag erschienen erste Berichte über eine mögliche Entfernung des erst seit 6 Monaten im Amt befindlichen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov im Rahmen der Regierungsumgestaltung. Diese Berichte – auch hier publiziert – wurden von überzeugten Anhängern des ukrainischen Widerstands als «russische Propaganda» bezeichnet. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Fedorovs Reformarbeit so rasch beendet werde.
Nach zwei Tagen relativer Ruhe, bei der Volodymyr Zelenskyj unter anderem in Paris den französischen Nationalfeiertag begleitete, meldete sich am Mittwochabend der 35-jährige Minister. Er werde sein Amt niederlegen, schrieb Fedorov auf seinem X-Account. Mit ihm trat auch einer seiner wichtigsten Mitarbeiter zurück, Serhii Sternenko: «Ab sofort bin ich nicht mehr als Berater des Verteidigungsministers tätig, was die Möglichkeiten zweifellos einschränkt, mit Drohnen qualitativ zur Veränderung der Lage im Militär beizutragen.»
Wenige Stunden zuvor hatte Zelenskyj eine Besprechung mit seiner parlamentarischen Fraktion der «Diener des Volkes» abgehalten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsminister Fedorov und dem Generalstabschef Olexandr Syrskyj sei unmöglich geworden, soll Zelenskyj dabei gesagt haben. Ebenfalls am Mittwoch traf sich Zelenskyj mit Syrskyj und dem zukünftigen neuen Ministerpräsidenten Serhii Koretskyi. Zelenskyj fragte beide nach ihrer Meinung und traf etwas später mit Fedorov. Kurz danach gab Mykhailo Fedorov seinen Rückzug bekannt.
Als Nachfolger von Fedorov wurde am Mittwochabend der bisherige Innenminister, der 53-jährige Ihor Klymenko genannt.
Russische Militärblogger jubeln über die Entfernung von Fedorov aus seinem Amt. Grosse Teile der ukrainischen Bevölkerung sind entsetzt.

FEDOROV DER REFORMER
Mykhailo Fedorov ist das letzte Mitglied der ukrainischen Regierung von 2019. In seiner vormaligen Funktion als Minister für digitale Transformation baute er wesentliche Teile der Administration um und hob die Kommunikation der Ämter mit der Bevölkerung auf ein europaweit führendes Niveau. Seit Januar dieses Jahres war Fedorov ukrainischer Verteidigungsminister und seine Arbeit zeigte sofort Wirkung:
Die Starlink-Nutzung durch die russische Armee wurde beendet, wichtige Waffenkooperationsverträge mit ausländischen Partnern unterschrieben und innerhalb der ukrainischen Armee baute sein Team ein einheitliches elektronisches System der Kampfführung auf. Fedorov gab klare Ziele für die Anzahl der zu beseitigenden russischen Soldaten vor (35'000 Russen pro Monat), liess jede einzelne Neutralisierung registrieren und belohnen. Damit die Ziele erreicht werden konnten, baute er die Versorgung der ukrainischen Armee mit genügend Drohnen und unbemannten Waffensystemen aus.
Die radikalen Reformen von Fedorov zielten auch auf eine umfassende Transparenz bei der Versorgung der ukrainischen Armee mit Gütern und Waffen. In einem Interview (siehe Ukraine Aktuell Nr. 1597) sagte Fedorov, dass allein bei einem Vertrag für die Artillerie dank eines transparentes Offertenwesens 100 Millionen Dollar eingespart werden konnten.

