Saison 21/22

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gordon
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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 29.05.2021 15:07

Geier hat geschrieben:
29.05.2021 14:07
Ich verstehe die Diskussion um die Ligavergrösserung. Sie ist schon seit Jahren immer wieder Thema bei Fans, Journalisten und Clubs. Die drei Hauptargumente sind dabei:
-spannender Titelkampf
-Nicht 4 mal in der Saison gegen den gleichen Gegner spielen.
-Mehr Ruhe und weniger Abstiegssorgen, wie in anderen Ländern



Das dritte Argument stimmt einfach nicht zu 100%. Es kommt bei einer Ligavergrösserung immer darauf an, wie viele Abstiegsplätze in einer neuen Liga vorhanden sind. Wir haben momentan 1 Mannschaft, die direkt absteigt (10% der Liga) und eine Mannschaft in der Barrage (wieder 10% der Liga). Im besten Fall müssen nur 10% der Mannschaften absteigen (Eine) oder im schlechtesten Fall 20% der Mannschaften (Zwei). Nehmen wir an, dass die Barrage eine 50-50 Angelegenheit ist, so sind 15% der Mannschaften vom Abstieg betroffen (oder einfach gesagt 1.5 Mannschaften). Bei gleicher Rechnung (Barrage ist die "halbe" Mannschaft gefärdet, oder besser gesagt jede 2 Saison 1 Mannschaft) sind in Deutschland (18 Mannschaften, 2 Abstiegsplätze, 1 Barrage) 11,1% + 2.25% = 13.35% Mannschaften vom Abstieg gefährdet. Der Prozentssatz ist minimal kleiner, dafür ist der Prozentsatz bei den Direktabstiegsplätzen leicht erhöht im Gegensatz zur Schweiz.
In England, Spanien und Italien sind es 3 Direktabstiegsplätze auf 20 Mannschaften. Das bedeutet, dass genau 15% der MAnnschaften direkt vom Abstieg betroffen, was mit dem Wert der Schweiz übereinstimmt, es jedoch keine Barrage gibt.
Sorry, diese aussage zu argumentation 3 finde ich völlig falsch. Es kommt nicht darauf an, wieviele manschaften prozentual absteigen, sondern wieviel prozentual im abstiegskampf stecken und somit nicht planen können geschweige denn auch mal die jungen bringen. Und da behaupte ich, sind bei uns regelmässig mind 50% im abstiegskampf involviert und da zählt die barrage nicht mit 5% sondern 10%, da die mannschaft in der barrage erst ende mai weiss, in welcher liga sie zukünftig spielt und somit erst dann planen kann
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Geier
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Geier » 29.05.2021 15:31

Sorry, diese aussage zu argumentation 3 finde ich völlig falsch. Es kommt nicht darauf an, wieviele manschaften prozentual absteigen, sondern wieviel prozentual im abstiegskampf stecken und somit nicht planen können geschweige denn auch mal die jungen bringen. Und da behaupte ich, sind bei uns regelmässig mind 50% im abstiegskampf involviert und da zählt die barrage nicht mit 5% sondern 10%, da die mannschaft in der barrage erst ende mai weiss, in welcher liga sie zukünftig spielt und somit erst dann planen kann


Lieber Gordon
Zum ersten Teil: Da hast du leider Unrecht: Natürlich besteht einen Zusammenhang zwischen Anzahl Abstiegsplätzen und den involvierten Mannschaften im Abstiegskampf. Nur kommt dann noch die Komponente Ausgeglichenheit der Liga ins Spiel. Die ist bei uns relativ hoch, was unteranderem mit der ausgeglichenen Finanzsituation vieler Clubs zu tun hat.

Zum zweiten Teil: Da hast du recht. Man sollte vielleicht bezüglich der Planung eher mit 20% Abstiegsplätze rechnen. Da ich aber eine Ligaerhöhung ausschliesse, weil sie zu einer SChwächung der Challenge League und zu einer Totengräberliga führen würde (siehe meinen ganzen Beitrag), wäre die einzige noch verbleibende Option die Barrage wieder zu streichen und nur noch einen Absteiger/Aufsteiger zu haben. Dann ist jedoch die Wahrscheinlichkeit einfach sehr hoch, dass es in den meisten Jahren ab der 30 Runde für 50% der Mannschaften um nichts mehr geht und Mannschaften wie Zürich können weiter "Wursteln" ohne Druck.

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Ben King
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Ben King » 29.05.2021 16:05

gordon hat geschrieben:
29.05.2021 15:07
Geier hat geschrieben:
29.05.2021 14:07
Ich verstehe die Diskussion um die Ligavergrösserung. Sie ist schon seit Jahren immer wieder Thema bei Fans, Journalisten und Clubs. Die drei Hauptargumente sind dabei:
-spannender Titelkampf
-Nicht 4 mal in der Saison gegen den gleichen Gegner spielen.
-Mehr Ruhe und weniger Abstiegssorgen, wie in anderen Ländern



