Pressespiegel

Rund um den FC St. Gallen 1879
Populus tremula
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Populus tremula » 10.01.2026 08:52

Ali Radikali hat geschrieben:
09.01.2026 22:07
philn1989 hat geschrieben:
09.01.2026 21:35
Der DV und die Verteter der Fangruppierungen?
Und weshalb soll das genau die Aufgabe des DV und/oder der Fanclubs sein?

Worauf ich letztlich hinaus will: Es ist relativ einfach, Verantwortung an formelle oder informelle Instanzen abzuschieben. Schwieriger – aber entscheidend – ist es, Verantwortung selbst zu übernehmen, für das eigene Verhalten und für den Umgang miteinander als Fans.

Distanzierung funktioniert nicht über Stellvertreter, sondern über individuelles Handeln.
"... Worauf ich letztlich hinaus will: Es ist relativ einfach, Verantwortung an formelle oder informelle Instanzen abzuschieben. Schwieriger – aber entscheidend – ist es, Verantwortung selbst zu übernehmen, für das eigene Verhalten und für den Umgang miteinander als Fans. ..."

Da sprichst du grundsätzlich wahr. Doch das betrifft dann folglich halt auch alle Beteiligten und alle ihre Ebenen. Das heißt in der Konsequenz auch umso mehr Verantwortung für die Vertreter der einzelnen Fangruppen und natürlich auch umso mehr Verantwortung des DV, die nun übernommen werden muss.
Das potenziell Positive in der gesamten Angelegenheit scheint darin zu liegen, dass das Fan-tum des Clubs auch in dieser Hinsicht in eine neue verantwortungsvolle Ära eintreten könnte, was zur Enzigartigkeit unseres Clubs ja passen würde.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Zuschauer » 10.01.2026 09:09

Ali Radikali hat geschrieben:
09.01.2026 21:02
philn1989 hat geschrieben:
09.01.2026 20:55
Vielleicht etwas unpopulär und womöglich etwas polemisch. Wie wäre es denn, wenn man ein Banner dazu macht, dass wir solche ... weder im Verein noch im EB wollen? Das wäre dann doch mal eine Distanzierung davon. Schliesslich ist es ja auch kein Problem ACAB Banner in die Höhe zu halten.

Ich denke, das käme sogar noch gut an.

Die Idee ist grundsätzlich sympathisch, ja. Aber auch hier: Wer genau ist eigentlich dieser „man“? ;)
und genau das ist eben der grund, warum es zu solchen shitty aktionen kommt wie das flmen aller eintritte. auch wenn es mich persönlich nicht wirklich stört. aber ist schlicht verhältnisblödsinn. und nein, mit den vorkommnissen in thun und im extrazug hat es genau nichts zu tun. das einzige, das ich mir als zielführend vorstellen könnte ist folgendes szenario: man hat bilder der "chaoten" von thun, aber keine namen. durch das filmen des eintritts will man diese personen identifizieren, um sie danach zur verantwortung zu ziehen. wäre zumindest für mich die logische erklärung und - wenn man die richtigen rauspflückt - auch vollkommen ok bzw. gewünscht.

nun bin ich aber weder jurist noch habe ich wirklich eine ahnung auf diesem gebiet. was bei dir, ali, anders der fall sein dürfte. du schreibst nun, dass die verwendung von videomaterial im hinblick auf die ereignisse in thun de jure nicht erlaubt ist. widerspricht irgendwie meinem rechtsempfinden und ich habe - basierend auf meiner wahrnehmung von fahndungen in anderen fällen (in den medien aufgeschnappt) - das gegühl, dass es möglich sein müsste. aber vielleicht kannst du hier noch ein wenig hintergrund liefern.

und das zweite, das ich irgendwie nicht einordnen kann: beim fcsg handelt es sich um einen privaten veranstalter. unabhängig davon, ob es nun eine quasi-öffentliche veranstaltung ist oder nicht, darf doch nach lust und laune gefilmt werden. insbesondere mit ankündigung. tut doch nichts zur sache, ob die massnahme nun von den behörden diktiert ist oder auf einem sicherheitspolitischen entscheid des vereins basiert? aber auch hier, halbwissen mit bitte um aufklärung. würde m.e. einiges zur laufenden diskussion beitragen.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von gordon » 10.01.2026 09:20

Zuschauer hat geschrieben:
10.01.2026 09:09
Ali Radikali hat geschrieben:
09.01.2026 21:02
philn1989 hat geschrieben:
09.01.2026 20:55
Vielleicht etwas unpopulär und womöglich etwas polemisch. Wie wäre es denn, wenn man ein Banner dazu macht, dass wir solche ... weder im Verein noch im EB wollen? Das wäre dann doch mal eine Distanzierung davon. Schliesslich ist es ja auch kein Problem ACAB Banner in die Höhe zu halten.

Ich denke, das käme sogar noch gut an.