FEDOROVS LEITUNGSAUSWEIS
Am Mittwochabend veröffentlichte Mykhailo Fedorov auf «X» diesen Text: «Es war mir eine grosse Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen.» Danach folgt eine Liste der Arbeit der letzten sechs Monate, die ich hier auszugsweise zitiere:
• «Wir haben ein Verteidigungsministerium ohne jegliches Budget übernommen, ein Risiko eingegangen, Mittel aus dem Gehaltsbudget zum Jahresende umgeschichtet und diese effektiv in Mittelstreckenwaffen, Drohnen mit Glasfaserverbindung, kostengünstige Aufklärungssysteme, Bodenroboterplattformen, Abfangdrohnen und Tiefschlagdrohnen investiert.»
• Zugang zu Starlink für die russischen Streitkräfte unterbunden;
• Abriegelung der Logistik des Feindes begonnen und die Isolierung der Krim eingeleitet:
• Förderprogramm für moderne Drohnen-Angriffseinheiten aufgebaut;
• Das Beschaffungssystem für die Armee wurde grundlegend überarbeitet;
• Die Abfangquote bei Drohnen stieg von 83 % auf 91 %, und die Abfangquote bei Marschflugkörpern stieg sprunghaft von 47 % auf 87 %;
• Verträge zur Beschaffung von Patriot-Raketen erarbeitet;
• «Eine unpopuläre, aber unverzichtbare Umstrukturierung des Militärs eingeleitet.»;
• Kostengünstige Raketen gegen die jetgetriebenen Shaheds entwickelt und internationale Verträge unter anderem mit Nahoststaaten unterzeichnet;
• Vertrag über die Beschaffung von Gripen-Kampfflugzeugen unterzeichnet;
• Partnern im Rahmen von «Trophy Lab» die Möglichkeit geboten, erbeutete russische Militärtechnologien zu untersuchen;
• Integration künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld.
Fedorov schliesst seine Liste ab mit den Sätzen: «Vielen Dank an mein gesamtes Team für seinen unermüdlichen Einsatz rund um die Uhr. Ein besonderer Dank gilt meiner Familie für ihre Geduld.
Vielen Dank an euch alle für eure Unterstützung! Ich werde mich weiterhin für die Mission einsetzen, die ich ursprünglich ins Verteidigungsministerium eingebracht habe: den Feind durch Asymmetrie, Innovationsgeschwindigkeit und organisatorische Stärke zu besiegen. Fortsetzung folgt.»