Das dritte Argument stimmt einfach nicht zu 100%. Es kommt bei einer Ligavergrösserung immer darauf an, wie viele Abstiegsplätze in einer neuen Liga vorhanden sind. Wir haben momentan 1 Mannschaft, die direkt absteigt (10% der Liga) und eine Mannschaft in der Barrage (wieder 10% der Liga). Im besten Fall müssen nur 10% der Mannschaften absteigen (Eine) oder im schlechtesten Fall 20% der Mannschaften (Zwei). Nehmen wir an, dass die Barrage eine 50-50 Angelegenheit ist, so sind 15% der Mannschaften vom Abstieg betroffen (oder einfach gesagt 1.5 Mannschaften). Bei gleicher Rechnung (Barrage ist die "halbe" Mannschaft gefärdet, oder besser gesagt jede 2 Saison 1 Mannschaft) sind in Deutschland (18 Mannschaften, 2 Abstiegsplätze, 1 Barrage) 11,1% + 2.25% = 13.35% Mannschaften vom Abstieg gefährdet. Der Prozentssatz ist minimal kleiner, dafür ist der Prozentsatz bei den Direktabstiegsplätzen leicht erhöht im Gegensatz zur Schweiz.
In England, Spanien und Italien sind es 3 Direktabstiegsplätze auf 20 Mannschaften. Das bedeutet, dass genau 15% der MAnnschaften direkt vom Abstieg betroffen, was mit dem Wert der Schweiz übereinstimmt, es jedoch keine Barrage gibt.
Sorry, diese aussage zu argumentation 3 finde ich völlig falsch. Es kommt nicht darauf an, wieviele manschaften prozentual absteigen, sondern wieviel prozentual im abstiegskampf stecken und somit nicht planen können geschweige denn auch mal die jungen bringen. Und da behaupte ich, sind bei uns regelmässig mind 50% im abstiegskampf involviert und da zählt die barrage nicht mit 5% sondern 10%, da die mannschaft in der barrage erst ende mai weiss, in welcher liga sie zukünftig spielt und somit erst dann planen kann
Die Mannschaften können jetzt für die neue Saison planen. Zeit ist genug. Abstiegsangst, Abstieg, Ligaerhalt, Zittern, etc. gehören dazu. Das muss man aushalten können. Warum sollte die ganze Spannung aus der Liga rausgenommen werden? Ein bisschen Leiden muss sein! Ist nur meine Meinung.
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gordon
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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 29.05.2021 21:12

Ben King hat geschrieben:
29.05.2021 16:05
gordon hat geschrieben:
29.05.2021 15:07
Geier hat geschrieben:
29.05.2021 14:07
Ich verstehe die Diskussion um die Ligavergrösserung. Sie ist schon seit Jahren immer wieder Thema bei Fans, Journalisten und Clubs. Die drei Hauptargumente sind dabei:
-spannender Titelkampf
-Nicht 4 mal in der Saison gegen den gleichen Gegner spielen.
-Mehr Ruhe und weniger Abstiegssorgen, wie in anderen Ländern



Das dritte Argument stimmt einfach nicht zu 100%. Es kommt bei einer Ligavergrösserung immer darauf an, wie viele Abstiegsplätze in einer neuen Liga vorhanden sind. Wir haben momentan 1 Mannschaft, die direkt absteigt (10% der Liga) und eine Mannschaft in der Barrage (wieder 10% der Liga). Im besten Fall müssen nur 10% der Mannschaften absteigen (Eine) oder im schlechtesten Fall 20% der Mannschaften (Zwei). Nehmen wir an, dass die Barrage eine 50-50 Angelegenheit ist, so sind 15% der Mannschaften vom Abstieg betroffen (oder einfach gesagt 1.5 Mannschaften). Bei gleicher Rechnung (Barrage ist die "halbe" Mannschaft gefärdet, oder besser gesagt jede 2 Saison 1 Mannschaft) sind in Deutschland (18 Mannschaften, 2 Abstiegsplätze, 1 Barrage) 11,1% + 2.25% = 13.35% Mannschaften vom Abstieg gefährdet. Der Prozentssatz ist minimal kleiner, dafür ist der Prozentsatz bei den Direktabstiegsplätzen leicht erhöht im Gegensatz zur Schweiz.
In England, Spanien und Italien sind es 3 Direktabstiegsplätze auf 20 Mannschaften. Das bedeutet, dass genau 15% der MAnnschaften direkt vom Abstieg betroffen, was mit dem Wert der Schweiz übereinstimmt, es jedoch keine Barrage gibt.
Sorry, diese aussage zu argumentation 3 finde ich völlig falsch. Es kommt nicht darauf an, wieviele manschaften prozentual absteigen, sondern wieviel prozentual im abstiegskampf stecken und somit nicht planen können geschweige denn auch mal die jungen bringen. Und da behaupte ich, sind bei uns regelmässig mind 50% im abstiegskampf involviert und da zählt die barrage nicht mit 5% sondern 10%, da die mannschaft in der barrage erst ende mai weiss, in welcher liga sie zukünftig spielt und somit erst dann planen kann
Die Mannschaften können jetzt für die neue Saison planen. Zeit ist genug. Abstiegsangst, Abstieg, Ligaerhalt, Zittern, etc. gehören dazu. Das muss man aushalten können. Warum sollte die ganze Spannung aus der Liga rausgenommen werden? Ein bisschen Leiden muss sein! Ist nur meine Meinung.
Geht halt darum, dass man vielleicht während der saison auch öfter nachwuchsspieler einsetzen könnte, die sonst nicht zum zuge käme. Ich bin überzeugt, dass zeidler gewisse junge spieler öfter eingesetzt hätte, wenn wir nicht im abstiegskampf gewesen wären. Ebenso kann längerfristig geplant werden. Da musst du vielleicht nicht eine notleihe wie adamu (cool war er bei uns) machen, sorgt für mehr finanzielle stabilität etc.

