Groundhopping Thread

Die weite Fussballwelt ausserhalb des FCSG
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Seppatoni
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Seppatoni » 08.02.2011 07:01

OstFCSG hat geschrieben: Schade, dass nur rund 150 von Birmingham mitgekommen sind - wusste gar nicht, dass die so schwach drauf sind?!
Dürfte wohl auch daran liegen, dass City kurz zuvor bereits im Liga Cup in West Ham antreten musste, da waren auf jeden Fall weitaus mehr als nur 150 Nasen anwesend. ;)

larinem
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von larinem » 09.02.2011 14:52

Dienstag, 01.03.2011 20:30 Uhr Duisburg – Cottbus (Deutscher Pokal)

Mittwoch, 02.03.2011 20:45 Uhr Twente Enschede – Utrecht (Holland 1. Liga)

Freitag, 04.03.2011 20:30 Uhr Anderlecht – Genk (Belgien 1. Liga)

Samstag, 05.03.2011 16:00 Uhr Fola Esch – Jeunesse d’Esch (Luxemburg 1. Liga)

Samstag, 05.03.2011 19:00 Uhr F91 Dudelange – Käerjäng (Luxemburg 1. Liga)

Sonntag, 06.03.2011 16:00 Uhr Diffedange – Grevenmacher (Luxemburg 1. Liga)

Montag, 07.03.2011 20:30 Uhr US Boulogne – Evian TG (Frankreich, 2. Liga)

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gilardino
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von gilardino » 09.02.2011 21:02

Ein Astra in der Hand, ein Koreaner, ein Deutscher und eine undefinierbare Frau im Zugabteil, Viertel vor Eins in der Nacht: Das hatte ich eigentlich nicht geplant. Der Grund, weshalb ich entgegen meiner eigenen Erwartungen doch noch Zeit habe, einen Bericht über die letzten beiden Spiele zu verfassen, lautet Regen: Aufgrund anhaltender Niederschläge wurde der Rasen im Hamburger Volksparkstadion unbespielbar, was eine Absage des lange erwarteten Derbys zwischen dem Hamburger Sportverein und dem FC Sankt Pauli nach sich zog. Eine wahrhaft ärgerliche Tatsache, war die Vorfreude auf dieses Spiel doch wirklich sehr gross. Der Entscheid ist aber unumstösslich, was mich augenblicklich dazu veranlasste, die Nacht in Hamburg abzublasen und mit dem City Night Line, in dem ich jetzt gerade sitze, in Richtung Schweiz zu fahren. Hier habe ich es nicht gerade bequem, aber ich habe doch auch schon in schlimmeren Positionen geschlafen und mein Biervorrat ist mit zwei Astra-Taschenfässern gerade richtig, um nach dem Verfassen dieses Berichts noch ein Schlummertrunk nehmen zu können.

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0
Westfalenstadion, 80720 Zuschauer

Angefangen hat das ganze Derbywochenende am Freitag Abend in Dortmund, wo der Quasi-Meister BVB auf den Erzrivalen Schalke 04 traf. Dortmund gegen Gelsenkirchen ist eines der traditionsreichsten Derbys der Bundesrepublik. Diesmal stand es, wie so oft, unter speziellen Vorzeichen: Während sich der FC Schalke sich vor der Saison namhaft und vor allem teuer verstärkte, ist es der Borussia vorbehalten, in der aktuellen Meisterschaft die Rolle des unbestrittenen Protagonisten einzunehmen. Der BVB besitzt nach 19 Spielen bereits elf Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Leverkusen, die Bayern sind sogar noch weiter hinter Dortmund klassiert. Dem FC Schalke hingegen gelingt beinahe nichts. Das Starensemble, aus welchem die Madrider Legende Raul Gonzalez Blanco doch noch hervorragt, ist im hinteren Mittelfeld der Bundesliga klassiert, ohne direkte Aussicht auf Besserung. Für die Schalker ist es im aktuellen Zustand sogar ein Erfolg, nicht mehr auf einem Abstiegsplatz zu stehen.

Das legendäre Dortmunder Westfalenstadion war natürlich ausverkauft. Dass ich trotzdem mit von der Partie war verdanke ich meinem Durchhaltewillen am Computer, als die letzten Karten in den freien Vorverkauf gelangt waren. So sass ich schliesslich für den durchaus annehmbaren Preis von 33€ direkt neben dem Gästeblock auf der Osttribüne, neben mir ein Typ der mich irgendwie immer an Ernie von Stromberg erinnerte. Am Freitag Morgen ging die Reise in Bern los, sechs Stunden und einige Seiten Masterarbeit später traf ich in der westfälischen Biermetropole ein. Nachdem ich meine Herberge aufsuchte, gings direkt mit der Stadtbahn zum Stadion. Dort bekam ich gerade die Ankunft des Mobs aus Gelsenkirchen mit, wobei die Gäste vor allem durch das Abfeuern von Böllern auf sich aufmerksam machten. Ansonsten geschah nichts erwähnenswertes, mal davon abgesehen dass sich das Volk trotz der grossen Polizeipräsenz auf dem Stadionvorplatz zu jedem Zeitpunkt bunt durcheinander mischen konnte. Im Stadion war dies schon eher weniger der Fall, zwar wurden einzelne Blaue auch neben dem Gästesektor ausfindig gemacht, es blieb aber bei wenigen Ausnahmen. Ansonsten waren die Schalker einige Tausend, vielleicht sogar Zehntausend Mann und Frau im Gästeblock, während der Rest des Stadions Gelb-Schwarz war.

Die Heimfans hofften natürlich auf einen Derbysieg ihrer Helden, die vielleicht schon bald die Meisterschale durch die Kampstrasse tragen dürfen. Ihr Optimismus wurde mit einer Startphase belohnt, die es in sich hatte: Dortmund schnürte Schalke regelrecht in seiner Platzhälfte ein, Dortmund besass gefühlte 90% der ersten Halbzeit den Ball und Dortmund besass jede Menge wirklich erstklassiger Torchancen. Doch sowohl Grosskreutz wie auch Barrios, Kuba oder Hummels scheiterten, teilweise kläglich, teilweise unglaublich und meistens beides zusammen, am Schalker Torhüter Manuel Neuer. Hatte ich mich noch vor kurzem gewundert, weshalb Neuer Nationaltorwart ist, so wurde ich nun auf spektakuläre Weise eines Besseren belehrt. Was Neuer hier hielt, das erinnerte an Oliver Kahn in seiner besten Zeit. An ihm und den zu zaghaften Versuchen der Dortmunder lag es, dass es zur Pause immer noch Null zu Null stand.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Mannschaften nicht mehr mit den Kurven im Rücken, sondern in die Richtung ihrer Fans. Schalke gelang es dabei, das Geschehen optisch auszugleichen. Doch die grösseren Chancen besassen weiterhin die Dortmunder. Zweimal gelang es ihnen scheinbar, Torhüter Manuel Neuer zu schlagen: Einmal, als Barrios' Schuss an den Pfosten klatschte, und ein anderes Mal, als Götze den Torwart aussteigen liess, die Kugel danach aber ebenfalls an das Gehäuse statt in das Netz setzte. Wer solche Chancen vergibt, braucht sich im Nachhinein auch nicht mehr zu wundern, wenn die Partie schliesslich torlos ausgeht - die Borussia hatte natürlich deutlich mehr vom Derby, hatte Schalke teilweise echt an eine Wand gespielt, doch wer die Tore nicht macht, wird für seinen Aufwand auch nicht belohnt.

Auf den Tribünen nahm die Geschichte einen etwas anderen Lauf. Klar, beeindruckend ist sie schon, die gelbe Wand Nordtribüne Dortmund. Da stehen einfach so mal 27000 Zuschauer auf der gleichen Tribüne. Ein absolut gänsehauterregender Anblick. Doch akustisch kam vom Heimsektor, abgesehen von einigen einfachen Gassenhauern, eher wenig rüber. Dies mag natürlich an meiner Position gleich beim Gästeblock gelegen haben. Aber es lag mit Sicherheit auch daran, dass die Gäste aus Gelsenkirchen einen wirklich sehr starken Auftritt hinlegten - und wer mich kennt, der weiss dass ich deutschen Szenen selten solche Komplimente ausstelle. Die Königsblauen steigerten sich im Laufe der Partie extrem, ihre Stimmung empfand ich wirklich als ausserordentlich gut. Ausschlaggebend dafür waren zwei Gründe: Einerseits die Tatsache, dass fast nie nur die Ultras am Support beteiligt waren; andererseits aber auch, dass sie viele Lieder sangen, die ich noch nie gehört habe. Doch auch hier gilt: Meine Wahrnehmung wurde sicher durch mein Sitzplatz im Sektor 54 beeinträchtigt. Weshalb ich der Heimkurve in meiner Einschätzung wohl auch etwas Unrecht tue. Dortmund würde ich ohnehin sehr gerne mal auswärts sehen.


