Pressespiegel Fussball allgemein

Die weite Fussballwelt ausserhalb des FCSG
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Teechocher
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Teechocher » 12.03.2021 08:50

Zuschauer hat geschrieben:
12.03.2021 08:19
Teechocher hat geschrieben:
12.03.2021 08:17
https://www.deutschlandfunk.de/wegen-6- ... _id=493944

Bin gespannt welcher Verband zuerst den Mut hat und sich gegen eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar ausspricht.
ich hoffe, wor verzichten. aber dafür haben die unsrigen zu wenig balls
Denke auch nicht, da unsere Nati letzten März für zwei Testspiele (Kroatien und Belgien) extra nach Katar geflogen wäre.

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dimitri1879
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von dimitri1879 » 12.03.2021 08:55

Zuschauer hat geschrieben:
12.03.2021 08:19
Teechocher hat geschrieben:
12.03.2021 08:17
https://www.deutschlandfunk.de/wegen-6- ... _id=493944

Bin gespannt welcher Verband zuerst den Mut hat und sich gegen eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar ausspricht.
ich hoffe, wor verzichten. aber dafür haben die unsrigen zu wenig balls
wir verzichten nur, wenn andere, grössere verzichten. schweizer halt .)

die edith: ich für meinen teil, werde jedenfalls versuchen die wm 2022 keine sekunde zu verfolgen. wird sehr schwer sein, auch weil ich fussball einfach liebe, aber katar ist wirklich kaum zu akzeptieren. hoffe es läuft dann was anderes, spengler cup oder skifahren oder so :beten:

DerNachbar
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von DerNachbar » 12.03.2021 09:52

Zuschauer hat geschrieben:
12.03.2021 08:19
Teechocher hat geschrieben:
12.03.2021 08:17
https://www.deutschlandfunk.de/wegen-6- ... _id=493944

Bin gespannt welcher Verband zuerst den Mut hat und sich gegen eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar ausspricht.
ich hoffe, wor verzichten. aber dafür haben die unsrigen zu wenig balls
Deshalb werden sie sich gar nicht erst qualifizieren.. Zählt das auch?
Play football, not VAR

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Ben King
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Ben King » 12.03.2021 10:29

dimitri1879 hat geschrieben:
12.03.2021 08:55
Zuschauer hat geschrieben:
12.03.2021 08:19
Teechocher hat geschrieben:
12.03.2021 08:17
https://www.deutschlandfunk.de/wegen-6- ... _id=493944

Bin gespannt welcher Verband zuerst den Mut hat und sich gegen eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar ausspricht.
ich hoffe, wor verzichten. aber dafür haben die unsrigen zu wenig balls
wir verzichten nur, wenn andere, grössere verzichten. schweizer halt .)

die edith: ich für meinen teil, werde jedenfalls versuchen die wm 2022 keine sekunde zu verfolgen. wird sehr schwer sein, auch weil ich fussball einfach liebe, aber katar ist wirklich kaum zu akzeptieren. hoffe es läuft dann was anderes, spengler cup oder skifahren oder so :beten:
So geht das nicht! Schon 6500 Tote oder mehr? Diese WM wurde an Katar zu Höchstpreisen verkauft. Das widerspricht eigentlich allem für was der Fussball steht. Respekt, Anstand, Toleranz, Fairplay...es ist einfach nur noch zum kotzen.

Diese WM muss nach Frankreich, England, Holland, Spanien oder sonstwohin verlegt werden, sonst spielen alle mit Blut an den Füssen.

Sollte die WM trotzdem dort stattfinden, dann wäre das eine Schande. Schlussendlich, und das ist das Tragische am Ganzen, werden die Leute das Spektakel so oder so am TV mitverfolgen. Auch ein Dimitri und ich auch, weil wir Fussballfans sind.
I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered. — George Best

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Jabalito
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Jabalito » 12.03.2021 11:48

Die WM gehört nicht nach Katar. Genauso wenig hat sie nach RuSSland gehört. Es hätte da schon einen Boykott gebraucht.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Julio Grande » 12.03.2021 13:51

also mir hat Katar bisher immer gefallen... tolles land, nette leute! :D
Das Schlimmste, was einem im Leben passieren kann, ist, in seiner Jugend eine Wette zu gewinnen.