Aber der spannungseffekt ist sicher ein argument, zu mal wir halt schon sauwenig ecplätze haben.
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Fabiano » 30.05.2021 08:34

gordon hat geschrieben:
29.05.2021 21:12
Aber der spannungseffekt ist sicher ein argument, zu mal wir halt schon sauwenig ecplätze haben.
Das verstehe ich nicht! :roll:

Von 9 Schweizer Super League Teams spielen nächstes Jahr 4 (!) europäisch, das sind 44.4% der ganzen Liga!!! Sauwenig? Wieviele Ligen in Europa haben denn mehr....? :confused:

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gordon
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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 30.05.2021 09:51

Fabiano hat geschrieben:
30.05.2021 08:34
gordon hat geschrieben:
29.05.2021 21:12
Aber der spannungseffekt ist sicher ein argument, zu mal wir halt schon sauwenig ecplätze haben.
Das verstehe ich nicht! :roll:

Von 9 Schweizer Super League Teams spielen nächstes Jahr 4 (!) europäisch, das sind 44.4% der ganzen Liga!!! Sauwenig? Wieviele Ligen in Europa haben denn mehr....? :confused:
Geht um die situation bei einer ligaaufstockung. 1 ecplatz gehört dem cupsieger, dann sind es noch die ersten 3. Bei einer 16ner liga ginge es also um 5 plätze (2 absteiger und 3 ecplätze), der rest wäre mittelfeld
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Fabiano » 30.05.2021 10:22

gordon hat geschrieben:
30.05.2021 09:51
Fabiano hat geschrieben:
30.05.2021 08:34
gordon hat geschrieben:
29.05.2021 21:12
Aber der spannungseffekt ist sicher ein argument, zu mal wir halt schon sauwenig ecplätze haben.
Das verstehe ich nicht! :roll:

Von 9 Schweizer Super League Teams spielen nächstes Jahr 4 (!) europäisch, das sind 44.4% der ganzen Liga!!! Sauwenig? Wieviele Ligen in Europa haben denn mehr....? :confused:
Geht um die situation bei einer ligaaufstockung. 1 ecplatz gehört dem cupsieger, dann sind es noch die ersten 3. Bei einer 16ner liga ginge es also um 5 plätze (2 absteiger und 3 ecplätze), der rest wäre mittelfeld
Alles klar. Jetzt verstanden.
Gruss,
Fabiano

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Braveheart
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Braveheart » 30.05.2021 10:38

Geier hat geschrieben:
29.05.2021 14:07

Weitere Argumente liefert das Team von Zürilive mit ihrem sehr spannenden Artikel:
https://www.zuerilive.ch/2020/03/vergeu ... ich-waere/
Einerseits sehr interessante Überlegungen zur Symbiose der Ligen und das drohende Ausbluten der ChL. So habe ich es in der Tat noch nicht betrachtet. Andererseits aber viel Zahlenmaterial, das man auch skeptisch betrachten muss. Logisch geht der Zuschauerschnitt zurück, wenn zwei zuschauerschwache Clubs dazukommen. Gleich wie wenn der FCZ ab- und Vaduz oder Thun aufsteigen. Der Kommentar von Fredi Kurt unter dem Artikel hat darum auch seine Punkte.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von Geier » 30.05.2021 11:44

Ich finde es wird wieder etwas an der Sache vorbei diskutiert und um kleine Details (Zahlen) gestritten. Fakt ist doch, dass wir bei einer Ligaerhöhung auf 12/14 oder 16 Teams gleichzeitig eine Abwertung der Challenge League in Kauf nehmen und dadurch ein Problem entsteht das ich schon beschrieben habe:
Das zweite und wichtigste Argument gegen ein Ligavergrösserung ist folgender: Jedes Land braucht mindestens 2 Profiligen. Das bedeutet, dass auch die Challenge League eine Profiliga sein muss, sonst ist ein Abstieg aus der obersten Liga gleichbedeutend mit dem Rückschritt in den Amateurfussball, was für die meisten Klubs den Niedergang bedeutend würde (fehlende TV-Einnahmen, keine Konkurenz, fehlende Spannung,...usw.). Für eine gesunde Liga ist eine gute 2 Liga essenziell. Je besser und attraktiver die 2 Liga, desto weniger gross ist der Unterschied bezüglich Qualität und Attraktivität (Zuschauer), desto weniger schlimm ist ein Abstieg für ein Traditionsklub (siehe die 2. Bundesliga in Deutschland, die sehr attraktiv ist und somit auch die meisten "grossen" Clubs einen Abstieg verkraften).
Eine Ligavergrösserung in der Schweiz würde die Challenge League empfindlich schwächen, da in der SChweiz einfach nicht viel mehr Potenzial als für 20 moderne Proficlubs vorhanden ist (Zuschauer-/Stadion-/Finanz-technisch). Das Ziel muss sein, dass die Challenge LEague Jahr für Jahr attraktiver wird (auch mit ein paar grösseren Clubs als Zugpferde). Winterthur, Aarau, Neuenburg und Thun bringen doch ein paar Zuschauer hin und sind schon etwas "kultig". Immer mehr Menschen sehen dies auch so (Mämä Sykora). Das tut gut. So können Clubs wie Zürich, Luzern oder St.Gallen auch mal absteigen ohne das alle Zuschauer gerade abspringen. Ich finde es auch gut das die Challenge LEague nur einen Absteiger hat (nur 10% der Mannschaften). So ist die Gefahr aus dem "Profifussball" abzusteigen nicht so gross. Alle 20 Clubs kriegen auch genügend TV-Geld, um ein Proficlub zu bleiben. MEhr TV-Gelder sind nicht möglich, also wären mehr als 20 Proficlubs auch nicht möglich. Und je mehr Qualität in der Challenge League vorhanden ist (junge Talente usw.) desto stärker wird die Super LEague (Druck steigt). Dies ist jedoch ein langsamer Prozess, der über Jahre andauert. Nach meinem empfinden hat die Challenge League in den letzten 10 Jahren an Attraktivität gewonnen, was dem Schweizer Fussball gut tut. Kein Club verschwindet mit einem Abstieg aus der Super LEague im Nirvana der Amateurclubs, sondern kann sich wieder aufraffen. Der Abstieg ist dann einfach eine Ohrfeige. Man kann aber in der Challenge League überleben. Wenn die Entwicklung der Challenge LEague so weiter geht, dann haben wir in der Zukunft eigentlich eine 20er Liga (mit 2 Meistern) und nur mit nur einem Absteiger (dieses Jahr Chiasso). Du kannst dann egal ob Challenge LEague oder Super League ruhig arbeiten und deine Talente ausbilden. Ähnlich macht es ja eigentlich schon VAduz und Thun. Egal ob sie oben oder unten sind, sie bleiben an ihrem Konzept treu und müssen auch nicht gross ihr Budget anpassen.

