blubbblabb hat geschrieben: ↑02.03.2026 13:14
philn1989 hat geschrieben: ↑02.03.2026 10:50
Dann schiebst Du einem politischen Aktivisten, der von Uni zu Uni gereist ist um Diskurse zu führen, eine Teilschuld für Tote in die Schuhe? Obwohl das Führen seiner Debatten und Diskussionen an den Unis demokratischer waren, als vermutlich alles was Du je machen wirst. [..]
Demokratie bedeutet für mich Meinungsvielfalt und das Aushalten dieser und nicht das Vorgeben einer Sichtweise und alle anderen Sichtweisen zu diskreditieren.
Wie kann man nur so dermassen daneben liegen und das auch noch so offenkundig kundgeben?
Nein, er war nicht einfach nur ein politischer Aktivist. Er war ein durch und durch rechtsextremer Aktivist, der massgeblich daran mitgeholfen hat Trump und Project 2025 an die Macht zu verhelfen. Eine Macht die jetzt sämtliche Faschismus Komponenten beinhaltet und sämtliche(!!) ethnische Volksgruppen die nicht weiss sind diskriminiert und unter Generalverdacht stellt. Aber das war ja noch nicht mal alles, er hat auch die Grundsteine gelegt, damit u.a white genocide Verschwörungstheorie salonfähig wird und verteidigte nicht nur die Invasion der Ukraine, sondern verbreitete auch die Propagandamärchen der Russen.
Dazu gehörte er neben anderen Maga Leuten zu den prominentesten und lautesten fake news Schleudern die die Welt je gesehen hat.
Seine Debatten waren sehr wenig demokratisch. Da er Falschaussagen nicht korrigierte, diese bewusst in einen falschen Kontext setzte oder die Aussagen so verzerrte dass es nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung hatte.
Sein Debattierungstil ähnelte in teilen im übrigen auch deinem (und auch meinem) was schon arg rückschlüsse ziehen lässt wie gut die Debatten wirklich waren.
Beispiel kommt dir bekannt vor? hat geschrieben:described this approach as trying to “trivialize” his opponent as an out-of-touch member of the elite, while “increasing his own ethos” as the defender of regular, working-class people.
https://web.archive.org/web/20250927130 ... ebate.html
Denis Ramond hat geschrieben:Die freie Rede wird wieder einmal unter dem Deckmantel der Meinungsäusserungsfreiheit dazu benutzt, die ethnische Zugehörigkeit als Interpretations- und Erklärungsmuster der Realität und des gesellschaftlichen Verhaltens durchzusetzen. Dies ist ein bedauerlicher Rückschritt, und ich fürchte, dass Rassismus wieder in Mode kommt.
https://www.ekr.admin.ch/d816.html
Wo liege ich denn exakt daneben?
Er hat sich auf demokratischem Weg eingesetzt, dass nun Trump mit seinen Maga-Jüngern das Sagen hat. Finde ich diese Bewegung gut? Nein, im Gegenteil. Reise ich nach Amerika um Trump zu huldigen? Nein, genau seinetwegen lehne ich Urlaub und eine Reise in die USA ab. Kurz, ich mag den Typen überhaupt null, finde ihn selten dämlich und ein Riesen.Ar.... Kirk aber verantwortlich zu machen, dass es Tote gab, weil er sich für eine Bewegung eingesetzt hat? Dann sind also unsere Genossen auch mitverantwortlich für die Regimetoten in Bolivien, als sie nach völlig umstrittener Wahl ihrem Genossen Evo Morales gratulierten? Einem Menschenhändler, Wahlbetrüger usw, dem jedes Mittel Recht war an die Macht zu kommen und da zu bleiben? Oder ist es da was Anderes, weil er ein Linker ist?
Mochte ich Kirk? Nein, nicht unbedingt. Teile ich seine Ansichten? Eni paar ja und ein paar nicht. Finde ich es furchtbar, dass er ermordet wurde? Ja, sehr sogar. Denn das darf unter keinen Umständen geschehen, dass jemand während einer Debatte abgeschossen wird... Er hatte seine Meinung, tat diese kund und ja, eckte offenbar bei den Linken an. Von mir aus, kann er auch ein Rassist gewesen sein, deswegen verdient er den Tod? In meiner Vorstellung geht das einfach nicht, egal ob rechts oder links.
Dass die Sichtweise aber bei einem Chamenei anders ist, ist doch auch selbstredend...