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Charlie Harper
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Charlie Harper » 12.03.2021 14:02

Ben King hat geschrieben:
12.03.2021 10:29
dimitri1879 hat geschrieben:
12.03.2021 08:55
Zuschauer hat geschrieben:
12.03.2021 08:19
Teechocher hat geschrieben:
12.03.2021 08:17
https://www.deutschlandfunk.de/wegen-6- ... _id=493944

Bin gespannt welcher Verband zuerst den Mut hat und sich gegen eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar ausspricht.
ich hoffe, wor verzichten. aber dafür haben die unsrigen zu wenig balls
wir verzichten nur, wenn andere, grössere verzichten. schweizer halt .)

die edith: ich für meinen teil, werde jedenfalls versuchen die wm 2022 keine sekunde zu verfolgen. wird sehr schwer sein, auch weil ich fussball einfach liebe, aber katar ist wirklich kaum zu akzeptieren. hoffe es läuft dann was anderes, spengler cup oder skifahren oder so :beten:
So geht das nicht! Schon 6500 Tote oder mehr? Diese WM wurde an Katar zu Höchstpreisen verkauft. Das widerspricht eigentlich allem für was der Fussball steht. Respekt, Anstand, Toleranz, Fairplay...es ist einfach nur noch zum kotzen.

Diese WM muss nach Frankreich, England, Holland, Spanien oder sonstwohin verlegt werden, sonst spielen alle mit Blut an den Füssen.

Sollte die WM trotzdem dort stattfinden, dann wäre das eine Schande. Schlussendlich, und das ist das Tragische am Ganzen, werden die Leute das Spektakel so oder so am TV mitverfolgen. Auch ein Dimitri und ich auch, weil wir Fussballfans sind.
Ich überlege mir darum ernsthaft ob ich in den kommenden Quali-Spielen jeweils für den Gegner bin. Ein Boykott würde mir ohne Schweizer Teilnahme deutlich leichter fallen.
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Graf Choinjcki
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Graf Choinjcki » 16.03.2021 10:01

Obiger Beitrag ist KEIN Aufruf zu Gewalt!
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verde bianco
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von verde bianco » 16.03.2021 21:22

wtf. Da strebt ein Duo nach Aufmerksamkeit auf dem Rücken der Fans von SG.
Dass sowas funktionieren kann sieht man ja im Bundeshaus.
Vlado hat geschrieben:
24.02.2020 15:00
Genauso übel wie Rassisten sind Typen, die das alles auch noch Schön-, respektive wegreden.

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Luigi
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitrag von Luigi » 23.03.2021 13:26

Lesenswert.

https://www.nzz.ch/meinung/kommentar-de ... ld.1607675

Der Fussball zerstört sich selbst

Kaum eine Branche hat in den letzten Jahren so schlecht gewirtschaftet wie der grösste Sport der Welt. Statt immer neue Wettbewerbe zu erfinden, sollten die Fussballklubs tragfähige Geschäftsmodelle aufspüren. Sonst laufen die Fans davon.

Der FC Barcelona ist ein enorm erfolgreicher Fussballverein, aber er verfügt über einen Haushalt wie eine Zockerbude im Wall-Street-Boom der Jahrtausendwende. Jahrelang störte es kaum jemanden, dass die Katalanen einen bedrohlich wachsenden Schuldenberg vor sich herschoben, denn die Erfolge schienen ihnen recht zu geben. Zehn spanische Meisterschaften und vier Champions-League-Titel feierte Barcelona seit 2005. Der Klub wurde zur Weltmarke, er strahlte über den Fussballkosmos hinaus.

Die immer grösseren Lücken im Etat wurden mit Bankkrediten, buchhalterischen Tricks und spektakulären Transaktionen gestopft. Das ging gut, solange ständig mehr Geld in den Fussball floss. Allein für den Wechsel des Brasilianers Neymar nach Paris kassierte Barcelona erstaunliche 222 Millionen Euro, was half, über die zunehmenden Probleme hinwegzutäuschen.

Aber jetzt wird die Luft dünn. Die Bruttoschulden betrugen am letzten Bilanzstichtag 1137 Millionen Euro. In den nächsten Monaten muss Barcelona 266 Millionen Euro an verschiedene Banken zurückzahlen. Ausserdem waren zuletzt wegen 30 Spielertransfers Zahlungen an zwei Dutzend Klubs im In- und Ausland ausstehend. Barcelona stundet seine Ausgaben wie ein Markthändler, der hofft, mit seinen Kartoffelverkäufen von morgen die Standmiete von heute bezahlen zu können.

Fast trotzig verweist der Klub im Geschäftsbericht auf die Corona-Krise. Ohne die Pandemie wäre in der Saison 2019/20 kein Verlust von 100 Millionen Euro entstanden, sondern ein kleiner Gewinn, heisst es in einer fiktiven Rechnung. Aber Geisterspiele und gesunkene Fernsehgelder haben die Probleme nicht ausgelöst. Sie haben sie nur offensichtlich werden lassen.

