Sorry, aber das ist purer Quatsch. Und du begründest nicht einmal, weshalb du ihn vorbehaltslos unterstützt. Praktisch jede Nachwahlbefragung in den Staaten zeigt, dass es den Wählern primär um die Wirtschaft und noch in einem weiteren Schritt die Migrationsthematik ging. Harris hat in solchen Themen schlecht abgeschnitten, war einfach zu unkonkret, hob sich nicht genügend von der als ungenügend empfundenen Politik Bidens abeggersn hat geschrieben: ↑06.11.2024 13:00forzaItalia hat geschrieben: ↑06.11.2024 10:50Man könnte ja mal vom hohen Ross runtersteigen und anstatt die Wähler als Dumm zu bezeichnen sich fragen, warum die Jugend nach rechts geshifted ist, warum wahrscheinlich so viele Latinos wie noch nie einen Republikaner gewählt haben, dasselbe bei den männlichen Afroamerikaner...
Ich glaube vielen Millenials ist nicht bewusst, dass man aus Linker/gemässigter Sicht gerade den Kulturkampf verliert. Wer auf Instagram und Twitter unterwegs ist überrascht dieses Wahlresultat nicht, dort hat sich der Wind seit 2 Jahren schon massiv nach rechts gedreht, vor allem bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aus meiner Sicht ist die einzige Möglichkeit dem entgegenzutreten in dem man einen Weg wie die Dänen geht, wo die Sozialdemokraten ihre Politik angepasst haben. Aber Leute als dumm oder rassistisch zu bezeichnen(auch wenn es vlt stimmt) bringt halt nichts, ausser das man sich vlt moralisch als was Besseres fühlt.
Dickes Word!
Gerade bei den jungen Wählern waren ihre Resultate aber verhältnismässig passabel. Eine Mehrheit der Unter-30-Jährigen hat ihr die Stimme gegeben, wenn auch nicht mehr ganz so deutlich wie bei Biden vor vier Jahren.
Und auf die Social-Media-Aktivitäten würde ich jetzt auch nicht viel geben. Twitter hat sich unter Musk zu einer neo-rechten Verschwörungsseite entwickelt. Viele Gemässigte haben sich von dort zurückgezogen, mich übrigens eingeschlossen. Dort wüten und beleidigen unterdessen nur noch Trolle, unzählige Bots und Extremisten.
Wie wenig aussagekräftig solche Beobachtungen wert sind, hat nicht zuletzt die Coronageschichte gezeigt. Was wurde da auf Instagram, Tiktok, Facebook und Co. gewettert, gebrüllt, gedroht und beleidigt. Die kritischen Stimmen waren häufig in der Mehrheit, mit Sicherheit aber stets am lautesten. Und was ist passiert? Gar nichts. Unser Stimmvolk hat alle drei Covid-Vorlagen mit klarer Mehrheit durchgewunken, alles war völlig unumstritten. Influencer bedienen primär irgendwelche Bubbles und sind ein denkbar schlechter Indikator.
Und zum Rest: Trump hat sich im Wahlkampf bei etlichen Gelegenheiten rassistisch geäussert und dabei ganze Bevölkerungsschichten durch den Dreck gezogen. Siehe etwa die ausländerfeindliche Horrorshow jüngst im Madison Square Garden: https://rp-online.de/politik/ausland/us ... -120586583
Das in einer Argumentation aufzugreifen und zu verurteilen, versteht sich eigentlich von selbst. Es gibt Themen, zu denen sollte nicht geschwiegen werden. Weil Schweigen ist auch immer eine Vorstufe zur (stillschweigenden) Toleranz.