Die Idee ist grundsätzlich sympathisch, ja. Aber auch hier: Wer genau ist eigentlich dieser „man“? ;)
und genau das ist eben der grund, warum es zu solchen shitty aktionen kommt wie das flmen aller eintritte. auch wenn es mich persönlich nicht wirklich stört. aber ist schlicht verhältnisblödsinn. und nein, mit den vorkommnissen in thun und im extrazug hat es genau nichts zu tun. das einzige, das ich mir als zielführend vorstellen könnte ist folgendes szenario: man hat bilder der "chaoten" von thun, aber keine namen. durch das filmen des eintritts will man diese personen identifizieren, um sie danach zur verantwortung zu ziehen. wäre zumindest für mich die logische erklärung und - wenn man die richtigen rauspflückt - auch vollkommen ok bzw. gewünscht.

nun bin ich aber weder jurist noch habe ich wirklich eine ahnung auf diesem gebiet. was bei dir, ali, anders der fall sein dürfte. du schreibst nun, dass die verwendung von videomaterial im hinblick auf die ereignisse in thun de jure nicht erlaubt ist. widerspricht irgendwie meinem rechtsempfinden und ich habe - basierend auf meiner wahrnehmung von fahndungen in anderen fällen (in den medien aufgeschnappt) - das gegühl, dass es möglich sein müsste. aber vielleicht kannst du hier noch ein wenig hintergrund liefern.

und das zweite, das ich irgendwie nicht einordnen kann: beim fcsg handelt es sich um einen privaten veranstalter. unabhängig davon, ob es nun eine quasi-öffentliche veranstaltung ist oder nicht, darf doch nach lust und laune gefilmt werden. insbesondere mit ankündigung. tut doch nichts zur sache, ob die massnahme nun von den behörden diktiert ist oder auf einem sicherheitspolitischen entscheid des vereins basiert? aber auch hier, halbwissen mit bitte um aufklärung. würde m.e. einiges zur laufenden diskussion beitragen.
Das filmen wird ja von der polizei angedordnet, sonst dürfte es ja keine bewilligung geben.

Das filmen, zu mindest wie es jetzt durchgeführt wird, ist aber völlig sinnlos.

Ich meine, wenn einer weiss, dass er in thun scheisse gebaut hat, wird er mit der ankündigung wohl schlicht und einfach den beiden spielen fern bleiben. Somit werden alle anderen gefilmt, nur die nicht, die der grund sind dafür. Persönlich habe ich grundsätzlich wenig probleme mit dem filmen, da sie aber schlicht nicht zielführend sind, erachte ich es dennoch als unnötig. Wenn, dann müsste man ohne ankündigung filmen, was aber vermutlich datenschutzrechtlich wiederum nicht erlaubt ist.
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Zuschauer » 10.01.2026 09:23

Populus tremula hat geschrieben:
10.01.2026 08:52
Ali Radikali hat geschrieben:
09.01.2026 22:07
philn1989 hat geschrieben:
09.01.2026 21:35
Der DV und die Verteter der Fangruppierungen?
Und weshalb soll das genau die Aufgabe des DV und/oder der Fanclubs sein?

Worauf ich letztlich hinaus will: Es ist relativ einfach, Verantwortung an formelle oder informelle Instanzen abzuschieben. Schwieriger – aber entscheidend – ist es, Verantwortung selbst zu übernehmen, für das eigene Verhalten und für den Umgang miteinander als Fans.

Distanzierung funktioniert nicht über Stellvertreter, sondern über individuelles Handeln.
"... Worauf ich letztlich hinaus will: Es ist relativ einfach, Verantwortung an formelle oder informelle Instanzen abzuschieben. Schwieriger – aber entscheidend – ist es, Verantwortung selbst zu übernehmen, für das eigene Verhalten und für den Umgang miteinander als Fans. ..."

Da sprichst du grundsätzlich wahr. Doch das betrifft dann folglich halt auch alle Beteiligten und alle ihre Ebenen. Das heißt in der Konsequenz auch umso mehr Verantwortung für die Vertreter der einzelnen Fangruppen und natürlich auch umso mehr Verantwortung des DV, die nun übernommen werden muss.
Das potenziell Positive in der gesamten Angelegenheit scheint darin zu liegen, dass das Fan-tum des Clubs auch in dieser Hinsicht in eine neue verantwortungsvolle Ära eintreten könnte, was zur Enzigartigkeit unseres Clubs ja passen würde.
wir brauchen keinen "fcsg-finish". wir müssen nicht der club der musterschüler sein. zudem: was bringen zb die erwähnten banner, um sich so zu differenzieren? geht in richtung verhalten unserer gewählten volksvertrer - alles, um ein bisschen popularität zu erreichen. nutzen? null.

wie schön erörtert wurde, ist der eb extrem heterogen und was hier teilweise gefordert wird, ist schwierig bis unmöglich umzusetzen. deshalb luigis berechtigte frage: wer ist der eb?