Hertha BSC Berlin - 1. FC Union Berlin 1:2
Olympiastadion, 74224 Zuschauer

Nach Abpfiff machte ich mich relativ rasch aus dem Staub, das Stadtzentrum erreicht man nach einem Fussmarsch von 25 Minuten. Nach einer wirklich erholsamen Nacht, die durch das frühe Aufstehen zu früh beendet wurde, bestieg ich um 7.48 den ICE über Bielefeld und Hannover nach Berlin. Verantwortlich dafür war die total schwachsinnige Anspielzeit um 13.00 - wer hat so früh denn schon wirklich Lust auf Fussball? Das Berliner Derby war natürlich trotzdem ausverkauft. Es handelte sich meines Wissens dabei seit der Wende um das erste Aufeinandertreffen von Hertha und Union im Olympiastadion. Dies war natürlich ein historisches Ereignis, dem über 74000 Zuschauer beiwohnen wollten.

Das Berliner Olympiastadion gehört trotz seiner Tartanbahn zu den interessantesten Wirkungsstätten des deutschen Fussballs. Gebaut wurde es für die Olympischen Spiele in Berlin im Jahr 1936, danach wurde es mehrfach renoviert. Durch seine einzigartige Bauart mit dem Osttor, den beiden Türmen mit den olympischen Ringen in der Mitte, sowie dem markanten Marathontor, das die Tribüne dramatisch zweiteilt, ist es architektonisch in seiner Art absolut einzigartig. Heute war, wie bereits beschrieben, eine der wenigen Anlässe, bei welchem sich das Stadion ganz füllte. Berlin ist nicht unbedingt eine wahnsinnig fussballverrückte Stadt, obwohl mir bei dieser Feststellung wohl einige Experten aus Köpenick und Erkner widersprechen würden.

Die Gästefans waren es denn auch, die diesem Spiel seinen besonderen Reiz verliehen. Mit gut 15000 Zuschauer angereist stellten die Köpenicker im Gästeblock das unbestrittene akustische Zentrum des weiten Runds dar. Sie sangen ihre Lieder voller spürbarer Leidenschaft und dominierten die Kulisse beinahe zu jedem Zeitpunkt. Einzig vor dem Spiel waren es die Blau-Weissen, welche sich mehr zu Wort gemeldet hatten. Auffällig war dabei, dass sie sich sehr stark auf die Rivalität zum Stadtkonkurrenten Union beriefen, während vom Gästeblock kaum etwas in diese Richtung kam. Dass das Berliner Derby Union gegen BFC Dynamo lautet, scheint einige Herthaner doch ziemlich zu wurmen. Ansonsten ist es vor allem die junge Generation der Herthaner, welche froh darüber zu sein scheint, endlich auch einen Stadtrivalen zu haben. Die Älteren sahen dies nicht unbedingt so, vor der Wende standen sich die beiden Fanszenen durchaus positiv gegenüber.

Ansonsten waren die Heimfans langweilig, und zwar so richtig, richtig langweilig. Klar wurden sie ab und zu etwas laut, aber da war schlicht nichts vorhanden; keine Kreativität, keine Authentizität, keine Glaubwürdigkeit. Alles wäre jederzeit mit jeder anderen Fanszene auf diesem Niveau austauschbar gewesen. Da gefielen die Gästefans, unter der Führung des Wuhle Syndikats, doch deutlich besser. Hier waren es etwa sechs-sieben Lieder, die während des Spiels immer wieder gesungen wurden. Diese waren mir aber, wie schon am Tag zuvor bei Schalke, durchwegs unbekannt. Ausserdem bestachen sie durch eine hohe Mitsingquote, während sie mit optischen Mitteln genauso wie die Heimkurve nicht viel bewirkten. Die Zeiten, in welchen die deutschen Szenen in grossen Spielen auf Biegen und Brechen eine möglichst aufwändige, teure und noch nie dagewesene vierteilige Choreographie aufs Tapet zaubern wollen, scheinen doch vorbei zu sein.

Keine Zweifel bestanden bei der sportlichen Ausgangslage. Die Hertha ist in der vergangenen Saison auf eine Art Betriebsunfall abgestiegen und belegt nun ziemlich unbestritten den ersten Rang in der Tabelle. Währenddessen dümpelt die Union wie so oft in den hinteren Regionen herum. Demnach war zu erwarten, dass das Spiel eine klare Sache wurde, und danach sah es auch zu Beginn aus. Nur zwölf Minuten dauerte es, ehe sich Herthas Hubnik erbarmte und meine unglaubliche Serie von vier torlosen Unentschieden in Folge mit dem Führungstreffer für die Blau-Weissen beendete. Auch in der Folge hatte der BSC die Nase stets vorn, attackierte über die Seite und schien die Union regelrecht zu überlaufen. Die Gäste hatten diesem Sturmlauf vorerst nur wenig entgegenzusetzen. Bis zur 38. Minute schossen sie kein einziges Mal aufs Tor. Dann aber krachte es: Mosquera nahm das Leder an, drehte sich auf Höhe Strafraumgrenze und hämmerte den Ball mit einem sehenswerten Weitschuss zum 1:1 in die Maschen. Gefolgt wurde dieses Tor von einem unglaublich lauten und bewegten Torjubel der Ostberliner, die zu diesem Zeitpunkt überdies rund 20 Fackeln zündeten.

Mit dem für die Union sehr schmeichelhaften 1:1 ging es dann auch in die Pause, sodass der zweite Durchgang eine Entscheidung herbeiführen musste. Die Hertha verlor in ihren Angriffsbemühungen immer mehr den Faden. Das Gegentor hatte dem Leader doch mehr zugesetzt als ihm lieb war. Die Union konnte davon allerdings nicht profitieren, sodass sich das bis dahin attraktive Spiel insgesamt auf eine tiefere Niveaustufe herunter begab. So war es schliesslich bezeichnend, dass die Partie von einer Standardsituation entschieden wurde: Unions Mattuschka versenkte 20 Minuten vor Spielende einen Freistoss aus rund 25 Metern, was den zweiten epischen Torjubel der Unioner zur Folge hatte. Dass die Gäste hier in Führung gingen, war doch eher überraschend. Die Hertha bestimmte das Spiel eigentlich beinahe jederzeit, und wenn nicht dann hatte sie es immerhin soweit im Griff, als dass sie den Gästen keine Tormöglichkeiten zugestanden. Auf das 1:2 reagierte die Hertha mit einem energischen Sturmlauf, Früchte trug dieser aber nicht mehr ein, sodass es schliesslich beim überraschenden Sieg der Eisernen blieb.

Deren Fans feierten dieses historische Ereignis noch längere Zeit, ehe ich mich auf den Weg nach Spandau machte, um von dort aus nach Hamburg weiterzufahren. Problemlos erreichte ich Altona, ehe ich in der Unterkunft eincheckte: Für diese Nacht wählte ich einen 10er Schlag, da ich für den Sonntag Morgen eh keine Arbeitssicht anberaumt hatte. Nachdem ich die überraschend sympathischen Göttinger Sauftouristen und den Cuxhavener Plapperi kennengelernt hatte, erreichte mich ein SMS von Tomi, der mir die Verschiebung des Hamburger Derbys mitteilte. Dies glaubte ich zunächst natürlich nicht, als es mir von den Göttingern, die im Lift einen dementsprechenden Zettel gefunden hatten, bestätigt wurde, war ich aber sicher. Da bekommt der Hamburger Standardsatz "Das Wetter ist Schit heute" doch gleich eine neue Bedeutung.