Will man den SChweizer Fussballstandort/Ligen verbessern, brauchen wir nicht ein anderes Ligasystem, sondern die einzelnen Mannschaften in der Challenge und Super LEague müssen ihren Fussball und ihren Club attraktiver machen. Man kann auch als langjähriger Challenge League Club attraktiv sein (siehe Winterthur) und dies muss das Ziel für die Schweiz sein. Jeder einzelne Club muss daran arbeiten. Nicht mit Geld, sondern mit Zuschauergebundenheit, kultigen und kreativen Ideen (Siruptribüne) und anderen Massnahmen, den die Zuschauer im Stadion, die Sponsoren sowie die Zuschauer vor dem TV locken. Sie sichern das Überleben des Clubs und nicht, ob die Liga 10 oder 14 Mannschaften hat (nur kurzfristiger Effekt).
Erst wenn sich mehrere Clubs (min. 4-8 Clubs) in der Promotion League zu Proficlubs entwickeln, können wir über eine Aufstockung der Challenge League respektive der Super League sprechen. Da sind wir aber noch weit entfernt. Wenn bis vor kurzem noch bei möglichen Aufstiegsanwärtern (Rapperswil) Spieler wie Vujo Gavric (Der Bachelor) spielten :D , dann sind wir glaube ich noch nicht so weit. Das sich aber etwas entwickelt, sieht man bei Yverdon, die jetzt auch etwas Geld in die Hand genommen haben.
Andererseits zahlen die meisten Challenge League-Teams jedoch noch einen Lohn von ca. 2000-3000 Franken, was einfach zu wenig ist, um eine starke zweite Profiliga zu sein. Die Entwicklung geht aber in die richtige Richtung.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von kenner » 31.05.2021 03:25

Bei einigen Spielern wird man schon wissen, wie der Stand ist.
Das dürfte dann mal kommuniziert werden...

-Letard - wohl beidseits kein Interesse mehr
-Ajeti - klar
-Campos - aufgrund der Nichteinsätze wohl auch klar
-Solimando - Campos lässt grüssen
-Kamberi - Zusammenarbeit wohl beidseits nicht mehr erwünscht
[size=100][b]Die BAG ist eine aufgeblasene Gans mit zwei lahmen Flügeln[/size][/b]

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borger
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Re: Saison 21/22

Beitrag von borger » 31.05.2021 03:36

kenner hat geschrieben:
31.05.2021 03:25
Bei einigen Spielern wird man schon wissen, wie der Stand ist.
Das dürfte dann mal kommuniziert werden...

-Letard - wohl beidseits kein Interesse mehr
-Ajeti - klar
-Campos - aufgrund der Nichteinsätze wohl auch klar
-Solimando - Campos lässt grüssen
-Kamberi - Zusammenarbeit wohl beidseits nicht mehr erwünscht
Gerade bei Campos fand ich es schade, dass er nie eine richtige Chance erhalten hat. Ob jetz er oder sonst wer das Tor nicht getroffen hätte, wäre jetz überhaupt nicht draufan gekommen. Aber irgend ein Grund wird Zeidler wahrscheinlich schon gehabt haben.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von Green Sox » 01.06.2021 02:40