KRITIK AN SYRSKYJ UND ZELENSKYJ
Angeblich werfen der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj und der Generalstabschef Olexandr Syrskyj dem abtretenden Verteidigungsminister vor, dass er Beschaffungen an der Armee vorbei getätigt habe, zum Beispiel den Kauf von Artilleriegranaten. Dieser Vorwurf ist unglaubwürdig, denn Fedorov ist bekannt für seine Wertschätzung für Drohnen, nicht für Granaten.
Der britische «Economist» enthüllte diese Woche: «Fedorov forderte die Entlassung von Syrskyj, und seine Prüfung ergab Kostenüberschreitungen im Verteidigungsministerium und bei den ukrainischen Streitkräften in Höhe von 300 Milliarden UAH (entspricht 5,9 Milliarden Euro).»
Park MacDougald, Autor des amerikanischen Newsletters «Tabletmag»: «Er ist der Einzige, der einen Kriegsplan hat. Er will die oberste Führung austauschen. Er will sie durch junge Leute ersetzen, die sich durch ihre Leistungen bewährt haben, damit die einfachen Menschen verstehen, dass es sich nicht um Leute aus der Sowjetunion handelt, sondern um Befehlshaber, denen das Leben der Menschen am Herzen liegt.»
Yaroslav Trofimov, Chefkorrespondent für Aussenpolitik beim «Wall Street Journal»: «Fedorov wurde weithin für die Wende der Ukraine auf dem Schlachtfeld sowie für die Eindämmung der Korruption im Militär gewürdigt. Ihn nach nur sechs Monaten und ohne Erklärung zu entlassen, wirft ein wirklich schlechtes Licht auf Zelenskyj.»
Olga Rudenko, Chefredaktorin des «Kyiv Independent»: «Mykhailo Fedorov als Verteidigungsminister abzusetzen, gerade jetzt, wo die Ukraine endlich das Blatt im Krieg wendet, wäre einer der grössten Fehler in Zelenskyjs Amtszeit – und einer, der für das Land tragische Folgen haben könnte.»
Der amerikanisch-ukrainische Blogger Igor Sushko: «Ich bin schockiert und weiss nicht, was ich davon halten soll. Hoffentlich wird Fedorov eine Position erhalten, in der er noch wirksamer dazu beitragen kann, das ukrainische Militär auf den Weg zum Sieg zu führen.»
Der amerikanische Blogger «Bonk» erwähnt den Widerstand der ukrainischen Militärführung: «Bei einer Kriegsratssitzung im Juli standen die ukrainischen Generäle vor einem Problem. Die Drohnenkampagne war zwar erfolgreich, doch sie hassten den Mann, der sie leitete. (…) Die alte Garde verachtet ihn. Traditionalistische Generäle vergleichen ihn mit Robert McNamara, dem Ford-Manager, der versuchte, das Pentagon wie eine Autofabrik zu führen. Sie sagen, er mache den Krieg zu einem Spiel und belohne spektakuläre Abschüsse mehr als die langweilige Arbeit, eine Strasse zu halten.»
Serhii Sternenko, Berater von Fedorov, der mit ihm zusammen zurücktritt: «Wir haben versagt … bei vielen Dingen. Unter anderem aufgrund bürokratischer Hindernisse und absichtlicher Verzögerungen durch diejenigen, die sich durch Armeereformen behindert fühlen.»
Der deutsche Militärblog «Brennpunkt Ukraine»: «Ich habe noch nie erlebt, dass so viele Ukrainer mitten in der Nacht in den sozialen Medien – vor allem in Telegram-Chats – wegen einer Entscheidung von Zelenskyj so ausflippen! Die Entlassung von Fedorov lässt viele nicht schlafen. Das ist einfach ein gewaltiger Schlag direkt ins Gesicht von Zelenskyj.»
Der ukrainische Youtuber Denys Davydov sagt seinen 975'000 Abonnenten in einem emotionalen Video: «Korruption gewinnt einmal mehr».
Kateryna Lisunova, ehemalige Korrespondentin der BBC in der Ukraine: «Ein grosser Sieg für den äusserst unbeliebten und kompromittierten Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, und für das von weitreichender Korruption geprägte System, das sich unter seiner Herrschaft entwickelt hat.»
Der ukrainische Journalist Illia Ponomarenko schreibt über die geplante Ersetzung von Mykhailo Fedorov durch den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko: «Wer im Verteidigungsministerium des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter der Drohnenrevolution, der Kampfroboter und der militärischen KI, braucht schon wirklich einen 35-jährigen IT-Topmanager, der die digitale Transformation einer ganzen Nation vorangetrieben hat und einfach zum Telefon greifen kann, um Elon Musk zu bitten, Starlink für die Russen abzuschalten. Nein, was wir brauchen, ist ein ehemaliger hochrangiger Polizist, der damit prahlt, Rekruten dazu zu bringen, ihre Betten mit perfekten Krankenhausecken zu machen, und der zufällig den Generälen und den grossen Rüstungskonzernen genau recht ist.»
Für heute Donnerstagmorgen wurde zu spontanen Solidaritätsdemonstrationen für Mykhailo Fedorov aufgerufen. Sie sollen an den gleichen Plätzen stattfinden, an denen vor einem Jahr Tausende Ukrainer gegen einen Fehlentscheid von Zelenskyj protestierten, als dieser den Kampf gegen die Korruption schwächen wollte.
Ebenfalls am Donnerstagmorgen wird das ukrainische Parlament über die neue Regierung und die Ernennung des vorgeschlagenen Ministerpräsidenten Serhii Koretskyi entscheiden.
Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält.
Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten
Stadtland
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Stadtland »

Kenne mich zu wenig aus…habe nur den Stand aus den Nachrichten (Print/Online). Habe kürzlich einen Artikel über ihm gelesen (vor der Ernennung zum Verteidigungsminister). Gewaltig was er geleistet hat.

Ukraine ist höchstwahrscheinlich nicht weniger korrupt wie vor dem Krieg. Allenfalls der korrupten Elite zu nahe gekommen…