Geldverbrennungsmaschinen

Jahrelang schien keine Krise dem Fussball etwas anhaben zu können. Die Transfersummen stiegen sogar, als Länder wie Spanien und Italien in Rezessionen steckten. In der falschen Annahme, dass es immer so weitergehen werde, verpassten es etliche Vereine, angemessene Rücklagen zu bilden. Barcelona ist nur ein besonders prominentes Beispiel. Christian Seifert, der Chef der Deutschen Fussball-Liga, sagte im Februar: «Viele der sogenannten Superklubs sind schlecht geführte Geldverbrennungsmaschinen, denen es in einer Dekade unglaublichen Wachstums nicht gelungen ist, ein annähernd nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen.»

Der Fussball hat über seine Verhältnisse gelebt. Jetzt wäre es höchste Zeit für ein Umdenken und ein Anknüpfen an den schlichten betriebswirtschaftlichen Grundsatz, dass die Einnahmen die Ausgaben decken müssen. Das ist nicht nur aus ökonomischer Sicht elementar, sondern auch, weil sich sonst über kurz oder lang Fans verabschieden. Sie haben ein feines Gespür dafür, dass sich der wichtigste Sport der Welt mit seinen Exzessen von der Gesellschaft entfremdet.

Das deutet sich in Protesten an, zum Beispiel beim FC Basel, wo Präsident Bernhard Burgener einen unternehmerischen Kurs fährt, den viele als riskant empfinden. Noch deutlicher zeigt es sich in sinkenden Einschaltquoten. Als Bayern München 2013 die Champions League gewann, schauten im ZDF 21,6 Millionen Menschen zu. Beim neuerlichen Erfolg 2020 schalteten nur noch 12,8 Millionen den gleichen Sender ein.

Deutschlands Fussball ist zwar stolz auf seine Regeln, die Einflussnahme von Investoren zu begrenzen, aber auch dort ist die finanzielle Lage kaum besser als anderswo. In der Bundesliga seien 17 Prozent der Vereine überschuldet, in der zweiten Bundesliga 22 Prozent und in der dritten Liga 38 Prozent, schreibt Daniel Weimar, Sportökonom an der Uni Duisburg-Essen. Jeder war in den letzten Jahren versucht, irgendwie mitzuhalten, als sich die Spirale immer schneller drehte.

Als im Frühjahr 2020 die Fans aus den Stadien verbannt wurden, warnten Experten vor Klubpleiten. Mit Krediten, Gehaltskürzungen und Staatshilfen wurde bisher das Schlimmste verhindert. Laut Andreas Kaeshammer, Fussball-Chef beim Sportvermarkter Infront, gibt es aber keinen Grund zur Entwarnung. «Die grossen Ligen laufen in ein immer grösseres Problem hinein», sagt er. «Ihren Klubs fehlen jeweils Summen in dreistelliger Millionenhöhe.» Sofern sich die Rückkehr zur früheren Normalität mit vollen Stadien weiter verzögere, erwartet er Insolvenzen, sobald die Hilfsgelder ausgeschöpft sind. «Die Angst ist bei vielen Ligen und Klubs zu spüren.»

Verschwundener Stolz

Die Pandemie ist für den Fussball eine Zäsur, weil sie den Stolz verschwinden lässt, das Gefühl vermeintlicher Unverwundbarkeit. «Wir beobachten bereits eine neue Bescheidenheit», sagt Kaeshammer. «Gehälter sinken, Klubs reisen häufiger mit dem Bus statt mit dem Flugzeug.»

Die Trendwende wird jetzt offensichtlich, doch sie hat sich schon viel früher angedeutet. Weil vielerorts Fernsehgelder die wichtigste Einnahmequelle sind und England mit Abstand der lukrativste Markt, hätte es sich gelohnt, einer Meldung vom Februar 2018 mehr Beachtung zu schenken. Damals einigte sich der Sender Sky mit der Premier League, für die Übertragungsrechte in den Jahren 2019 bis 2022 nur noch 3,6 Milliarden Pfund zu bezahlen. Das waren 500 Millionen weniger als in den Spielzeiten von 2016 bis 2019. Schon im Februar 2018, zwei Jahre vor Corona, dürfte der Fussballboom seinen Zenit überschritten haben. Zuletzt erlebte Frankreichs Ligue 1 bei der Neuvergabe der Fernsehrechte fast ein Debakel, im ersten Anlauf gingen keine adäquaten Angebote ein.

Das Abflauen des Interesses am einstigen Premium-Produkt ist teilweise mit der Corona-Pandemie begründbar, aber niemand sollte damit rechnen, dass es nach der Krise wieder aufwärtsgeht. «Auf nationaler Ebene erwarte ich bei den Fernsehgeldern eine Sättigung, auch über die Pandemie hinaus», sagt der Infront-Experte Kaeshammer. Nur international rechnet er irgendwann wieder mit einem Wachstum.