Geier hat geschrieben:
30.05.2021 11:44
Ich finde es wird wieder etwas an der Sache vorbei diskutiert und um kleine Details (Zahlen) gestritten. Fakt ist doch, dass wir bei einer Ligaerhöhung auf 12/14 oder 16 Teams gleichzeitig eine Abwertung der Challenge League in Kauf nehmen und dadurch ein Problem entsteht das ich schon beschrieben habe:
Das zweite und wichtigste Argument gegen ein Ligavergrösserung ist folgender: Jedes Land braucht mindestens 2 Profiligen. Das bedeutet, dass auch die Challenge League eine Profiliga sein muss, sonst ist ein Abstieg aus der obersten Liga gleichbedeutend mit dem Rückschritt in den Amateurfussball, was für die meisten Klubs den Niedergang bedeutend würde (fehlende TV-Einnahmen, keine Konkurenz, fehlende Spannung,...usw.). Für eine gesunde Liga ist eine gute 2 Liga essenziell. Je besser und attraktiver die 2 Liga, desto weniger gross ist der Unterschied bezüglich Qualität und Attraktivität (Zuschauer), desto weniger schlimm ist ein Abstieg für ein Traditionsklub (siehe die 2. Bundesliga in Deutschland, die sehr attraktiv ist und somit auch die meisten "grossen" Clubs einen Abstieg verkraften).
Eine Ligavergrösserung in der Schweiz würde die Challenge League empfindlich schwächen, da in der SChweiz einfach nicht viel mehr Potenzial als für 20 moderne Proficlubs vorhanden ist (Zuschauer-/Stadion-/Finanz-technisch). Das Ziel muss sein, dass die Challenge LEague Jahr für Jahr attraktiver wird (auch mit ein paar grösseren Clubs als Zugpferde). Winterthur, Aarau, Neuenburg und Thun bringen doch ein paar Zuschauer hin und sind schon etwas "kultig". Immer mehr Menschen sehen dies auch so (Mämä Sykora). Das tut gut. So können Clubs wie Zürich, Luzern oder St.Gallen auch mal absteigen ohne das alle Zuschauer gerade abspringen. Ich finde es auch gut das die Challenge LEague nur einen Absteiger hat (nur 10% der Mannschaften). So ist die Gefahr aus dem "Profifussball" abzusteigen nicht so gross. Alle 20 Clubs kriegen auch genügend TV-Geld, um ein Proficlub zu bleiben. MEhr TV-Gelder sind nicht möglich, also wären mehr als 20 Proficlubs auch nicht möglich. Und je mehr Qualität in der Challenge League vorhanden ist (junge Talente usw.) desto stärker wird die Super LEague (Druck steigt). Dies ist jedoch ein langsamer Prozess, der über Jahre andauert. Nach meinem empfinden hat die Challenge League in den letzten 10 Jahren an Attraktivität gewonnen, was dem Schweizer Fussball gut tut. Kein Club verschwindet mit einem Abstieg aus der Super LEague im Nirvana der Amateurclubs, sondern kann sich wieder aufraffen. Der Abstieg ist dann einfach eine Ohrfeige. Man kann aber in der Challenge League überleben. Wenn die Entwicklung der Challenge LEague so weiter geht, dann haben wir in der Zukunft eigentlich eine 20er Liga (mit 2 Meistern) und nur mit nur einem Absteiger (dieses Jahr Chiasso). Du kannst dann egal ob Challenge LEague oder Super League ruhig arbeiten und deine Talente ausbilden. Ähnlich macht es ja eigentlich schon VAduz und Thun. Egal ob sie oben oder unten sind, sie bleiben an ihrem Konzept treu und müssen auch nicht gross ihr Budget anpassen.

Will man den SChweizer Fussballstandort/Ligen verbessern, brauchen wir nicht ein anderes Ligasystem, sondern die einzelnen Mannschaften in der Challenge und Super LEague müssen ihren Fussball und ihren Club attraktiver machen. Man kann auch als langjähriger Challenge League Club attraktiv sein (siehe Winterthur) und dies muss das Ziel für die Schweiz sein. Jeder einzelne Club muss daran arbeiten. Nicht mit Geld, sondern mit Zuschauergebundenheit, kultigen und kreativen Ideen (Siruptribüne) und anderen Massnahmen, den die Zuschauer im Stadion, die Sponsoren sowie die Zuschauer vor dem TV locken. Sie sichern das Überleben des Clubs und nicht, ob die Liga 10 oder 14 Mannschaften hat (nur kurzfristiger Effekt).
Erst wenn sich mehrere Clubs (min. 4-8 Clubs) in der Promotion League zu Proficlubs entwickeln, können wir über eine Aufstockung der Challenge League respektive der Super League sprechen. Da sind wir aber noch weit entfernt. Wenn bis vor kurzem noch bei möglichen Aufstiegsanwärtern (Rapperswil) Spieler wie Vujo Gavric (Der Bachelor) spielten :D , dann sind wir glaube ich noch nicht so weit. Das sich aber etwas entwickelt, sieht man bei Yverdon, die jetzt auch etwas Geld in die Hand genommen haben.
Andererseits zahlen die meisten Challenge League-Teams jedoch noch einen Lohn von ca. 2000-3000 Franken, was einfach zu wenig ist, um eine starke zweite Profiliga zu sein. Die Entwicklung geht aber in die richtige Richtung.
Diese Argumentation gegen eine Aufstockung der Liga ist wenig überzeugend:

Erstens, die Anzahl Anstiegsplätze kann man nicht so einfach ins Verhältnis zu den Anzahl Clubs in der Liga setzen. Bei uns haben zwei Clubs die deutlich besseren finanziellen Voraussetzungen als alle anderen. Das bedeutet, im Normalfallh spielen acht Mannschaften um die goldene Ananas (aka Conference League) und gegen den Abstieg. Die Abstiegsgefähr erhöht sich also schon einmal auf knapp 19%. Wenn nun GC, Lausanne und nun allenfalls Lugano ebenfalls über deutlich mehr Mittel verfügen als die anderen, sind wir dann nach der Logik bei 25% oder 30%.In anderen Ligen gibt proportional weniger Mannschaften, die den anderen finanziell derart überlegen sind wie bei uns BS und YB.