Schade, wenn dadurch das Momentum kippen würde.
poohteen hat geschrieben: 16.07.2026 08:11 Was für ein Fehler von Selenski, seinen Verteidigungsminister Fjodorow zu ersetzen! :( Die Russen dürften gerade ziemlich jubeln und die alte korrupte Garde in der Armee kann nun wieder weiterwursteln. Wie kann man nur so dämlich sein, echt?! :mad: Als Kontext die Texte von Mario Aldrovandi (z.B. auf FB), die ich allen ans Herz legen kann, die sich über den Krieg informieren wollen.
VERTEIDIGUNGSMINISTER WEG
Am Montag erschienen erste Berichte über eine mögliche Entfernung des erst seit 6 Monaten im Amt befindlichen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorov im Rahmen der Regierungsumgestaltung. Diese Berichte – auch hier publiziert – wurden von überzeugten Anhängern des ukrainischen Widerstands als «russische Propaganda» bezeichnet. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Fedorovs Reformarbeit so rasch beendet werde.
Nach zwei Tagen relativer Ruhe, bei der Volodymyr Zelenskyj unter anderem in Paris den französischen Nationalfeiertag begleitete, meldete sich am Mittwochabend der 35-jährige Minister. Er werde sein Amt niederlegen, schrieb Fedorov auf seinem X-Account. Mit ihm trat auch einer seiner wichtigsten Mitarbeiter zurück, Serhii Sternenko: «Ab sofort bin ich nicht mehr als Berater des Verteidigungsministers tätig, was die Möglichkeiten zweifellos einschränkt, mit Drohnen qualitativ zur Veränderung der Lage im Militär beizutragen.»
Wenige Stunden zuvor hatte Zelenskyj eine Besprechung mit seiner parlamentarischen Fraktion der «Diener des Volkes» abgehalten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verteidigungsminister Fedorov und dem Generalstabschef Olexandr Syrskyj sei unmöglich geworden, soll Zelenskyj dabei gesagt haben. Ebenfalls am Mittwoch traf sich Zelenskyj mit Syrskyj und dem zukünftigen neuen Ministerpräsidenten Serhii Koretskyi. Zelenskyj fragte beide nach ihrer Meinung und traf etwas später mit Fedorov. Kurz danach gab Mykhailo Fedorov seinen Rückzug bekannt.
Als Nachfolger von Fedorov wurde am Mittwochabend der bisherige Innenminister, der 53-jährige Ihor Klymenko genannt.
Russische Militärblogger jubeln über die Entfernung von Fedorov aus seinem Amt. Grosse Teile der ukrainischen Bevölkerung sind entsetzt.

FEDOROV DER REFORMER
Mykhailo Fedorov ist das letzte Mitglied der ukrainischen Regierung von 2019. In seiner vormaligen Funktion als Minister für digitale Transformation baute er wesentliche Teile der Administration um und hob die Kommunikation der Ämter mit der Bevölkerung auf ein europaweit führendes Niveau. Seit Januar dieses Jahres war Fedorov ukrainischer Verteidigungsminister und seine Arbeit zeigte sofort Wirkung:
Die Starlink-Nutzung durch die russische Armee wurde beendet, wichtige Waffenkooperationsverträge mit ausländischen Partnern unterschrieben und innerhalb der ukrainischen Armee baute sein Team ein einheitliches elektronisches System der Kampfführung auf. Fedorov gab klare Ziele für die Anzahl der zu beseitigenden russischen Soldaten vor (35'000 Russen pro Monat), liess jede einzelne Neutralisierung registrieren und belohnen. Damit die Ziele erreicht werden konnten, baute er die Versorgung der ukrainischen Armee mit genügend Drohnen und unbemannten Waffensystemen aus.
Die radikalen Reformen von Fedorov zielten auch auf eine umfassende Transparenz bei der Versorgung der ukrainischen Armee mit Gütern und Waffen. In einem Interview (siehe Ukraine Aktuell Nr. 1597) sagte Fedorov, dass allein bei einem Vertrag für die Artillerie dank eines transparentes Offertenwesens 100 Millionen Dollar eingespart werden konnten.