ich bin der erste, der froh wäre, wenn übeltäter (und damit meine ich nicht, wenn einer ein bier schmeisst oder kontrolliert zündet - wobei die meinungen hier zu recht auseinander gehen und letzten endes keiner, der zündet, sich beklagen darf, wenn er in letzter konsequenz bestraft würde) durch die kurve selbst rausgepflückt und den behörden übergeben würden. aber ist halt nun mal nicht sooo realistisch. spielen gans viele faktoren rein, die du nicht wirklich kontrollieren kannst. vor diesem hintergrund habe ich dann aber grundsätzlich auch kein problem mit von aussen aufdoktrinierten auflagen, um die fehlbaren dran zu kriegen. sollte dann halt einfach zielführend sein. und damit wären wir beim populistischen, von blicklesern und sonstigen "fachkundigen" gefeierten massnahmen wie das kaskadenmodell, das ja sooooooooo wahnsinnig zielführend ist. finde auch, dass eine blocksperre in basel hilft, dass in genf keine pyro gezündet wird oder im extrazug die notbremse nicht betätigt wird. :roll:

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Zuschauer » 10.01.2026 09:27

gordon hat geschrieben:
10.01.2026 09:20


Ich meine, wenn einer weiss, dass er in thun scheisse gebaut hat, wird er mit der ankündigung wohl schlicht und einfach den beiden spielen fern bleiben.
so sicher wäre ich mir da nicht. du überschätzt die intelligenz gewisser individuen und gleichzeitig unterschätzt du deren drang, dabei sein zu wollen sowie deren gegühl, dem freund und helfer überlegen zu sein. weisch, 1312 und so.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von FotoGraf » 10.01.2026 09:55

https://www.tvo-online.ch/aktuell/fcsg- ... -163033234

Auch die Berichterstattung von TVO aus Spanien gefällt. :)

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Rookie86 » 10.01.2026 11:18

Giggino hat geschrieben:
09.01.2026 19:54
Rookie86 hat geschrieben:
09.01.2026 19:37
Giggino hat geschrieben:
09.01.2026 18:27
Was genau hat der Espenblock mit den Ausschreitungen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug und den Schmierereien in der Stadt zu tun?
Nur die Wahrnehmung zählt... ausserdem hat des der EB eigentlich immer verpasst sich von solchen Individuen zu distanzieren. Oder willst du etwa behaupten dass bspw. die Typen am Cupfinal null Verbindungen zum EB hatten ( ich weiss, ist lange her, aber das "Bild" welches man da abgegeben hat bleibt nun einmal lange haften).

Waren es immer Leute aus dem EB? Wahrscheinlich nicht, aber es ist eben nun einmal die einfachste "Erklärung" für Viele. Und der EB ist an dieser Wahrnehmung zumindest auch mitschuldig.
Ich versuche es nochmal. Wer genau ist der Espenblock?
Die Fangruppierungen, der DV. Also alle organisierten Gruppierungen. Natürlich gibt es auch noch viele Fans die nicht Teil einer organisierten Gruppierung sind.

Aber du gehst nicht auf meinen Punkt ein! Wieso distanzieren sich die Fangruppierungen und der DV nicht von solchen Aktionen? Wenn die Täter nicht Teil von den Gruppierungen sind, dürfte das doch überhaupt kein Problem darstellen.

Und man kann die Fragestellung auch umgekehrt stellen. Bist du zu 100% sicher dass die Täter nicht Teil einer der Gruppierungen sind? Und was tun die Gruppierungen um solche Vorfälle zu verhindern? Oder sind sie sogar Teil des Problems indem sie versuchen die Täter zu schützen?

Ich kann diese Fragen nicht beantworten. Die "Öffentlichkeit" auch nicht, sie versucht nur auf die Vorfälle zu reagieren. Und da hilft es nicht das die organisierten Fans nun einmal oft eine unglückliche, teilweise sogar unbelehrbare Position einnehmen.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Mythos » 10.01.2026 11:58

FotoGraf hat geschrieben:
10.01.2026 09:55
https://www.tvo-online.ch/aktuell/fcsg- ... -163033234

Auch die Berichterstattung von TVO aus Spanien gefällt. :)
Auch die Berichterstattung im TB aus Spanien gefällt. Jeden Tag ein neuer Artikel über unseren FCSG. Daran könnte ich mich gewöhnen. :beten: :beten:
Obiger Inhalt entspricht zu mindestens 1879% Zuschis stets legendärer Meinung.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Giggino » 10.01.2026 12:04

Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 11:18
Die Fangruppierungen, der DV. Also alle organisierten Gruppierungen. Natürlich gibt es auch noch viele Fans die nicht Teil einer organisierten Gruppierung sind.

Aber du gehst nicht auf meinen Punkt ein! Wieso distanzieren sich die Fangruppierungen und der DV nicht von solchen Aktionen? Wenn die Täter nicht Teil von den Gruppierungen sind, dürfte das doch überhaupt kein Problem darstellen.