Reichlich zynisch ist das zweite Argument, wonach die Challenge League unter einer zu grossen Super League leide. Schon in der Super League sind die Clubs kaum in der Lage, genügende Einnahmen zu genieren. Ein Abstieg kann sich eigentlich keiner leisten - schon gar nicht, wenn man keine Investoren hat. Klar haben SG und LU auch in der Challenge League ein paar Zuschauer. Aber diese bezahlen in der Challenge League auch weniger Eintritt, Sponsoringeinnahmen nehmen ab, TV Gelder sinken und Transfererlöse sind geringer. Zu argumentieren, für die Challenge sei es wichtig, dass auch auch namhafte Clubs wie SG oder LU absteigen können, ist deshalb ziemlich zynisch. Es mag zwar bei Spielen gegen LU und SG in SH oder Winterthur ein paar Zuschauer mehr haben im Stadion, aber der Verlust bei den Absteigern ist viel grösser. Es ist kein Zufall, dass es kein Club schaffte, längerfristig in die Super League zurückzukehren, der den Wiederaufstieg in den ersten zwei Saisons nicht schaffte. Danach lässt sich das höhere Budget nämlich nicht mehr finanzieren und man versinkt im Challenge League Durchschnitt. Hinzukommt, dass diese Clubs mit ihren Stadien auch deutlich höhere Kosten haben. Das Problem in der Challenge League beginnt schon mit der nicht vorhandene Öffentlichkeit. Kein nationales Medium berichtet über Schaffhausen, Chiasso, Wil oder Nyon. Das ändert auch nicht, wenn die gegen SG oder LU spielen. Entsprechend gibt es kein Sponsoringeinnahmen, keine TV Einnahmen und dann auch zu wenige Zuschauer. Die Realität ist, dass es einfach nicht mehr als zwischen 14 oder 16 Clubs gibt, die für Spitzenfussball in Frage kommen und damit nicht genug für zwei Spitzenligen und für eine zweite Liga, die auf die erste Liga richtig Druck machen könnte. Wirtschaftlich würde deshalb selbst eine geschlossene Liga mit 14 oder 16 Mannschaften mehr Sinn machen als die aktuelle Situation.

Drittens, der aktuelle Modus ist an Langweiligkeit nicht mehr zu überbieten. Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest. Das will niemand mehr sehen und lässt sich auch nicht mit irgendwelchen Spielen um eine goldene Ananas kompensieren. Auch jedes Jahr im Abstiegskampf involviert zu sein zermürbt die Zuschauer. Die Zuschauerzahlen im Stadion und am TV nehmen deshalb seid Jahren und unabhängig von Corona steigt ab. Mit diesem Modus wird der schleichende Niedergang weitergehen.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 01.06.2021 07:47

Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Green Sox » 01.06.2021 08:38

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 07:47
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
Das ist ein guter Punkt. Da gebe ich dir recht. Aber mit einer grösseren Liga lässt sich eher etwas aufbauen. Aber eine nachhaltige Wirkung hätte das nur verbunden mit einem Salary Cap. Wenn die finanziellen Möglichkeiten weiterhin so auseinandergehen, wird es sowieso nicht ohne Salary Cap gehen. Im Moment ist dafür aber wohl der Leidensdruck nicht gross genug. Bis dahin sollte man sich auch über einen anderen Modus Gedanken machen. Playoffs könnten bspw. auch etwas Spannung zurückbringen.

Toggenespe
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Toggenespe » 01.06.2021 10:35

Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 08:38
gordon hat geschrieben:
01.06.2021 07:47
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
Das ist ein guter Punkt. Da gebe ich dir recht. Aber mit einer grösseren Liga lässt sich eher etwas aufbauen. Aber eine nachhaltige Wirkung hätte das nur verbunden mit einem Salary Cap. Wenn die finanziellen Möglichkeiten weiterhin so auseinandergehen, wird es sowieso nicht ohne Salary Cap gehen. Im Moment ist dafür aber wohl der Leidensdruck nicht gross genug. Bis dahin sollte man sich auch über einen anderen Modus Gedanken machen. Playoffs könnten bspw. auch etwas Spannung zurückbringen.
Eine Gehaltsobergrenze sehe ich überhaupt nicht.
Entweder wäre sie tief und national wirkungsvoll, weil ausgleichend. Dann wäre aber die internationale Schlagkraft noch tiefer als ohnehin und Basel/YB international überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig. Der Schweizer Ligafussball könnte international noch weiter zurückfallen.
Oder sie wäre höher, würde dann aber die nationale Wirkung verfehlen, weil sich ein Grossteil der Klubs ohnehin nur Gehälter unter der Grenze leisten könnte. Umso mehr, wenn die Liga aufgestockt würde.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 01.06.2021 11:17

Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 08:38
gordon hat geschrieben:
01.06.2021 07:47
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
Das ist ein guter Punkt. Da gebe ich dir recht. Aber mit einer grösseren Liga lässt sich eher etwas aufbauen. Aber eine nachhaltige Wirkung hätte das nur verbunden mit einem Salary Cap. Wenn die finanziellen Möglichkeiten weiterhin so auseinandergehen, wird es sowieso nicht ohne Salary Cap gehen. Im Moment ist dafür aber wohl der Leidensdruck nicht gross genug. Bis dahin sollte man sich auch über einen anderen Modus Gedanken machen. Playoffs könnten bspw. auch etwas Spannung zurückbringen.
Sorry, wenn es playoffs im fussball gibt, bin ich weg. Palyoffs sind von mir aus im eishockey instutionalisiert, ABER, für mich gewinnt dann nicht die beste Mannschaft die Meisterschaft, sondern die, welche die letzten paar Wochen am besten im Form ist. Und wofür werden dann die zig Runden vorher gespielt. Nei du, Playoffs im fussball will ich nie und nimmer sehen.
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Eric Wright » 01.06.2021 12:08