FEDOROVS LEITUNGSAUSWEIS
Am Mittwochabend veröffentlichte Mykhailo Fedorov auf «X» diesen Text: «Es war mir eine grosse Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen.» Danach folgt eine Liste der Arbeit der letzten sechs Monate, die ich hier auszugsweise zitiere:
• «Wir haben ein Verteidigungsministerium ohne jegliches Budget übernommen, ein Risiko eingegangen, Mittel aus dem Gehaltsbudget zum Jahresende umgeschichtet und diese effektiv in Mittelstreckenwaffen, Drohnen mit Glasfaserverbindung, kostengünstige Aufklärungssysteme, Bodenroboterplattformen, Abfangdrohnen und Tiefschlagdrohnen investiert.»
• Zugang zu Starlink für die russischen Streitkräfte unterbunden;
• Abriegelung der Logistik des Feindes begonnen und die Isolierung der Krim eingeleitet:
• Förderprogramm für moderne Drohnen-Angriffseinheiten aufgebaut;
• Das Beschaffungssystem für die Armee wurde grundlegend überarbeitet;
• Die Abfangquote bei Drohnen stieg von 83 % auf 91 %, und die Abfangquote bei Marschflugkörpern stieg sprunghaft von 47 % auf 87 %;
• Verträge zur Beschaffung von Patriot-Raketen erarbeitet;
• «Eine unpopuläre, aber unverzichtbare Umstrukturierung des Militärs eingeleitet.»;
• Kostengünstige Raketen gegen die jetgetriebenen Shaheds entwickelt und internationale Verträge unter anderem mit Nahoststaaten unterzeichnet;
• Vertrag über die Beschaffung von Gripen-Kampfflugzeugen unterzeichnet;
• Partnern im Rahmen von «Trophy Lab» die Möglichkeit geboten, erbeutete russische Militärtechnologien zu untersuchen;
• Integration künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld.
Fedorov schliesst seine Liste ab mit den Sätzen: «Vielen Dank an mein gesamtes Team für seinen unermüdlichen Einsatz rund um die Uhr. Ein besonderer Dank gilt meiner Familie für ihre Geduld.
Vielen Dank an euch alle für eure Unterstützung! Ich werde mich weiterhin für die Mission einsetzen, die ich ursprünglich ins Verteidigungsministerium eingebracht habe: den Feind durch Asymmetrie, Innovationsgeschwindigkeit und organisatorische Stärke zu besiegen. Fortsetzung folgt.»