Schöne Scheisse, hatte ich mich doch wirklich wahnsinnig auf den Vergleich zwischen dem HSV und St. Pauli gefreut. Trotzdem blieb mir nichts anderes übrig, als die Zeit neu zu planen: Ich hatte einerseits die Möglichkeit, Hamburg etwas anschauen zu gehen, ohne dabei Fussball zu sehen. Die Aussicht auf einen Tag Hamburg-Besichtigung im Dauerregen gefiel mir aber doch nicht wirklich. Andererseits boten Spiele wie Bochum-Oberhausen oder Freiburg-Frankfurt Alternativem im deutschen Land. Während mich das erste trotz seinem Ruf als Malocher-Derby nicht genug reizte, rechnete ich mir beim zweiten keine Chancen auf Tickets mehr aus. Und ausserdem: Drittens wäre es möglich, dank einer kurzfristig geplanten Nachtzugfahrt den Rückrundenauftakt zwischen St. Gallen und GC doch nicht zu verpassen. Dafür entschied ich mich schliesslich, und ziemlich exakt eine Stunde nach Beginn des Schreibens neigt sich mein Astra nun dem Ende zu - ein weiteres wird mir beim Einschlafen helfen, ehe ich hoffentlich einigermassen fit in St. Gallen auftauchen werde...
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Ente » 10.02.2011 13:56

gilardino hat geschrieben:
Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0
Westfalenstadion, 80720 Zuschauer

Auf den Tribünen nahm die Geschichte einen etwas anderen Lauf. Klar, beeindruckend ist sie schon, die gelbe Wand Nordtribüne Dortmund. Da stehen einfach so mal 27000 Zuschauer auf der gleichen Tribüne.
:eek:

ich hoffe, es war nur ein schreibfehler?? es heisst südtribühne ganz früher mal, standen wir auf der nord. und teilweise heute noch, wenn nur wenige gästefans kommen
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von OstFCSG » 10.02.2011 14:08

Ente hat geschrieben:
gilardino hat geschrieben:
Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0
Westfalenstadion, 80720 Zuschauer

Auf den Tribünen nahm die Geschichte einen etwas anderen Lauf. Klar, beeindruckend ist sie schon, die gelbe Wand Nordtribüne Dortmund. Da stehen einfach so mal 27000 Zuschauer auf der gleichen Tribüne.
:eek:

ich hoffe, es war nur ein schreibfehler?? es heisst südtribühne ganz früher mal, standen wir auf der nord. und teilweise heute noch, wenn nur wenige gästefans kommen
:eek: ich hoffe, es war nur ein schreibfehler?? es heisst tribüne :D

@gilardino: Interessanter Bericht!

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Ente » 10.02.2011 15:01

da hast du recht, man möge mir verzeihen, derzeit habe ich nur einen arm zum schreiben zur verfügung ;)
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von poohteen » 10.02.2011 15:09

Ente hat geschrieben:da hast du recht, man möge mir verzeihen, derzeit habe ich nur einen arm zum schreiben zur verfügung ;)
Und da belastest du ihn noch zusätzlich mit zusätzlichen Buchstaben?! :p :lol:
[b][size=75]Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. [i][color=RED]Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten[/color][/i][/size][/b]

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von gilardino » 10.02.2011 20:59

Ente hat geschrieben:
gilardino hat geschrieben:
Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:0
Westfalenstadion, 80720 Zuschauer

Auf den Tribünen nahm die Geschichte einen etwas anderen Lauf. Klar, beeindruckend ist sie schon, die gelbe Wand Nordtribüne Dortmund. Da stehen einfach so mal 27000 Zuschauer auf der gleichen Tribüne.
:eek:

ich hoffe, es war nur ein schreibfehler?? es heisst südtribühne ganz früher mal, standen wir auf der nord. und teilweise heute noch, wenn nur wenige gästefans kommen

Oooops, da hat sich echt ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen, wie gesagt war ich im Zug und mitten in der Nacht, als ich den Bericht geschrieben habe, man möge mir verzeihen - bin sonst nicht so ignorant. ;)

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von poohteen » 10.02.2011 21:01

gilardino hat geschrieben:Oooops, da hat sich echt ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen, wie gesagt war ich im Zug und mitten in der Nacht, als ich den Bericht geschrieben habe, man möge mir verzeihen - bin sonst nicht so ignorant. ;)
Bist du denn mit Zug nach Norden oder nach Süden gefahren? ;)
[b][size=75]Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. [i][color=RED]Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten[/color][/i][/size][/b]

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Ente » 11.02.2011 08:56

gilardino hat geschrieben:
Oooops, da hat sich echt ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen, wie gesagt war ich im Zug und mitten in der Nacht, als ich den Bericht geschrieben habe, man möge mir verzeihen - bin sonst nicht so ignorant. ;)
na gut, ausnahmsweise sei dir verziehen :p ansonsten aber ein schöner bericht. war ja auch da ;)
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von larinem » 21.06.2011 07:49

Weiss zufällig jemand ob die luxemburgischen Teams für Ihre CL- und EL Quali Spiele in das Nationalstadion ziehen oder ob dafür ihre eigenen "Stadien" reichen? Ich meine mich zu erinnern das in den ersten beiden Quali Runden normalerweise im eigenen Stadion gespielt werden kann.

hhouse
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von hhouse » 01.08.2011 12:54

Meine Tour hätte eigentlich bereits am Mittwoch (13. Juli) beginnen sollen, aufgrund fehlender Unterhaltung von Montag bis Mittwoch (die mir passenden Züge auf die Krim waren leidera usgebucht) weil die Spiele die ich am ersten Wochenende anschauen wollte, nicht wirklich der Überhammer waren (Metalist Kharkiv – Zoria Luhansk und Obolon Kiev – Vorskla Poltava), verschob ich den Start der Tour auf Montag, den 18. Juli.
Wegen der schlechten Fahrplanabstimmung der diversen europäischen Bahnen untereinander, durfte ich meine Tour bereits um 16 Uhr beginnen, damit ich den EN463 in Salzburg erwische. Die Sitzwagen im Zug waren u.a. wegen einer deutschen Jugendgruppe sehr gut ausgelastet und so durfte ich mir mein Abteil die ganze Fahrt über mit fünf andere Personen teilen – mit zwei vorbildlich integrierten, in Deutschland lebenden Irakern (1x weiblich), einem farbigen Briten, einem EURailer und abwechselnd noch mit diversen Pendlern.
Das Highlight dabei war der Dialog mit dem Briten bei der Ankunft in Wien Meidling:

Er: „Are we now in Switzerland?“
Ich: „No!“
Er: „But Salzburg was in Switzerland or?
Ich: „No, Salzburg is also in Austria!“
Er: „Didn’t we cross Switzerland?“
Ich: „No we didn’t – the train goes only through Germany, Austria and Hungary”.

Der Mann war um die 50 – alleine deswegen sind seine geografischen Kenntnisse äußerst bedenklich.
In Budapest kam mein Zug pünktlich an, und so konnte ich mir noch eine Reservierung für den IC um 9.30 Uhr nach Nyiregihaza kaufen. Die Reservierung sollte jedoch anstatt der von mir kalkulierten 540 HUF nur 360 HUF kosten. Nachdem um 9.25 Uhr noch immer kein Abfahrtsgleis auf der Abfahrtstafel stand, wurde ich langsam nervös und fragte einen MAV-Mitarbeiter, wo denn mein Zug abfahren würde, worauf er mir auf das Gleis hinter ihm zeigte und keine zwei Minuten später fuhr der Zug auch schon ein. Da der Budapester Ostbahnhof jedoch ein Kopfbahnhof ist, ging es gleich mal mit 15 Minuten Abfahrtsverspätung los und diese sollte sich bis Nyiregihaza noch auf über 20 Minuten erhöhen und so verpasste ich dort meinen ersten Anschlusszug. Aber eine Stunde später kam der Nächste, welcher natürlich, wie immer wenn ich MAV-Züge benütze, 10 Minuten verspätet an seinem Ziel, Zahony, ankam. Dort stand auch schon der Ein-Wagen-Zug in die Ukraine bereit, wobei die Grenzkontrolle äußerst unspektakulär ablief – ein Blick in den Pass und das war es. In Chop (UA) war es quasi das Gleiche, außer dass noch gefragt wurde, wo hin ich reisen will und mein Gepäck kurz angeschaut wurde. Somit war ich um 17 Uhr ukrainischer Zeit zum zweiten Mal in meinem Leben in der Ukraine und wechselte direkt nach Verlassen der Grenzkontrolle 20 Euro in 220 Grivna (zwar nicht der beste Kurs, aber sonst wäre wohl nur Bankomat in Frage gekommen) und versucht eine Fahrkarte für den Zug um 20:20 Uhr nach Kiev zu erwerben. Daran scheiterte ich jedoch zuerst, die Dame schrieb auf meinen handgeschriebenen Zettel „18.20“, wobei ich zuerst nicht verstand, was sie damit meint, nach kurzer Überlegung mir jedoch dachte, dass sie erst ab dann Karten für den Zug verkauft. Also noch ein wenig die Grenzstadt anschauen gegangen, ehe ich es um 18.20 Uhr noch mal am Schalter probierte, und prompt, ohne überhaupt den Zettel noch mal hinlegen zu müssen, meine Kupe-Fahrkarte nach Kiev um 132 Grivna (12Euro) in der Hand hielt. Eine halbe Stunde vor der Abfahrt den Zug betreten und aufgrund der Sauna-Hitze darin gleich mal die Jeans gegen eine kurze Hose getauscht (anders hätte ich während der Fahrt wohl einen Hitzeschock erlitten). In Mukatschewo bekam ich dann Zuwachs im Abteil in Form der 46-jährigen Tanja, die mich gleich mal zum Essen ihrer „Ernte“ in Form von Tomaten und anderem Gemüse einlud. Die Verständigung klappte, für dass das wir keine gemeinsame Sprache sprachen ziemlich gut und irgendwann ab 22 Uhr kam noch ein weiterer Fahrgast ins Kupe und so legte ich mich langsam schlafen (da mein Platz auf einem de roberen Betten war), was mir aber erst gegen 24 Uhr gelang, nachdem das Zugradio abgeschalten wurde (wär wohl auch irgendwie im Abteil gegangen?!). Leider schlief ich nicht lange, weil um 1.30 Uhr ein vierter Fahrgast in unser Kupe kam.