Und man kann die Fragestellung auch umgekehrt stellen. Bist du zu 100% sicher dass die Täter nicht Teil einer der Gruppierungen sind? Und was tun die Gruppierungen um solche Vorfälle zu verhindern? Oder sind sie sogar Teil des Problems indem sie versuchen die Täter zu schützen?

Ich kann diese Fragen nicht beantworten. Die "Öffentlichkeit" auch nicht, sie versucht nur auf die Vorfälle zu reagieren. Und da hilft es nicht das die organisierten Fans nun einmal oft eine unglückliche, teilweise sogar unbelehrbare Position einnehmen.
Ich appelliere einfach an ein klares Wording, wenn man schon Personen u/o Gruppierungen verurteilt und dann auch noch Handlungsempfehlungen ausspricht. Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Luigis Erbe.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von John_Klerk » 10.01.2026 12:17

Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 12:04
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 11:18
Die Fangruppierungen, der DV. Also alle organisierten Gruppierungen. Natürlich gibt es auch noch viele Fans die nicht Teil einer organisierten Gruppierung sind.

Aber du gehst nicht auf meinen Punkt ein! Wieso distanzieren sich die Fangruppierungen und der DV nicht von solchen Aktionen? Wenn die Täter nicht Teil von den Gruppierungen sind, dürfte das doch überhaupt kein Problem darstellen.

Und man kann die Fragestellung auch umgekehrt stellen. Bist du zu 100% sicher dass die Täter nicht Teil einer der Gruppierungen sind? Und was tun die Gruppierungen um solche Vorfälle zu verhindern? Oder sind sie sogar Teil des Problems indem sie versuchen die Täter zu schützen?

Ich kann diese Fragen nicht beantworten. Die "Öffentlichkeit" auch nicht, sie versucht nur auf die Vorfälle zu reagieren. Und da hilft es nicht das die organisierten Fans nun einmal oft eine unglückliche, teilweise sogar unbelehrbare Position einnehmen.
Ich appelliere einfach an ein klares Wording, wenn man schon Personen u/o Gruppierungen verurteilt und dann auch noch Handlungsempfehlungen ausspricht. Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Ist ja alles korrekt. Nur bei den Leuten der Politik, und noch mühsamer, den Leuten, welche die Politiker wählen und für diese die Politiker darum "Hardliner" spielen müssen, kommt das halt nicht an.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von gordon » 10.01.2026 12:31

Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 12:04
Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Naja, also wenn man schauen würde, wo diese Personen sich während einem heimspiel aufhalten, dürfte der anteil derer, die aus dem espenblock resp.stehplätzen stammen wohl deutlich höher sein als der anteil aus sektor a, b, c. Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.

Ubd hauptkritik aus meiner sicht bleibt, dass man halt die täter von aussen betrachtet schützt. Wenn man als block gegen solche sachbeschädigungen ist, dann muss man solche schlussendlich überliefern. Und dass das einfach eine gruppe war, die niemand der sonst im extrazug anwesenden kennt, ist füe mich kaum denkbar. Aber auch hier: Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Giggino » 10.01.2026 12:32

John_Klerk hat geschrieben:
10.01.2026 12:17
Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 12:04
Ich appelliere einfach an ein klares Wording, wenn man schon Personen u/o Gruppierungen verurteilt und dann auch noch Handlungsempfehlungen ausspricht. Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Ist ja alles korrekt. Nur bei den Leuten der Politik, und noch mühsamer, den Leuten, welche die Politiker wählen und für diese die Politiker darum "Hardliner" spielen müssen, kommt das halt nicht an.
Absolut einverstanden. Und gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass wir zumindest mal in dieser Bubble damit anfangen, die Dinge richtig zu benennen. Die wiederholte Forderung von personalisierten Tickets nach Ereignissen ausserhalb der Stadien erstaunt echt nicht, wenn man den Witz daran selbst hier nicht erkennt.
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Giggino » 10.01.2026 13:06

gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 12:04
Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Naja, also wenn man schauen würde, wo diese Personen sich während einem heimspiel aufhalten, dürfte der anteil derer, die aus dem espenblock resp.stehplätzen stammen wohl deutlich höher sein als der anteil aus sektor a, b, c. Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.
Inwiefern ist denn der Sektor relevant, wenn nicht mal klar ist, ob diese Leute überhaupt im Stadion sein wollen/können/dürfen? Ich gehe aber mit, dass die meisten von denen, wenn sie dann im Stadion sind, im mit Espenblock bezeichneten Sektor bzw. auswärts im Gästeblock zu finden sind. Da sprechen wir an Heimspielen also von 6.400 potentiellen Tätern?
gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Ubd hauptkritik aus meiner sicht bleibt, dass man halt die täter von aussen betrachtet schützt. Wenn man als block gegen solche sachbeschädigungen ist, dann muss man solche schlussendlich überliefern.
Nochmal. Der Block kann gar nicht einer Meinung sein, wenn da 6.400 Personen organisiert, nicht organisiert, regelmässig, ausnahmsweise, alleine, mit Freunden, als Mitläufer oder was auch immer stehen.
gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Und dass das einfach eine gruppe war, die niemand der sonst im extrazug anwesenden kennt, ist füe mich kaum denkbar. Aber auch hier: Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.
Diese Leute sind in ihren Kreisen durchaus bekannt, ja. Aber das ist dann halt sowas wie ein Inner Circle. Du kannst aber bei allen Heim- und Auswärtsspielen mit dabei sein, ohne auch nur einen von denen zu kennen. Oder du kennst ihn vielleicht sogar und weisst einfach nicht, was er sonst noch alles so treibt ...
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Ali Radikali » 10.01.2026 13:14