KRITIK AN SYRSKYJ UND ZELENSKYJ
Angeblich werfen der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj und der Generalstabschef Olexandr Syrskyj dem abtretenden Verteidigungsminister vor, dass er Beschaffungen an der Armee vorbei getätigt habe, zum Beispiel den Kauf von Artilleriegranaten. Dieser Vorwurf ist unglaubwürdig, denn Fedorov ist bekannt für seine Wertschätzung für Drohnen, nicht für Granaten.
Der britische «Economist» enthüllte diese Woche: «Fedorov forderte die Entlassung von Syrskyj, und seine Prüfung ergab Kostenüberschreitungen im Verteidigungsministerium und bei den ukrainischen Streitkräften in Höhe von 300 Milliarden UAH (entspricht 5,9 Milliarden Euro).»
Park MacDougald, Autor des amerikanischen Newsletters «Tabletmag»: «Er ist der Einzige, der einen Kriegsplan hat. Er will die oberste Führung austauschen. Er will sie durch junge Leute ersetzen, die sich durch ihre Leistungen bewährt haben, damit die einfachen Menschen verstehen, dass es sich nicht um Leute aus der Sowjetunion handelt, sondern um Befehlshaber, denen das Leben der Menschen am Herzen liegt.»
Yaroslav Trofimov, Chefkorrespondent für Aussenpolitik beim «Wall Street Journal»: «Fedorov wurde weithin für die Wende der Ukraine auf dem Schlachtfeld sowie für die Eindämmung der Korruption im Militär gewürdigt. Ihn nach nur sechs Monaten und ohne Erklärung zu entlassen, wirft ein wirklich schlechtes Licht auf Zelenskyj.»
Olga Rudenko, Chefredaktorin des «Kyiv Independent»: «Mykhailo Fedorov als Verteidigungsminister abzusetzen, gerade jetzt, wo die Ukraine endlich das Blatt im Krieg wendet, wäre einer der grössten Fehler in Zelenskyjs Amtszeit – und einer, der für das Land tragische Folgen haben könnte.»
Der amerikanisch-ukrainische Blogger Igor Sushko: «Ich bin schockiert und weiss nicht, was ich davon halten soll. Hoffentlich wird Fedorov eine Position erhalten, in der er noch wirksamer dazu beitragen kann, das ukrainische Militär auf den Weg zum Sieg zu führen.»
Der amerikanische Blogger «Bonk» erwähnt den Widerstand der ukrainischen Militärführung: «Bei einer Kriegsratssitzung im Juli standen die ukrainischen Generäle vor einem Problem. Die Drohnenkampagne war zwar erfolgreich, doch sie hassten den Mann, der sie leitete. (…) Die alte Garde verachtet ihn. Traditionalistische Generäle vergleichen ihn mit Robert McNamara, dem Ford-Manager, der versuchte, das Pentagon wie eine Autofabrik zu führen. Sie sagen, er mache den Krieg zu einem Spiel und belohne spektakuläre Abschüsse mehr als die langweilige Arbeit, eine Strasse zu halten.»
Serhii Sternenko, Berater von Fedorov, der mit ihm zusammen zurücktritt: «Wir haben versagt … bei vielen Dingen. Unter anderem aufgrund bürokratischer Hindernisse und absichtlicher Verzögerungen durch diejenigen, die sich durch Armeereformen behindert fühlen.»
Der deutsche Militärblog «Brennpunkt Ukraine»: «Ich habe noch nie erlebt, dass so viele Ukrainer mitten in der Nacht in den sozialen Medien – vor allem in Telegram-Chats – wegen einer Entscheidung von Zelenskyj so ausflippen! Die Entlassung von Fedorov lässt viele nicht schlafen. Das ist einfach ein gewaltiger Schlag direkt ins Gesicht von Zelenskyj.»
Der ukrainische Youtuber Denys Davydov sagt seinen 975'000 Abonnenten in einem emotionalen Video: «Korruption gewinnt einmal mehr».
Kateryna Lisunova, ehemalige Korrespondentin der BBC in der Ukraine: «Ein grosser Sieg für den äusserst unbeliebten und kompromittierten Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, und für das von weitreichender Korruption geprägte System, das sich unter seiner Herrschaft entwickelt hat.»
Der ukrainische Journalist Illia Ponomarenko schreibt über die geplante Ersetzung von Mykhailo Fedorov durch den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko: «Wer im Verteidigungsministerium des 21. Jahrhunderts, im Zeitalter der Drohnenrevolution, der Kampfroboter und der militärischen KI, braucht schon wirklich einen 35-jährigen IT-Topmanager, der die digitale Transformation einer ganzen Nation vorangetrieben hat und einfach zum Telefon greifen kann, um Elon Musk zu bitten, Starlink für die Russen abzuschalten. Nein, was wir brauchen, ist ein ehemaliger hochrangiger Polizist, der damit prahlt, Rekruten dazu zu bringen, ihre Betten mit perfekten Krankenhausecken zu machen, und der zufällig den Generälen und den grossen Rüstungskonzernen genau recht ist.»
Für heute Donnerstagmorgen wurde zu spontanen Solidaritätsdemonstrationen für Mykhailo Fedorov aufgerufen. Sie sollen an den gleichen Plätzen stattfinden, an denen vor einem Jahr Tausende Ukrainer gegen einen Fehlentscheid von Zelenskyj protestierten, als dieser den Kampf gegen die Korruption schwächen wollte.
Ebenfalls am Donnerstagmorgen wird das ukrainische Parlament über die neue Regierung und die Ernennung des vorgeschlagenen Ministerpräsidenten Serhii Koretskyi entscheiden.
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Graf Choinjcki
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Graf Choinjcki »

https://www.blick.ch/ausland/gefoltert- ... 25437.html

nato osterweiterung ist schuld daran.
Obiger Beitrag ist KEIN Aufruf zu Gewalt!
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von fäbler »

Graf Choinjcki hat geschrieben: 21.07.2026 21:04 https://www.blick.ch/ausland/gefoltert- ... 25437.html

nato osterweiterung ist schuld daran.
Die Kommentare darunter sind dabei ja auch kaum auszuhalten... :mad:
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Graf Choinjcki
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Re: Ukraine-Krieg

Beitrag von Graf Choinjcki »

Obiger Beitrag ist KEIN Aufruf zu Gewalt!
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