Am Mittwoch bis 11 Uhr noch im Bett liegen geblieben, ehe ich mit rund zehn Minuten Verspätung in Kiev ankam. Dort gleich mal Geld gewechselt (1:11,15) und mein Glück beim Kartenkauf probiert und beim dritten Versuch auch gleich eine 17-jährige Dame aus Saporischschja erwischt, die perfekt englisch sprach und mir sagte, an welcher Kassa ich meine Fahrkarte bekomme. Weil die Schlange jedoch ziemlich lang war, entschloss ich mich, zuerst den günstigen Supermarkt beim Abgang zu den Vorortzügen zu beehren, ehe ich mich wieder in die Schalterhalle begab, und mich an einer der langen Schlangen anstellte. Dann kam auch wieder die vorher angesprochene Dame zu mir, und fragte verwundert, warum ich immer noch der letzte in der Schlange sei, und sah sich deshalb gezwungen, mir die Schlange-stehen-Regeln in der Ukraine zu erklären. Demnach kann man der Person vor oder hinter einem in der Schlange sagen, dass man mal weg ist, und z.B. eine Stunde später wieder kommen und den Platz hinter der Person einnehmen – und so funktioniert das überall (Stadion, Bahnhof, Restaurant, ...) wie ich später feststellen durfte. Nach dem nur noch drei Leute vor mir in der Schlange standen, schloss die Kassa, aber wiederum kam die Dame aus Saporischschja zu mir, und sagte, sie hätte extra einen Platz für mich bei einer anderen Kassa reserviert und so war ich doch nicht ganz umsonst angestanden. Dort blieb mir dann auch die Sprachbarriere erspart, weil sie mir die drei gewollten Fahrkarten kaufte und nach fast zwei Stunden konnte ich die Schalterhalle verlassen. Hätte die Dame ja gerne noch zum Bedanken in ein Restaurant eingeladen, da ihre Mutter jedoch in einer anderen Schlange anstand („lustig“ war, dass sie meine Fahrkarte vor ihrer Fahrkarte kaufte), ließ ich es lieber sein und machte mich nach einem Mittagessen im McD gegenüber des Bahnhofs und dem Erhalt der freudigen Nachricht, dass ich eine Couch in Poltava habe, mit der Metro auf in die Innenstadt, wo ich die Zeit bis zur Abfahrt meines Zuges (22.15 Uhr) nach Poltava mit Staunen (über was dürfte wohl eh klar sein), verbrachte.

In Poltava kam ich „bereits“ um 5.20 Uhr an (bei normaler Fahrzeit wäre ich bereits um 3 Uhr dort gewesen) und wurde von meinem Host und zwei ihrer Freundinnen, die gerade von einem Polterabend kamen, abgeholt. Relativ müde liefen wir dann rund 25 Minuten vom Jushnaja-Bahnhof bis wir bei ihrem Haus ankamen. Das Haus bestand aus einem Gang, einer Küche, einem Schlafzimmer, einer Waschküche, einem Badezimmer und einem Wohnzimmer – und das für vier Personen! Deswegen durfte ich im Wohnzimmer schlafen und das Zimmer mit ihrem Bruder teilen, die Eltern im Schlafzimmer (no na) und die Tochter auf einer Couch in der Küche – und das geht so das ganze Jahr. Unvorstellbar für mich, wie man das aushält, wenn ich an mein eigenes Haus denke. Bevor ein bisschen Schlaf nachgeholt wurde, wurde gefrühstückt, wobei sie schnell merkten, wie heikel ich bin. Während des Frühstücks kam dann auch einmal ihr Bruder rein, der sprachlich jedoch nicht so talentiert war (sprach nur russisch und ukrainisch), wie mein Host, wie man an nachfolgendem gut erkennen kann :D :

Ich: How old are you?
Er: I’m fine.

Von 7 bis 10 Uhr dann geschlafen, ehe es das Mittagessen gab – für mich Nudeln und eine Suppe. Danach ging es für zwei Stunden zum Baden (oder eher Relaxen) an den städtischen Fluss Vorskla (=Namensgeber des Fußballvereins), und wer die Freizügigkeit vieler Damen in der Ukraine kennt, kann sich vorstellen, wie es dort aussah.
Damit sie mir noch die Stadt zeigen konnten, machten wir uns am frühen Nachmittag nochmal auf zu ihrem Haus um das verfrühte Abendessen zu genießen. Danach ging es endlich auf in die wirklich schöne Innenstadt, wo ein kurzer Abstecher zum Stadion gemacht wurde, um sich Tickets zu besorgen (40 Grivna, günstigste Kategorie). Die Zeit bis zum Spiel wurde noch mit dem Besuch eines Restaurants, sowie dem Kauf von weiteren Fahrkarten am Kievskaja-Bahnhof verbracht.

21.07.2011; 20 Uhr: Vorskla Poltava 3:0 (2:0) Glentoran Belfast
Vorskla Stadion, 8000 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... nFCBelfast

Da wir um 18.30 Uhr noch zu einer Freundin meines Hosts mussten, weil sie sich umziehen musste, schwand meine Hoffnung, vor Spielbeginn dort zu sein von Minute zu Minute, da wir uns erst um 19.20 Uhr wieder auf in Richtung Stadion machten. Da jedoch gerade als wir an die Haltestelle kamen, das passende Marshrutka kam und beim Eingang gar nicht kontrolliert wurde, schafften wir es bis 19.55 Uhr zu unseren Sitzplätzen. Vorskla gewann das Spiel verdient mit 3:0 – Glentoran hatte während der 90 Minuten keine einzige echte Torchance. Aus Belfast konnte ich keine Fans wahrnehmen, dafür hatte Poltava einen Supporterblock mit rund 100 Leuten, die relativ passabel einen fast durchgehenden Support hinlegten und auch der Bereich vis-a-vis mit „normalen“ Fans konnte sich desöfteren akustisch bemerkbar machen. Einzig die Zuschauerzahl ließ mit 8000 ein wenig zu wünschen übrig, aber die Eintrittspreise waren auch ein bisschen über dem normalen ukrainischen Niveau mMn und viel Spannung war aufgrund des Hinspielresultats (2:0 für Vorskla) auch nicht vorhanden.
Nach Spielschluss ließen dann noch einige Vorskla-Fans ihren Emotionen freien Lauf, indem sie zu ihren „Helden“ stürmten, schien jedoch was ich mitbekam niemand wirklich groß zu stören und so machten wir uns wieder auf den Heimweg, was ganze 1,5 Stunden dauern sollte, weil wir alleine 50 Minuten auf das passende Marshrutka warten mussten.