Zuschauer hat geschrieben:
10.01.2026 09:09

nun bin ich aber weder jurist noch habe ich wirklich eine ahnung auf diesem gebiet. was bei dir, ali, anders der fall sein dürfte. du schreibst nun, dass die verwendung von videomaterial im hinblick auf die ereignisse in thun de jure nicht erlaubt ist. widerspricht irgendwie meinem rechtsempfinden und ich habe - basierend auf meiner wahrnehmung von fahndungen in anderen fällen (in den medien aufgeschnappt) - das gegühl, dass es möglich sein müsste. aber vielleicht kannst du hier noch ein wenig hintergrund liefern.

und das zweite, das ich irgendwie nicht einordnen kann: beim fcsg handelt es sich um einen privaten veranstalter. unabhängig davon, ob es nun eine quasi-öffentliche veranstaltung ist oder nicht, darf doch nach lust und laune gefilmt werden. insbesondere mit ankündigung. tut doch nichts zur sache, ob die massnahme nun von den behörden diktiert ist oder auf einem sicherheitspolitischen entscheid des vereins basiert? aber auch hier, halbwissen mit bitte um aufklärung. würde m.e. einiges zur laufenden diskussion beitragen.
Dein Bauchgefühl ist nachvollziehbar – juristisch wird hier aber anders angesetzt...ich versuchs mal aufzudröseln:

Seit dem Beitritt des Kantons SG zum Hooligankonkordat unterliegen grössere Sportveranstaltungen einer Bewilligungspflicht (Art. 3a). In der Praxis geschieht das über Saisonbewilligungen mit allgemeinen Auflagen (vgl. z.B. https://www.gesetzessammlung.sg.ch/app/ ... law/451.51). Bei gravierenden Vorfällen erlaubt das Konkordat zusätzlich spielbezogene, verschärfte Auflagen, die in einer separaten, verbindlichen Verfügung festgehalten werden (z.B. unlängst die Gästesektorsperrungen anlässlich der Luzern-Heimspiele – Grüsse in die Innerschweiz ;) ).

Die Stadtpolizei SG hat nun für die zwei Heimspiele im Jan/Feb eine solche zusätzliche Verfügung erlassen. Gemäss Medienmitteilung und öffentlicher Präzisierung durch Dionys Widmer soll der Einlass per Videoüberwachung so gestaltet werden, dass eine Identifikation aller eingelassenen Fans möglich ist, um Personen zu identifizieren, die vor, während oder nach diesen Spielen Straftaten begehen (siehe Chäsblatt-Artikel weiter oben).

Zum juristischen Knackpunkt: Die sogenannte "Zweckbindung". Die Videoüberwachung fällt klar in den Bereich des Datenschutzrechts. Nach dem Schweizer DSG gilt das Prinzip der strikten Zweckbindung: Personendaten dürfen nur für den klar kommunizierten, konkreten Zweck bearbeitet werden und sind zu löschen oder zu anonymisieren, sobald dieser Zweck erfüllt ist. Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung. Genau deshalb ist die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Weitergabe zulässig wäre, keine theoretische, sondern eine sehr konkrete rechtliche. So ist der FCSG zwar privater Veranstalter, handelt hier aber nicht frei, sondern setzt eine behördlich verfügte Bewilligungsauflage um. Damit bewegt er sich im Spannungsfeld zwischen privater Datenbearbeitung und staatlich veranlasstem Grundrechtseingriff – mit entsprechend hohen rechtlichen Anforderungen.

Aus diesen Gründen wäre die Publikation der zusätzlichen Verfügung zentral, da dort u.a. Zweck, Zugriffsrechte sowie ein allfälliges Löschkonzept geregelt sein müssten. Es geht dabei weniger darum, dass „man Angst haben muss“, sondern darum, dass bei Fehlern letztlich der Verein datenschutzrechtlich haftet – nicht die Polizei, was für den Verein sehr teuer werden kann.
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Green-White » 10.01.2026 13:43

Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung.
Könntest du das bitte zitieren, wieso das Material nicht verwendet werden darf?

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Rookie86 » 10.01.2026 14:20

Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 13:06
gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 12:04
Der Kontext zwischen Espenblock und den Krawallen am Bahnhof, den Sachbeschädigungen im Zug oder den Schmierereien in der Stadt erschliessen sich mir noch immer nicht.