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 07:47
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
Wenn die grossen gegen die kleinen die Punkte holen, ist die Liga vorne enger. Bei nur 2 direkt Duellen kann in diesen auch nicht bereits ein Abstand gewonnen werden. Ich wage zu behaupten, in einer 18er Liga wären wir letztes Jahr Meister geworden trotz Corona. Nachteil wäre, dass die fussballerische Qualität verwässert würde. Es gäbe dann mehr Mittelfeldklubs für die es um nichts mehr ginge zu Ende der MS. Dafür gäbe es für die Mf Klubs mehr Planungssicherheit. Zudem wären mehr Regionen und Orte vertreten in der Nati A, was auch zu höherem Interesse führen könnte und damit auch zu mehr Sponsoring. Hat(te) nicht Holland ne 18er Liga? Ist deren Einwohnerzahl so viel höher als jene der Schweiz?

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Re: Saison 21/22

Beitrag von Green Sox » 01.06.2021 12:23

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 11:17
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 08:38
gordon hat geschrieben:
01.06.2021 07:47
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 02:40
Viermal gegen die gleichen Mannschaften und während acht von zehn Meisterschaften steht der Meister spätestens anfangs März oder gar schon im Winter fest.
Und wieso soll die frühe meisterschaftsentscheidung mit einer grösseren liga später stattfinden? Nur weil es mehr mannschaften hat, wird die (finanzielle) Lücke zwischen den Mannschaften ja nicht kleiner. Eher im gegenteil
Das ist ein guter Punkt. Da gebe ich dir recht. Aber mit einer grösseren Liga lässt sich eher etwas aufbauen. Aber eine nachhaltige Wirkung hätte das nur verbunden mit einem Salary Cap. Wenn die finanziellen Möglichkeiten weiterhin so auseinandergehen, wird es sowieso nicht ohne Salary Cap gehen. Im Moment ist dafür aber wohl der Leidensdruck nicht gross genug. Bis dahin sollte man sich auch über einen anderen Modus Gedanken machen. Playoffs könnten bspw. auch etwas Spannung zurückbringen.
Sorry, wenn es playoffs im fussball gibt, bin ich weg. Palyoffs sind von mir aus im eishockey instutionalisiert, ABER, für mich gewinnt dann nicht die beste Mannschaft die Meisterschaft, sondern die, welche die letzten paar Wochen am besten im Form ist. Und wofür werden dann die zig Runden vorher gespielt. Nei du, Playoffs im fussball will ich nie und nimmer sehen.
Playoffs im Fussball wären gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht auch nicht viel mehr als das. Aber wenn man kein Salary Cap will, keine Playoffs und auch sonst keine Änderungen, dann geht der schleichende Abstieg des Clubfussballs weiter und die Schere geht weiter auseinander.

Salary Caps sind übrigens wirksam. Ein Blick in die USA zeigt das. Auch dort gibt es Clubs mit mehr Möglichkeiten als andere, aber es gibt keine Mannschaft die neun mal hintereinander Meister wird wie bspw. in Italien oder wie bei uns, wo seit 2003 mit zwei Ausnahmen nur noch YB und Basel Meister wurden. Kann sein, dass ein Salary Cap uns im Europacup zu Beginn etwas zurückwerfen würde. Aber sind wir ehrlich - allzu grosse Stricke verreissen wir sowieso nicht mehr. Wenn die Clubs auf den Plätzen drei bis fünf etwas mehr Geld hätten, wäre vielleicht auch für die mehr möglich. Längerfristig werden auch andere Ligen über Salary Caps nachdenken. Dann gleicht sich das wieder aus.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 01.06.2021 12:25

Eric Wright hat geschrieben:
01.06.2021 12:08
.Zudem wären mehr Regionen und Orte vertreten in der Nati A, was auch zu höherem Interesse führen könnte und damit auch zu mehr Sponsoring.
Würde der sponsoringkuchen so wachsen, dass am ende der kuchen für einzelne nicht kleiner wird? Würden wir alle sponsoren ebenfalls bei uns im boot haben, wenn der fc wil in der nla wäre? Bin mir da nicht sicher...
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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 01.06.2021 12:32

Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 12:23

Playoffs im Fussball wären gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht auch nicht viel mehr als das. Aber wenn man kein Salary Cap will, keine Playoffs und auch sonst keine Änderungen, dann geht der schleichende Abstieg des Clubfussballs weiter und die Schere geht weiter auseinander.
Ich habe nie gesagt, dass es keine änderungen geben darf, persönlich fände ich so eine 14ner liga durchaus reizvoll. Ich denke aber, dasa viele beschriebenen vorteile möglicherweise am ende ganz anders kommen, als gedacht (bspw. Zuschauerinteresse).

Wo ich mich explizit aber wehre sind playoffs. Ich will mich sicher nicht daran gewöhnen, dass einer, der nach 3/4 der saison 8ter ist, am ende als meister gefeiert wird, weil er im letzten viertel zur hochform auflief. Haben wir im eishockey nun schon mehr als einmal gesehen, und selbst ich als scb-sympathisant fand es einen witz, als bern als 8ter der quali noch meister wurde. Im eishockey kann man sagen, ist es gewohnheit, aber eine sportlich korrekte entscheidung ist es aus meiner sicht nicht.
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Green Sox » 01.06.2021 13:47

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 12:32
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 12:23

Playoffs im Fussball wären gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht auch nicht viel mehr als das. Aber wenn man kein Salary Cap will, keine Playoffs und auch sonst keine Änderungen, dann geht der schleichende Abstieg des Clubfussballs weiter und die Schere geht weiter auseinander.
Ich habe nie gesagt, dass es keine änderungen geben darf, persönlich fände ich so eine 14ner liga durchaus reizvoll. Ich denke aber, dasa viele beschriebenen vorteile möglicherweise am ende ganz anders kommen, als gedacht (bspw. Zuschauerinteresse).