Am nächsten Morgen bis 7 Uhr geschlafen, ehe ich zum Frühstück nochmals Nudeln bekam und wir uns um 7.45 Uhr zum Kievskaja-Bahnhof aufmachten. Auf dem Weg dorthin noch in einem Supermarkt vorbeigeschaut, wo Hugo Boss Plastiksäcke um 1 UAH verkauft wurden (Anm.: Erwähne ich, weil ich vor einer Weile einen Reisebericht über einen GUS-Staat las, wo sich der Schreiberling wunderte, warum fast jeder mit einem Gucci-Sack umherlief). Am Bahnhof noch eine Viertelstunde gewartet und dann rollte auch schon der im Inneren sehr moderne Tageszug nach Kiev ein, und ich musste mich von meinem ersten CS-Host verabschieden. Wobei diese wirklich herausragend freundlich war und es eine kurze, aber tolle Zeit für mich in Poltava war.
Noch ein paar (vielleicht für den einen oder anderen) interessante Sachen, die ich von ihr erfahren habe (alle Angaben ohne Gewähr):

- Durchschnittsgehalt in der Ukraine liegt bei 150 Euro.
- Führerschein kostet 7000 Grivna
- 10 Schuljahre -> man kann bereits mit 17 studieren (und deshalb sind sie auch mit 19 schon in der Hälfte ihres Studiums während ein normaler Schüler in Österreich dann frühestens mit seinem Studium beginnt)

In Kiev angekommen, checkte ich erstmal im Hostel ein, indem ich bereits letzten Oktober war und das keine fünf Gehminuten vom Zentrum Kievs entfernt liegt (1 Nacht = 151 Grivna). Nachdem ich mich bis 17 Uhr wieder in der Innenstadt aufhielt, machte ich mich mit der Metro zum Dynamo-Stadion auf (Station Arsenalna, welches im Übrigen die meines Wissens tiefste Metrostation der Welt ist, dementsprechend dauert die Fahrt über zwei Rolltreppen auch um die 4,5 Minuten!) und kaufte mir ein Ticket für die äußere Haupttribüne um 40 Grivna bei einer jungen, englischsprechenden Dame.

22.07.2011; 20 Uhr: Dynamo Kiev 4:0 (0:0) Obolon Kiev
Walerij-Lobanowskyj Stadion, 10628 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... ObolonKiev

Das Stadion öffnete erst 1h vor Spielbeginn, wobei nur ein kurzer Blick in meinen Sack geworfen wurde und mir sinnloserweise die Plastikflasche (wobei sie eh quasi leer war) abgenommen wurde (weil im Inneren durfte man Plastikflaschen und Dosen so viel wie man wollte kaufen).
Das Spiel lief sehr ähnlich wie das am Vortag ab, und so gewann Dynamo verdient mit 4:0.
Stimmungsmäßig war ich ebenfalls positiv überrascht, Dynamo mit insgesamt 3 Supporterblöcken, wobei der von den Ultras mit Abstand der Größte war. Die Mitmachquote im Ultras-Block wusste sehr zu überzeugen, einzig die optische Inszenierung wäre noch verbesserungswürdig gewesen. Die anderen zwei Blöcke hatten zwar optisch mehr zu bieten, aufgrund ihrer Größe waren sie jedoch nur zu vernehmen, wenn der Ultras-Block mal nicht supportete. Obolon war mit rund 100 Fans anwesend, deren Support haute mich jedoch nicht wirklich vom Hocker.
Während des Spiels auch das erste Mal auf meiner Tour Schlechtwetter und so erreichte ich ziemlich nass mein Hostel, wo u.a. einige Amerikaner sich mit mir den 12er-Dorm (oder 14er?) teilten.

Samstags um 9 Uhr aus dem Hostel ausgecheckt und noch die letzten Stunden in Kiev genossen. Tipp: Wer gutes westliches Brot will, am Khreschatyk aus der U-Bahn-Station durch den Haupteingang raus und dann nach links eine Weile dem Fussgängerweg folgen und nach rund fünf Gehminuten sollte man einen Billa sehen!
Um 15 Uhr ging es dann bereits mit dem Nachtzug auf in Richtung Donezk (beim Späteren um 19 Uhr waren nämlich keine Platskartny-Karten mehr verfügbar). Endlich mal richtig gut im Zug geschlafen, hielt es die Provodniza für nötig, alle in Donezk aussteigenden Fahrgäste bereits 1h vor Ankunft – um 4 Uhr zu wecken.

In Donezk stellte ich bereits beim Aussteigen fest, was sich in der Stadt bestätigen sollte, nämlich dass die halbe Stadt eine Baustelle ist (Bahnhof, Flughafen, Straßen, Hochhäuser, ...).
Um 8.30 Uhr machte ich mich mit Tramnr. 1 auf zur Haltestelle Prospekt Mira, neben der sich die Donbass Arena befindet (Fahrzeit ca. 25 Minuten, Kosten 1 Grivna). Dort gleich mit zwei Studenten aus Saporischschja, die ebenfalls Karten für das Spiel kaufen wollten, ins Gespräch gekommen. Um 9.30 Uhr öffnete dann auch einer der Ticketschalter und ich konnte (bzw. die zwei aus Saporischschja taten dies, da man wenn man die FanID-Card hatte und drei Karten kaufte, eine kostenlos dazu bekam) mir meine Karte für 25 Grivna sichern. Danach bin ich noch mit den beiden ins Puzata Hata essen gegangen (2x kleine Salatschüssel, 3 Bortscheiben und eine 0,5l Coca-Cola-Flasche um 27 Grivna), wo sie mir erzählten, dass sie an der Universität deutsch als zweite Fremdsprache lernten (viel scheint es nicht zu nützen, wenn sie nicht mal die einfachsten Sätze verstehen und selbst auch keine zwei Sätze rausbringen) und danach von ihnen verabschiedet.
Nach dem Mittagessen noch die paar Sehenswürdigkeiten von Donezk angesehen und dann ziemlich früh bereits zum Stadion (welches im Übrigen ziemlich zentral liegt, keine 15 Minuten Fußweg vom Zentrum), wo ich mir die Zeit im sehr schönen Park bei bewölktem Wetter (erste Tag, an dem wirklich kaum die Sonne durchkam seit Reisebeginn) vertrieb.

24.07.2011; 19 Uhr: Shakhtar Donezk 2:1 (0:1) FC Karpaty Lviv
Donbass Arena, 40341 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... arpatyLviv

Stadionöffnung dann zwei Stunden vor Spielbeginn und die sehr oberflächliche Kontrolle (trotz Reiserucksack) über mich ergehen lassen und dann das erste Mal gestaunt, als ich sah, dass man durch die Drehkreuze in bestimmte Bereiche (z.B. Fankurve 2. Rang) geleitet wird und man somit ab diesem Zeitpunkt sich nur mehr in diesem Bereich bewegen kann (außer man läuft halt entlang der Tribüne rüber). Dann gleich die nächste negative Erkenntnis (wobei das hätte ich mir ja gleich denken können) – im Stadion kann man nur mit elektronischer Karte bezahlen. Aber in der Ukraine kann man es sich ja leisten (10UAH für die Karte + 20UAH für zwei Getränke aufgeladen). Shakhtar gewann aufgrund der drückenden Überlegenheit in der zweiten Halbzeit das Spiel verdient mit 2:1. Stimmungstechnisch war es vergleichbar mit dem Spiel in Kiev, nur das man Karpaty den Sonntagabendtermin und die lange Anreise zu Gute halten muss! Aufgrund meiner Position im Stadion konnte ich Karpaty akustisch nicht vernehmen. Das Stadion ist von außen zwar sehr ansprechend, innen sieht es jedoch gleich aus wie jede andere moderne Arena und leider komplett „verwestlicht“ (Kommerz, englische Beschriftung, elektronisches Zahlsystem und nicht mal die Miliz kontrolliert einen am Stadioneingang – stattdessen „Stewards“).