Es geht hier um das Handeln von nicht erkennbar organisierten Einzelpersonen ausserhalb des Stadions.
Naja, also wenn man schauen würde, wo diese Personen sich während einem heimspiel aufhalten, dürfte der anteil derer, die aus dem espenblock resp.stehplätzen stammen wohl deutlich höher sein als der anteil aus sektor a, b, c. Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.
Inwiefern ist denn der Sektor relevant, wenn nicht mal klar ist, ob diese Leute überhaupt im Stadion sein wollen/können/dürfen? Ich gehe aber mit, dass die meisten von denen, wenn sie dann im Stadion sind, im mit Espenblock bezeichneten Sektor bzw. auswärts im Gästeblock zu finden sind. Da sprechen wir an Heimspielen also von 6.400 potentiellen Tätern?
gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Ubd hauptkritik aus meiner sicht bleibt, dass man halt die täter von aussen betrachtet schützt. Wenn man als block gegen solche sachbeschädigungen ist, dann muss man solche schlussendlich überliefern.
Nochmal. Der Block kann gar nicht einer Meinung sein, wenn da 6.400 Personen organisiert, nicht organisiert, regelmässig, ausnahmsweise, alleine, mit Freunden, als Mitläufer oder was auch immer stehen.
gordon hat geschrieben:
10.01.2026 12:31
Und dass das einfach eine gruppe war, die niemand der sonst im extrazug anwesenden kennt, ist füe mich kaum denkbar. Aber auch hier: Nein, beweisen kann ich das nicht, es würde mich aber massiv wundern, wenn dem nicht so wäre.
Diese Leute sind in ihren Kreisen durchaus bekannt, ja. Aber das ist dann halt sowas wie ein Inner Circle. Du kannst aber bei allen Heim- und Auswärtsspielen mit dabei sein, ohne auch nur einen von denen zu kennen. Oder du kennst ihn vielleicht sogar und weisst einfach nicht, was er sonst noch alles so treibt ...
Natürlich kannst du dabei sein ohne auch nur einen zu kennen. Das Verwüsten von mehreren Zug-Abteilen ist alleine aber ziemlich schwierig bzw. könnte einfach unterbunden werden.

Die organisierten Gruppen haben keine Verantwortung für die Schäden anderer, aber sie hätten durchaus das eigene Interesse und die Macht solche Dinge einzugrenzen oder sogar zu verhindern. Nicht nur für mich entsteht eben der Eindruck dass die Fangruppierungen wenig interesse daran haben solche Dinge zu verhindern oder aber sie sind selbst involviert.

Man muss sich einfach nicht wundern dass die Politik Dinge umsetzt, ob diese nun gut sind oder nicht, wenn man selbst nicht bereit ist etwas dazu beizutragen damit sich die Situatuon verbessert. Entweder hört man gar nichts oder man schiebt die Verantwortung komplett ab. Und so darf man sich eben nicht wundern wenn personalisierte Tickets & Co. bald Realität werden.

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Re: Pressespiegel

Beitrag von Ali Radikali » 10.01.2026 14:33

Green-White hat geschrieben:
10.01.2026 13:43
Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung.
Könntest du das bitte zitieren, wieso das Material nicht verwendet werden darf?
Sollte mehr oder weniger Artikel 6 des DSG sein:
Art. 6 Grundsätze
1 Personendaten müssen rechtmässig bearbeitet werden.

2 Die Bearbeitung muss nach Treu und Glauben erfolgen und verhältnismässig sein.

3 Personendaten dürfen nur zu einem bestimmten und für die betroffene Person erkennbaren Zweck beschafft werden; sie dürfen nur so bearbeitet werden, dass es mit diesem Zweck vereinbar ist.

4 Sie werden vernichtet oder anonymisiert, sobald sie zum Zweck der Bearbeitung nicht mehr erforderlich sind.


5 Wer Personendaten bearbeitet, muss sich über deren Richtigkeit vergewissern. Sie oder er muss alle angemessenen Massnahmen treffen, damit die Daten berichtigt, gelöscht oder vernichtet werden, die im Hinblick auf den Zweck ihrer Beschaffung oder Bearbeitung unrichtig oder unvollständig sind. Die Angemessenheit der Massnahmen hängt namentlich ab von der Art und dem Umfang der Bearbeitung sowie vom Risiko, das die Bearbeitung für die Persönlichkeit oder Grundrechte der betroffenen Personen mit sich bringt.

6 Ist die Einwilligung der betroffenen Person erforderlich, so ist diese Einwilligung nur gültig, wenn sie für eine oder mehrere bestimmte Bearbeitungen nach angemessener Information freiwillig erteilt wird.

7 Die Einwilligung muss ausdrücklich erfolgen für:

a. die Bearbeitung von besonders schützenswerten Personendaten;
b. ein Profiling mit hohem Risiko durch eine private Person; oder
c. ein Profiling durch ein Bundesorgan.
Ein Schelm, wer Böses denkt...