Wo ich mich explizit aber wehre sind playoffs. Ich will mich sicher nicht daran gewöhnen, dass einer, der nach 3/4 der saison 8ter ist, am ende als meister gefeiert wird, weil er im letzten viertel zur hochform auflief. Haben wir im eishockey nun schon mehr als einmal gesehen, und selbst ich als scb-sympathisant fand es einen witz, als bern als 8ter der quali noch meister wurde. Im eishockey kann man sagen, ist es gewohnheit, aber eine sportlich korrekte entscheidung ist es aus meiner sicht nicht.
Einverstanden, ich möchte auch keine Playoffs. Lieber 12er oder 14er Liga mit Salary Cap. Aber lieber Playoffs als Meisterschaften, bei denen der Meistertitel zwischen YB und Basel ausgemacht werden und die anderen um eine goldene Ananas und gegen den Abstieg spielen müssen.

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Re: Saison 21/22

Beitrag von danielraschle » 01.06.2021 14:41

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 12:32

Wo ich mich explizit aber wehre sind playoffs. Ich will mich sicher nicht daran gewöhnen, dass einer, der nach 3/4 der saison 8ter ist, am ende als meister gefeiert wird, weil er im letzten viertel zur hochform auflief. Haben wir im eishockey nun schon mehr als einmal gesehen, und selbst ich als scb-sympathisant fand es einen witz, als bern als 8ter der quali noch meister wurde.
Wurden ja auch nur wegen einem St. Galler Meister ;)
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Re: Saison 21/22

Beitrag von Römer » 02.06.2021 10:48

Wann ist bei uns eigentlich Trainingsstart?

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Re: Saison 21/22

Beitrag von GrünWeissetreue » 02.06.2021 11:01

gordon hat geschrieben:
01.06.2021 12:32
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 12:23

Playoffs im Fussball wären gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht auch nicht viel mehr als das. Aber wenn man kein Salary Cap will, keine Playoffs und auch sonst keine Änderungen, dann geht der schleichende Abstieg des Clubfussballs weiter und die Schere geht weiter auseinander.
Ich habe nie gesagt, dass es keine änderungen geben darf, persönlich fände ich so eine 14ner liga durchaus reizvoll. Ich denke aber, dasa viele beschriebenen vorteile möglicherweise am ende ganz anders kommen, als gedacht (bspw. Zuschauerinteresse).

Wo ich mich explizit aber wehre sind playoffs. Ich will mich sicher nicht daran gewöhnen, dass einer, der nach 3/4 der saison 8ter ist, am ende als meister gefeiert wird, weil er im letzten viertel zur hochform auflief. Haben wir im eishockey nun schon mehr als einmal gesehen, und selbst ich als scb-sympathisant fand es einen witz, als bern als 8ter der quali noch meister wurde. Im eishockey kann man sagen, ist es gewohnheit, aber eine sportlich korrekte entscheidung ist es aus meiner sicht nicht.
Hält die Spannung hoch und die Zuschauer bei Laune ergo mehr Geld oder nicht? Wie wenn nach Rückrundenbeginn iibe Meister wird.
Swansea Fan nach dem Spiel, am 04.10.13 Swansea-FC St. Gallen.

That's how it was for all fans years ago, before the politically correct brigade decided to take all the fun and passion out of football in this country.

Wir lassen uns das nicht verbieten!

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Re: Saison 21/22

Beitrag von gordon » 02.06.2021 12:20

GrünWeissetreue hat geschrieben:
02.06.2021 11:01
gordon hat geschrieben:
01.06.2021 12:32
Green Sox hat geschrieben:
01.06.2021 12:23

Playoffs im Fussball wären gewöhnungsbedürftig. Aber vielleicht auch nicht viel mehr als das. Aber wenn man kein Salary Cap will, keine Playoffs und auch sonst keine Änderungen, dann geht der schleichende Abstieg des Clubfussballs weiter und die Schere geht weiter auseinander.
Ich habe nie gesagt, dass es keine änderungen geben darf, persönlich fände ich so eine 14ner liga durchaus reizvoll. Ich denke aber, dasa viele beschriebenen vorteile möglicherweise am ende ganz anders kommen, als gedacht (bspw. Zuschauerinteresse).

Wo ich mich explizit aber wehre sind playoffs. Ich will mich sicher nicht daran gewöhnen, dass einer, der nach 3/4 der saison 8ter ist, am ende als meister gefeiert wird, weil er im letzten viertel zur hochform auflief. Haben wir im eishockey nun schon mehr als einmal gesehen, und selbst ich als scb-sympathisant fand es einen witz, als bern als 8ter der quali noch meister wurde. Im eishockey kann man sagen, ist es gewohnheit, aber eine sportlich korrekte entscheidung ist es aus meiner sicht nicht.
Hält die Spannung hoch und die Zuschauer bei Laune ergo mehr Geld oder nicht? Wie wenn nach Rückrundenbeginn iibe Meister wird.
Rechtfertigt mehr geld eine weniger sportliche lösung? Aus meiner sicht definitiv nein.
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