Um 22.43 Uhr ging es dann mit einem für ukrainische Verhältnisse äußerst kurzen Nachtzug (gerade mal drei Waggons), der NUR aus Sitzwagen bestand, nach Kharkiv. Das erste Mal auf dieser Tour (ein zweites Mal sollte noch folgen) schaffte es die UZ, einen Zug pünktlich an sein Ziel zu bringen, und so hatte ich noch von 5-7 Uhr Zeit, mir Kharkiv ein wenig anzusehen und den „U-Bahn-Punkt“ mir zu holen. Während der kleinen Erkundungstour staunte ich nicht schlecht, als um 5.30 Uhr an einem Montag Morgen bereits 15 Leute (habe sie beim Vorbeilaufen abgezählt) an der (äußeren) Kassa beim McDonalds anstanden. Um 7 Uhr dann wieder mit dem gleichen Zug wie bereits am Freitag nach Kiev gefahren und dort mit 25 Minuten Verspätung angekommen. In Kiev genehmigte ich mir noch ein letztes Mittagessen für diese Tour, ehe es um 15.24 Uhr endgültig wieder auf in Richtung Heimat ging.
In Chop noch die Fahrkarte nach Zahony gekauft, die mittlerweile 30,77 UAH kostet (2010 zahlte ich noch 26,27 UAH), weil die Ausreisegebühr (ist nur zu zahlen, wenn man mit dem Regionalzug die Ukraine verlässt) sich von 6,5 auf 10 UAH erhöht hat.
Die Grenzabfertigung in Zahony (HU) lief diesmal anders ab, als letzten Oktober: Zuerst wurden die Pässe aller Fahrgäste eingesammelt, ehe man ins Zollgebäude rübergeführt wurde (im Oktober wurde das Gepäck im Zug kontrolliert), wo dann jeweils fünf Personen aufgerufen wurden. Den Babuschkas aus der Ukraine wurde es ein wenig mulmig, weswegen sie versuchten, ihre Zigaretten auf einzelne Personen aufzuteilen (wurde auch gefragt, lehnte aber ab...) und kamen damit, was ich mitbekam, auch durch. Bei mir als EU-Bürger lief die Kontrolle ganz einfach ab: Rucksack öffnen, „Alcohol, Cigarettes?“ – „No“ – „Good bye“.
Gerade aus dem Zollgebäude rausgekommen, fuhr meine 1. Weiterfahrmöglichkeit vor meinen Augen davon. Aber da mein Ziel eh der EN Richtung Zürich um 22.26 Uhr ab Wien West war, konnte ich das gerade noch verkraften.
Die weitere Fahrt bis Wien verlief unspektakulär und so kam ich dort um 18 Uhr an. Einzig vielleicht erwähnenswert, dass der MAV-Schaffner im Railjet ausnahmsweise mal nicht nachfragte, ob ich aus Hegyeshalom sei und auch ja dort aussteige (so läuft es normalerweise ab, wenn man mit Inlandsfahrschein im internationalen Zug mitfährt).
In Wien noch einer Weißrussin geholfen, ihren Waggon nach Minsk zu finden und dafür abgeschmust worden. Nur leider war es halt keine 20-Jährige sondern eine 70-Jährige ;).
Und so stand um 21.15 Uhr dann auch bereits mein letzter Fernverkehrszug dieser Tour bereit, der heute (Dienstag) für einen Sommerferientag äußerst schlecht ausgelastet war. Ab Wien bis Salzburg teilte ich mein Abteil mit einem Chinesen und einer Südkoreanerin (EU-Rail). Der Chinese, der sehr gut deutsch sprach (sollten sich mal manche Türken, die schon Jahrzehnte hier leben ein Beispiel nehmen!), wusste einiges zu erzählen. Er kam aus Shenyang, ist als Student an einer Uni in Deutschland angemolden, reist zurzeit durch Österreich und hat seinen festen Wohnsitz zurzeit in Zagreb. Sein Geld verdient er sich als Straßenmusiker (war im Juli u.a. schon in Russland und der Ukraine) und sein Ziel ist es, einen Platz in einem Orchester zu bekommen. Die Südkoreanerin konnte in etwa so gut englisch, wie ich russisch – also gar nicht ^^.
Irgendwann war auch die letzte Nacht meiner Tour Geschichte und so erreichte ich um 7.20 Uhr nach neun Nächten unterwegs (sieben davon in Zügen) wieder mein Zuhause.

Fazit: Super Land, generell freundliche, interessierte und aufgeschlossene Leute. Englisch wird jedoch generell nur von Studenten gesprochen und nicht mal dort von allen, weswegen eine Reise in die Ukraine, wenn man sich nicht für irgendetwas speziell im Land interessiert (bei mir = Eisenbahn), mMn nur mit Russisch-Kenntnissen zu empfehlen ist!

Wer mehr von Kiev sehen will -> https://picasaweb.google.com/hhousepics ... DonezkKiev

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Blade » 02.08.2011 10:24

Es gab doch hier mal einen Thread ( ich glaube diesen ), in welchem eine Seite aufgeführt war, bei der alle Stadien der Schweiz ( und auch Europa ??? ) mit Bildern und Infos zu finden sind.

Weiss jemand, wie diese heisst? War zur letzten ChL Saison sehr aktuell und würde mir jetzt auch wieder helfen ;)

Danke

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von gilardino » 02.08.2011 11:01

Blade hat geschrieben:Es gab doch hier mal einen Thread ( ich glaube diesen ), in welchem eine Seite aufgeführt war, bei der alle Stadien der Schweiz ( und auch Europa ??? ) mit Bildern und Infos zu finden sind.

Weiss jemand, wie diese heisst? War zur letzten ChL Saison sehr aktuell und würde mir jetzt auch wieder helfen ;)

Danke
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Blade » 02.08.2011 13:07

gilardino hat geschrieben:
Blade hat geschrieben:Es gab doch hier mal einen Thread ( ich glaube diesen ), in welchem eine Seite aufgeführt war, bei der alle Stadien der Schweiz ( und auch Europa ??? ) mit Bildern und Infos zu finden sind.

Weiss jemand, wie diese heisst? War zur letzten ChL Saison sehr aktuell und würde mir jetzt auch wieder helfen ;)

Danke
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Ahhh genau! Danke!

Ich habs mit www.stade.ch versucht. ;)

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von General Lee » 30.08.2011 17:44

RB Salzburg- Rapid Wien 28.8.2011 16.00
0-0 15`500 Zuschauer (2000 Rapidler)