Zuschauer
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Zuschauer » 10.01.2026 15:54

Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Zuschauer hat geschrieben:
10.01.2026 09:09

nun bin ich aber weder jurist noch habe ich wirklich eine ahnung auf diesem gebiet. was bei dir, ali, anders der fall sein dürfte. du schreibst nun, dass die verwendung von videomaterial im hinblick auf die ereignisse in thun de jure nicht erlaubt ist. widerspricht irgendwie meinem rechtsempfinden und ich habe - basierend auf meiner wahrnehmung von fahndungen in anderen fällen (in den medien aufgeschnappt) - das gegühl, dass es möglich sein müsste. aber vielleicht kannst du hier noch ein wenig hintergrund liefern.

und das zweite, das ich irgendwie nicht einordnen kann: beim fcsg handelt es sich um einen privaten veranstalter. unabhängig davon, ob es nun eine quasi-öffentliche veranstaltung ist oder nicht, darf doch nach lust und laune gefilmt werden. insbesondere mit ankündigung. tut doch nichts zur sache, ob die massnahme nun von den behörden diktiert ist oder auf einem sicherheitspolitischen entscheid des vereins basiert? aber auch hier, halbwissen mit bitte um aufklärung. würde m.e. einiges zur laufenden diskussion beitragen.
Dein Bauchgefühl ist nachvollziehbar – juristisch wird hier aber anders angesetzt...ich versuchs mal aufzudröseln:

Seit dem Beitritt des Kantons SG zum Hooligankonkordat unterliegen grössere Sportveranstaltungen einer Bewilligungspflicht (Art. 3a). In der Praxis geschieht das über Saisonbewilligungen mit allgemeinen Auflagen (vgl. z.B. https://www.gesetzessammlung.sg.ch/app/ ... law/451.51). Bei gravierenden Vorfällen erlaubt das Konkordat zusätzlich spielbezogene, verschärfte Auflagen, die in einer separaten, verbindlichen Verfügung festgehalten werden (z.B. unlängst die Gästesektorsperrungen anlässlich der Luzern-Heimspiele – Grüsse in die Innerschweiz ;) ).

Die Stadtpolizei SG hat nun für die zwei Heimspiele im Jan/Feb eine solche zusätzliche Verfügung erlassen. Gemäss Medienmitteilung und öffentlicher Präzisierung durch Dionys Widmer soll der Einlass per Videoüberwachung so gestaltet werden, dass eine Identifikation aller eingelassenen Fans möglich ist, um Personen zu identifizieren, die vor, während oder nach diesen Spielen Straftaten begehen (siehe Chäsblatt-Artikel weiter oben).

Zum juristischen Knackpunkt: Die sogenannte "Zweckbindung". Die Videoüberwachung fällt klar in den Bereich des Datenschutzrechts. Nach dem Schweizer DSG gilt das Prinzip der strikten Zweckbindung: Personendaten dürfen nur für den klar kommunizierten, konkreten Zweck bearbeitet werden und sind zu löschen oder zu anonymisieren, sobald dieser Zweck erfüllt ist. Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung. Genau deshalb ist die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Weitergabe zulässig wäre, keine theoretische, sondern eine sehr konkrete rechtliche. So ist der FCSG zwar privater Veranstalter, handelt hier aber nicht frei, sondern setzt eine behördlich verfügte Bewilligungsauflage um. Damit bewegt er sich im Spannungsfeld zwischen privater Datenbearbeitung und staatlich veranlasstem Grundrechtseingriff – mit entsprechend hohen rechtlichen Anforderungen.

Aus diesen Gründen wäre die Publikation der zusätzlichen Verfügung zentral, da dort u.a. Zweck, Zugriffsrechte sowie ein allfälliges Löschkonzept geregelt sein müssten. Es geht dabei weniger darum, dass „man Angst haben muss“, sondern darum, dass bei Fehlern letztlich der Verein datenschutzrechtlich haftet – nicht die Polizei, was für den Verein sehr teuer werden kann.
thx ali. macht sinn :beten:

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Re: Pressespiegel

Beitrag von CuteLake » 10.01.2026 16:04

Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Aus diesen Gründen wäre die Publikation der zusätzlichen Verfügung zentral, da dort u.a. Zweck, Zugriffsrechte sowie ein allfälliges Löschkonzept geregelt sein müssten. Es geht dabei weniger darum, dass „man Angst haben muss“, sondern darum, dass bei Fehlern letztlich der Verein datenschutzrechtlich haftet – nicht die Polizei, was für den Verein sehr teuer werden kann.
Spannend, Danke Ali Radikali! Noch eine Anschlussfrage, wenn ich darf:

Theoretisch könnte diese Verfügung via Öffentlichkeitsgesetz angefragt werden, stimmt das? Oder ist das irgendwo sowieso schon ausgeschlossen?

Mir ist bewusst, dass die Chance, diese Verfügung zu Gesicht zu bekommen, sehr klein ist. Die zuständigen Behörden und die Polizei werden das aus ermittlungstaktischen Gründen und aus Gründen der öffentlichen Sicherheit bestimmt verhindern.