Die Einnahmen zu erhöhen, indem noch mehr gespielt wird, ist kurzfristig verlockend. Langfristig wäre es fatal, denn die Übersättigung des Publikums wird zum realen Problem. Auch Fussballspiele haben einen abnehmenden Grenznutzen.

Das scheint noch nicht jedem klar zu sein. Zurzeit ist eine Champions-League-Reform im Gespräch, die dazu führen würde, dass ab 2024 jeder Teilnehmer zehn statt sechs Vorrundenspiele absolviert. Zu den Unterstützern gehört Juventus Turins Präsident Andrea Agnelli, der sich gleichzeitig mit Schätzungen dazu exponiert, wie viel Geld Europas Klubs wegen Corona verloren gehe, bis zum Saisonende angeblich 8,5 Milliarden Euro. Es wirkt, als wolle Agnelli mit drastischen Warnungen den Handlungsdruck erhöhen. Aber auch eine Ausweitung der Champions League auf zwanzig, dreissig oder fünfzig Vorrundenspiele würde den Fussball nicht retten.

Geplatzte Hoffnungen

Naheliegend ist ausserdem der Versuch, die immer höheren Ausgaben mithilfe neuer Investoren zu finanzieren. In letzter Zeit beteiligten sich vor allem chinesische Unternehmer an europäischen Vereinen. Die Zwischenbilanz fällt ernüchternd aus. Ye Jianming, dessen Mischkonzern 2016 Slavia Prag übernommen hatte, wurde 2018 wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen. Li Yonghong, der kurz darauf bei AC Milan eingestiegen war, verlor seinen Besitz ebenfalls 2018, als in Peking Zweifel an seinem Geschäftsgebaren aufkamen. Die Suning-Gruppe steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und würde ihren Mehrheitsanteil an Inter Mailand gerne schon wieder verkaufen. Wie das chinesische Projekt bei den Grasshoppers endet, ist offen. Einstweilen wirkt man beim Schweizer Rekordmeister bereits erleichtert, wenn Präsident Sky Sun «Hopp GC» korrekt ausspricht.

Auch in Europa gibt es noch milliardenschwere Investoren, die sich gerade jetzt für den Fussball interessieren. Der Infront-Fussballchef Kaeshammer mahnt jedoch: «In der Krise mit Beteiligungsfirmen zu verhandeln, ist heikel.» Sie seien oftmals keine stillen Geldgeber, sondern wollten wichtige Entscheidungen beeinflussen. «Nur auf die Wünsche der Investoren zu achten, aber nicht auf diejenigen der Fans, ist langfristig gesehen nicht der richtige Weg.» Beteiligungsfirmen, die Anstosszeiten oder sogar Wettbewerbsformate diktieren wollen, sind keine Retter, sondern Brandbeschleuniger.

Es mehren sich die Anzeichen, dass eine radikale Rückbesinnung nötig wäre. Selbst der vielkritisierte Bayern-München-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagte jüngst gegenüber dem «Corriere della Sera»: «In den vergangenen zehn Jahren haben wir alles falsch gemacht, weil wir immer mehr für Spieler und Berater ausgegeben haben.» Rummenigge lancierte die Einführung einer Gehaltsobergrenze.

Eine Vorschrift zur Begrenzung von Löhnen und Transfersummen wäre nur die zweitbeste Lösung für den Fall, dass eine freiwillige Selbstbeschränkung scheitert. In den grossen US-Ligen funktionieren «salary caps», aber die Systeme sind kaum vergleichbar, der amerikanische Sport ist zentralistischer aufgebaut. Eine vergleichbare europaweite Lösung stünde möglicherweise im Konflikt mit nationalen Gesetzen und würde Ausweichmanöver sowie Klagewellen provozieren.

Trotzdem ist eine Abkehr von den Exzessen der letzten Jahre nicht illusorisch. Die Summen für den jährlichen kontinentalen Spitzentransfer sinken bereits deutlich. 2017/18 waren es noch 222 Millionen (Neymar), dann 145 Millionen (Kylian Mbappé), 127 Millionen (João Félix) und zuletzt 80 Millionen (Kai Havertz). Bei den Durchschnittskickern ist der Trend bis jetzt weniger klar.

Dauerhaft tiefere Transfersummen wären dem Fussball eine grössere Hilfe als jeder neue Wettbewerb, der noch erfunden werden kann. Immer mit einer Maxime vor Augen, die jedes solide KMU beherzigt – niemals mehr ausgeben als einnehmen.

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