Eigentlich ist es ja fast eine Todsünde in diesem mit ehrwürdigen Berichten gefüllten Geschichten dieses Threads der Name: RB Salzburg zu nennen. Obschon für viele Fussballliebhaber und Verfechter des traditionellen Fussballs dieser Club der imbegriff des Bösen ist,(die Personifizierung des modernen Fussballs) war es mir trotzdem wichtig selbst ein Augenschein zu nehmen davon ob diese Kommerzalisierung wirklich der Tod der Fankultur ist. Und dazu war es ja ein Topspiel gegen Rapid wo schnell klar war auf welcher Seite meine Sympathie war. Plus die Karten wurden mir geschenkt. also gings Sonntag früh los zu dritt mit dem Auto über München nach Salzburg. In München schnell eine Rast eingelegt (Paulaner musste sein) dann nach 3 1/2 Stunden in Salzburg angekommen genauer gesagt in Wals- Siezenheim. Anfahrt zum Stadion ging fix gleich vor dem Stadion parkiert 2min Gehweg perfekt.
Das Stadion Wals-Siezenheim (aus Abneigung zum jetzigen Stadion-namen nenn ich es einfach mal so) bietet für etwas mehr als 30`000 Zuschauern Platz und ist in ihrer Form in sich geschlossen und auf 2 Etagen verteilt. der oberere Teil sehr Steil was zu guter Sicht führt und auch akkustisch sehr interessant ist. Absolutes No-Go die Discolampen am Stadiondach.
Die Heimfans standen in der "Südkurve und die Gäste aus Wien im Norden. Wir sassen auf der Osttribüne auf der 2 Etage, die einzige die offen war, etwa in der Mitte so konnte ich ideal dass Spielgeschehen verfolgen plus die beiden Fanlager. 30 Euro kostete der Spass mit Topspielzuschlag naja zum Glück geschenkt bekommen.
Zum Spiel: Bei den Bullen spielte Christian Schwegler nicht (ex-YB) er und weitere fehlten wegen einer Magen-Darm Virus dafür spielte auf der linken Seite Gonzalo Zàrate den Argentinier der früher in den Diensten von GC stand. Bei Rapid spielte Thomas Prager der ebenfalls Schweizer Vergangenheit hatte, wenn auch nur kurz (ex-Luzern) ansonsten eher unbekannte Namen Salzburg mit vielen Brasilianern wärend Rapid eher auf Eigengewächs setzt. der einzige den ich mir schon vor dem Spiel merken konnte war: Stefan Maierhofer. Er wechselte von den Wienern zu Salzburg und das Debüt gab er ausgerechnet gegen seinen Ex-club. Er hatte schon offenkundig gesagt das er lieber für Salzburg spielen möchte was die Jungs aus Hütteldorf gar nicht witzig fanden und ihn auch dementsprechend begrüssten.
In der 1 HZ hatte rapid mehr vom Spiel. Sie kontrollierten Gegner und Ball und liessen kaum Platz für die Bullen. Viele Angriffe liefen über rechts und die grünweissen kamen einige Male gefährlich vors Tor, dort fehlte es leider an der Durschlagskraft oder an dem bis dahin besten Salzburger: Goalie Eddie Gustafsson. Lange lief nichts spannendes so dass ich Zeit hatte die "Südkurve" der Mozartstädtler zu beobachten. Man hörte ja vieles über dieses Eventpublikum“ ohne Rückhalt seien sie und keinen Sinn für Traditionen, Leuten denen es egal ist das die Farben eines Clubs und Name einfach mal so geändert werden, dass eine Firma zu 100% den Club besitzt und alle Rechte daran hat. Dass dies alles so hingenommen wird seine Seele verkauft für angeblichen besseren Erfolg und Ruhm in der CL (wovon man heute noch träumt und heute noch nicht erreicht hat) Ja auf diese Leute wahr ich gespannt.
Und…es war alles wahr was man sagt. Scheusslich wie zerstörerisch der moderne Fussball für Fankultur und Club sein kann. Da standen sie doch kompakt in der Kurve hinter einem Fetzen „Mythos Salzburg“ (genau irgendwann mal vor 10 Jahren mal) Sangen Fanlieder aus der tiefsten Kuttenzeit abwechselnd mit Halli Galli-Liedern wie „eins kann mir keiner nehmen….“ Oder wie: „jetzt geht’s los, jetzt geht’s los wir singen immer wieder…..“ unterstützt mit so Fecher-ähnlichen Dingern die man auf Geländer oder auf die Hand schlagen konnte und so künstliche Stimmung erzeugen sollte. Diese gabs im ganzen Stadion. Unbändiges kopfschütteln. Auch kaum Fahnen waren auszumachen (ausser anfangs Spiel die 3 Grossen auf dem Feld) waren da nur 3 kleinere Fahnen davon 1 Red Bull Sponsorenfahne.
Angeführt wurde der Haufen von einem Capo mit Mikrofon mehr Spasst als Capo wie auch wenn in der ersten Reihe Kinder stehen. Auch eher schwach die anfängliche „Choreo“ wen man dem so sagen kann, 2 Rote Bullen die von links nach rechts ein Rapid Logo zerstören….
Das mochte den rapid Anhang kaum beeindruckt haben. Auch nicht das Spruchband: Rapidszene die Schande Österreichs eher kam ein lachen aus der Gästekurve. Verständlich bei der Doppelmoral…… Solch eine Szene¨, wenn man das so nennen kann, verdient auch ihn 10 Jahren keinen Respekt!!
Eher den Nerv getroffen hatte folgendes Spruchband der Salzburger: „Stefan Maierhofer herzlich willkommen!! Dies liess die Rapidler dann doch zu einem Pfeiffkonzert hinreissen.
Und zum Glück für Wien kam dan genau dieser Maierhofer nicht zum Abschluss in der 40 Min als Salzburg erstmals gefährlich vors Tor kam. Zarate hatte sauber reingeflankt und Maierhofers Kopfball strich nur knapp über die Latte. Dann war Pause. Ich zog mir ein Stiegler-Bier rein ( nicht schlecht gibt aber bessere Biere in der Austria) und eh Leberkässemml 5.50 Euro passt.
Leicht gestärkt gings in die 2 Halbzeit und da waren die Bullen doch recht motivierter und Rapid plötzlich unter Druck. Nichts ging mehr bei den Hauptstädlern als ob alles 180 Grad gewechselt hätte. RB wurde von Minute zu Minute stärker und Rapid wäre nun sicher froh gewesen um die akkustische Unterstützung ihrer Fans. Doch diese Boykottieren noch immer jegliche Stimmung seit dem vorletztem Derby gegen die Violetten und dem anschliessendem Platzsturm. Noch immer auf Kriegsfuss mit dem Vorstand. Haben eine ähnliche Situation wie wir damals nach dem Choreoverbot. Zurück zum Spiel: Maierhofer nun Dauergast im Strafraum von Rapid und war den 1-0 schon sehr nahe. Denoch reicht es nicht zum Sieg die Durchschlagskraft fehlte und Rapid war nach einer Stunde nur einfach froh um das Unentschieden halten zu können. So bliebs auch zum Schlusspfiff. Ein biederes Spiel bei traumhaften 25 Grad hatten beide Ihre Chancen mehr nicht. Ziemlich enttäuschend für das das beide Vereine Titelambitionen haben. Die Gästefans wurden noch 15min zurückgehalten und dann durften auch diese raus. Erstaunlich: konnten sich diese nach Auslass frei ums Stadion bewegen!!!! Paar Bullen waren da aber diese hatten keine Lust gross Strassen in Robocpo-manier abzusperren. Auch keine Kastenwagen waren zu sehen die Polizei stand einfach nur an den beiden Ecken des Stadions. Wieso nicht mal so bei uns???

Fazit: Ein Ort den man mal gesehen hat aber nicht mehr hin will
Nächster Ground dann Wien oder Graz mal schauen wie der FCSG dann spielt.
Wenn unsere Fahnen nicht mehr wehen, wird auch der Verein mit uns untergehen!

St. Gallen für immer!! egal wie, egal wo...

hhouse
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von hhouse » 09.09.2011 12:45

28.08.2011; 15.45 Uhr: Heart of Midlothian 2:0 (1:0) Hibernian Edinburgh
Tynecastle Stadium, 15868 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... rghGlasgow

Bis zum frühen Nachmittag also noch die Stadt angeschaut und dann von Waverley (=Hauptbahnhof) mit dem Zug nach Haymarket, von wo man rund 20 Minuten bis zum Tynecastle Stadium läuft. Dort noch die Karte abgeholt (21 GBP für Student) und ohne Kontrolle ins Stadion. Das Spiel war zwar nicht ausverkauft, mit 15868 Zuschauern jedoch gut besucht. Das Niveau des Spiels war nicht wirklich beeindruckend, die Hearts gewannen aber doch verdient mit 2:0. Stimmungsmäßig gewannen dafür mMn die Hibs, die zumindest bis sie in Rückstand gerieten einen ganz passablen Support zeigten. Die Hearts-Fans, deren Blöcke sich scheinbar auf der Haupt- und Gegentribüne befanden, enttäuschten mich dagegen sehr, erst nach dem 2:0 kam endlich ein wenig Stimmung auf.
Positiv für beide Fanseiten noch zu erwähnen, dass auch Pyrotechnik eingesetzt wurde. Vor Spielbeginn flog aus dem Auswärtssektor ein grüner Rauchtopf auf das Spielfeld, was vom Hearts-Supporterblock mit einem Bengalenwurf in Richtung Auswärtssektor zur Kenntnis genommen wurde und nach dem 1:0 wurde noch ein oranger Rauchtopf gezündet. Nach Spielschluss geschah nichts mehr (oder ich bekam zumindest nichts mit).

30.08.2011; 19.45 Uhr: Glentoran FC 1:1 (1:0) Coleraine
The Oval, ca. 1000 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... CColeraine

1,5 Stunden vor Spielbeginn dann wieder zum Stadion aufgebrochen, und 7 Pfund Eintritt bezahlt. Als Dank dafür, dass es keine Eintrittskarte gab, noch eine Stadionzeitung um 3 Pfund (was für eine Abzocke) gekauft. Das Stadion gefiel mir ziemlich gut, wobei die Sicht vom Unter- als auch vom Oberrang der Haupttribüne nicht gerade die Beste war. Das Spiel war dann eh ganz ansehnlich, bereits nach wenigen Minuten das 1:0 für Glentoran, und dabei blieb es bis zur Halbzeit. In Halbzeit zwei gelang Coleraine dann jedoch noch der Ausgleich zum 1:1, was dann auch der Endstand war. Von Seiten der Fans war es dafür eine einzige Enttäuschung (wobei ich ja eh nichts erwartet habe), weil es rein gar nichts zum Sehen/Hören gab.

02.09.2011; 19.45 Uhr: Irland 0:0 Slowakei
Aviva Stadium, 44761 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... ndSlowakei

Nach dem Abendessen machte ich mich auf in Richtung Stadion. Bereits über 100m vom Stadion entfernt fand eine erste Ticketkontrolle statt (man hat am Stadion was ich gesehen habe auch keine Karten mehr kaufen können). Beim richtigen Eingang muss man nur sein Ticket stecken, keine Kontrolle, nichts. Das Stadion gefiel mir innen, als auch außen sehr gut, insbesondere die Fassade. Supportmäßig war es auf beiden Seiten zwar nicht kreativ, aber wenigstens ziemlich laut. Die Slowaken waren zahlenmäßig ziemlich gut vertreten, obwohl ich in der Stadt kaum welche gesehen habe. Das Spiel endete trotz klaren Vorteilen für die Iren mit 0:0. Die Zuschauerzahl war für die Bedeutung des Spiels doch ein wenig enttäuschend (hätte mir eigentlich ein ausverkauftes Stadion erwartet), aber bei den Eintrittspreisen kein Wunder.

06.09.2011; 20.15 Uhr: Luxemburg 2:1 (1:0) Albanien
Stade Josy Barthel, 2132 Zuschauer
Bilder: https://picasaweb.google.com/1057413438 ... banienGent

Beim Stadion nach den ersten Fotos auf zur Kassa gemacht und dort dann mal so richtig Glück gehabt: Ich ziehen einen 20er raus (Ticket für Block hinter dem Tor hätte 15 Euro, für überdachte Haupttribüne 50 (!!!!) Euro gekostet, plötzlich fragt mich einer „Français?“ – Ich „No, Autriche“ und drehe mich wieder zur Kassa, zehn Sekunden später drückt er mir ein Billet für die Haupttribüne in die Hand. Meine Flaschen durfte ich am Eingang abgeben, bekam sie aber nach Spielschluss wieder. Drinnen drückte der Mann mir noch eine Plastikkarte für den VIP-Bereich in die Hand und rein ging es ins VIP-Zelt. Nachdem ich ihm erzählte, wo ich schon überall Spiele gesehen habe, fragte er ernsthaft, ob ich ein Scout bin (mit 18 Jahren lol). Danach wurde mir so einiges klar – er ist Scout bei AS Nancy, kann auf der ganzen Welt Spieler beobachten (am Wochenende z.B. in Luzern) und hat damit wohl einen der schönsten Jobs den man haben kann. Er erzählte mir, dass er 13 Jahre Profifußball gespielt habe und dabei zwei Meistertitel gewann (sein Spielerprofil -> http://www.fussballtransfers.com/spiele ... rtin-32003). Mich bat er um Empfehlungen bezüglich österreichischen Stürmern und defensiven Mittelfeldspielern sowie Skigebieten. Empfahl ihm u.a. Hamdi Salihi, den er auch heute Abend beobachten konnte, nachdem dieser nach 25 Minuten jedoch erst einen Ballkontakt hatte, wunderte er sich, warum ich ihm den Spieler empfohlen habe. Versuchte ihm zu erklären, dass er ein sehr effektiver Spieler ist, der wenig Chancen für ein Tor braucht, was aber nur bedingt gelang, da er kaum Englisch und Deutsch sprach.
25 Minuten vor Spielbeginn auf die Tribüne und bereits jede Menge Albaner da. Stimmungstechnisch Luxemburg flop, Albanien ganz ok für dass das es für sie um nichts mehr ging – u.a. ein paar Bengalen und ein roter Rauchtopf wurden gezündet. In der Halbzeit dann noch die E-Mail-Adresse von Martin Eric gesichert und dann von ihm verabschiedet (in der 2. Halbzeit wollte er beim Sprecher oben sitzen). Das Spiel war zwar nicht sonderlich gut, aber zumindest gab es zwei rote Karten sowie ein schönes Tor der Luxemburger (das 2:1) zu sehen. Nach Spielschluss noch für zwei Stunden ins VIP-Zelt gegangen und Jeff Strasser aus unmittelbarer Nähe gesehen sowie mit zwei Luxemburgern ins Gespräch gekommen. So verging die Zeit relativ schnell, zwei Stunden nach Spielschluss war jedoch fast nichts mehr los und auch mein Gesprächspartner verließ das VIP-Zelt, weswegen ich mich auch auf in Richtung Bahnhof machte.

Wer sich für den kompletten Reisebericht interessiert -> http://www.austria-lustenau.info/forum/ ... #post93897

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von kafigott » 23.10.2011 22:07

@italienfussball-kenner

Ich möchte mit einem kollegen juve-napoli schauen gehen. Habe keine erfahrungen in italien.
Irgendwelche tips beim ticketkauf? Hätte bei viagogo tix für curva sud, ca. 100€.
Und wie ist es mit ticket weitergeben, ist das möglich? Weil falls ich nicht kann wegen geburt meines kindes ;-)

Übrigens, wollte das in einen serie-a-thread schreiben, gibts den überhaupt?

Gruss kafigott
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von kafigott » 27.10.2011 23:20

Jemand? ;-)
kafigott hat geschrieben:@italienfussball-kenner

Ich möchte mit einem kollegen juve-napoli schauen gehen. Habe keine erfahrungen in italien.
Irgendwelche tips beim ticketkauf? Hätte bei viagogo tix für curva sud, ca. 100€.
Und wie ist es mit ticket weitergeben, ist das möglich? Weil falls ich nicht kann wegen geburt meines kindes ;-)

Übrigens, wollte das in einen serie-a-thread schreiben, gibts den überhaupt?

Gruss kafigott
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Luigi » 28.10.2011 00:03

kafigott hat geschrieben:Jemand? ;-)
kafigott hat geschrieben:@italienfussball-kenner

Ich möchte mit einem kollegen juve-napoli schauen gehen. Habe keine erfahrungen in italien.
Irgendwelche tips beim ticketkauf? Hätte bei viagogo tix für curva sud, ca. 100€.
Und wie ist es mit ticket weitergeben, ist das möglich? Weil falls ich nicht kann wegen geburt meines kindes ;-)

Übrigens, wollte das in einen serie-a-thread schreiben, gibts den überhaupt?

Gruss kafigott
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von kafigott » 28.10.2011 13:09

Ok, danke.
[/quote]
Frag mal Gilardino.[/quote]
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von louk » 05.01.2012 14:39

Hat jemand bereits Erfahrungen mit dem Ticketkauf in England?
Konkret möchte ich West Ham vs Millwall am 4. Februar anschauen gehen. Ich komme auf der Homepage von West Ham nicht zurecht. Ich wollte mir die Membership für 30 Pfund kaufen, habe nun aber irgendeinen Account auf der Hompage mit dem ich was-weiss-ich machen kann und habe nichts gezahlt.

Lohnt es sich überhaupt eine Membership für ein Spiel zu kaufen oder fahre ich günstiger wenn ich mir auf dem Schwarzmarkt Ticketskaufen würde?
Oder könnte ich evt. sogar im regulären Vorverkauf zu Tickets kommen?
Und wo erfahre ich wann der reguläre Vorverkauf beginnt?

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Zidane10 » 05.01.2012 15:02

louk hat geschrieben:Hat jemand bereits Erfahrungen mit dem Ticketkauf in England?
Konkret möchte ich West Ham vs Millwall am 4. Februar anschauen gehen.
Wirst wohl gar keine Tickets kriegen für dieses Spiel & wenn dann zu völlig überteuerten Preisen auf dem Schwarzmarkt, meine Einschätzung..

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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von Ostblock » 05.01.2012 15:15

louk hat geschrieben:West Ham vs Millwall am 4. Februar

aha ein Kenner, hätte ich mir auch gerne angetan, Millwall bei den Hammers ist defintiv was vom geilsten, heissesten und wildesten, was die Insel zu bieten hat (gut es war auch mal schwieriger ;) )!!!! Freue mich jetzt schon auf deinen ausführlichen Bericht!! Hoffe, dass du an Tickets kommst, regulär wirds wohl schwierig ... seitdem es 2009 gekracht hat, spinnen die sonst schon "Millwall-Paranoiden" Engländer noch mehr
Wie hatte Heusler doch am Schluss des Symposiums so schön gesagt? "Glauben Sie nicht jenen, die nie in ein Stadion gehen, dass ein Fußballspiel ein Hochrisiko-Anlass sei."

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poohteen
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Re: Groundhopping Thread

Beitrag von poohteen » 05.01.2012 15:57

louk hat geschrieben:Hat jemand bereits Erfahrungen mit dem Ticketkauf in England?
Konkret möchte ich West Ham vs Millwall am 4. Februar anschauen gehen. Ich komme auf der Homepage von West Ham nicht zurecht. Ich wollte mir die Membership für 30 Pfund kaufen, habe nun aber irgendeinen Account auf der Hompage mit dem ich was-weiss-ich machen kann und habe nichts gezahlt.

Lohnt es sich überhaupt eine Membership für ein Spiel zu kaufen oder fahre ich günstiger wenn ich mir auf dem Schwarzmarkt Ticketskaufen würde?
Oder könnte ich evt. sogar im regulären Vorverkauf zu Tickets kommen?
Und wo erfahre ich wann der reguläre Vorverkauf beginnt?
Regulär wirst du nix bekommen für dieses Spiel, selbst wenn's nicht mal ausverkauft ist. Schon vor einem Jahr bei QPR gegen Millwall wollte ich Tickets via Membership kaufen, doch es klappte nicht, obwohl noch einige 1000 Plätze leer blieben. Musst schon länger als Fan registriert sein. So kurzfristig dürfte es nicht klappen. Und schon gar nicht bei diesem Hassderby schlechthin!
[b][size=75]Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. [i][color=RED]Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten[/color][/i][/size][/b]

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