Giggino
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Giggino » 10.01.2026 16:14

Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Natürlich kannst du dabei sein ohne auch nur einen zu kennen. Das Verwüsten von mehreren Zug-Abteilen ist alleine aber ziemlich schwierig bzw. könnte einfach unterbunden werden.
Wer genau müsste es denn unterbinden? Du schreibst, dass das ja einfach wäre. Weshalb setzt du dich denn nicht einfach mal mit ein paar Kollegen in den Extrazug, sorgst für Ruhe und Ordnung und machst von den fehlbaren Personen gleich auch noch ein Foto? Es ist eben genau nicht ganz so einfach bzw. das einzig Einfache ist zu sagen, es sei einfach ...
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Die organisierten Gruppen haben keine Verantwortung für die Schäden anderer, aber sie hätten durchaus das eigene Interesse und die Macht solche Dinge einzugrenzen oder sogar zu verhindern. Nicht nur für mich entsteht eben der Eindruck dass die Fangruppierungen wenig interesse daran haben solche Dinge zu verhindern oder aber sie sind selbst involviert.
Ja, was die Imagepflege angeht, gäbe es durchaus noch ein bisschen Potential. Das sehe ich auch so. Was allerdings deren Organisation angeht, da scheinst du mir etwas naiv zu sein.
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Man muss sich einfach nicht wundern dass die Politik Dinge umsetzt, ob diese nun gut sind oder nicht, wenn man selbst nicht bereit ist etwas dazu beizutragen damit sich die Situatuon verbessert. Entweder hört man gar nichts oder man schiebt die Verantwortung komplett ab. Und so darf man sich eben nicht wundern wenn personalisierte Tickets & Co. bald Realität werden.
Wer in der Politik für seine Wähler - und im Idealfall darüber hinaus - gute Arbeit leistet, der wird in der Regel auch wiedergewählt. Problematisch sind viel mehr jene, denen es ums Festhalten am Amt und die damit verbundenen Annehmlichkeiten geht. Hier funktioniert Politik rasch mal laut und polemisch, wobei sich der Sprech dann insbesondere so anpasst, dass damit vor allem kollektives Nicken ausgelöst wird. Insofern wundere ich mich nicht über die Politik, sondern viel mehr darüber, dass das viele Wähler noch immer nicht durchschaut haben. Ich warte jedenfalls noch immer auf die Antwort, was genau an den Ereignissen rund um die Auswärtsfahrt nach Thun mit personalisierten Tickets hätte verhindert werden können.
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Rookie86 » 10.01.2026 17:22

Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 16:14
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Natürlich kannst du dabei sein ohne auch nur einen zu kennen. Das Verwüsten von mehreren Zug-Abteilen ist alleine aber ziemlich schwierig bzw. könnte einfach unterbunden werden.
Wer genau müsste es denn unterbinden? Du schreibst, dass das ja einfach wäre. Weshalb setzt du dich denn nicht einfach mal mit ein paar Kollegen in den Extrazug, sorgst für Ruhe und Ordnung und machst von den fehlbaren Personen gleich auch noch ein Foto? Es ist eben genau nicht ganz so einfach bzw. das einzig Einfache ist zu sagen, es sei einfach ...
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Die organisierten Gruppen haben keine Verantwortung für die Schäden anderer, aber sie hätten durchaus das eigene Interesse und die Macht solche Dinge einzugrenzen oder sogar zu verhindern. Nicht nur für mich entsteht eben der Eindruck dass die Fangruppierungen wenig interesse daran haben solche Dinge zu verhindern oder aber sie sind selbst involviert.
Ja, was die Imagepflege angeht, gäbe es durchaus noch ein bisschen Potential. Das sehe ich auch so. Was allerdings deren Organisation angeht, da scheinst du mir etwas naiv zu sein.
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Man muss sich einfach nicht wundern dass die Politik Dinge umsetzt, ob diese nun gut sind oder nicht, wenn man selbst nicht bereit ist etwas dazu beizutragen damit sich die Situatuon verbessert. Entweder hört man gar nichts oder man schiebt die Verantwortung komplett ab. Und so darf man sich eben nicht wundern wenn personalisierte Tickets & Co. bald Realität werden.
Wer in der Politik für seine Wähler - und im Idealfall darüber hinaus - gute Arbeit leistet, der wird in der Regel auch wiedergewählt. Problematisch sind viel mehr jene, denen es ums Festhalten am Amt und die damit verbundenen Annehmlichkeiten geht. Hier funktioniert Politik rasch mal laut und polemisch, wobei sich der Sprech dann insbesondere so anpasst, dass damit vor allem kollektives Nicken ausgelöst wird. Insofern wundere ich mich nicht über die Politik, sondern viel mehr darüber, dass das viele Wähler noch immer nicht durchschaut haben. Ich warte jedenfalls noch immer auf die Antwort, was genau an den Ereignissen rund um die Auswärtsfahrt nach Thun mit personalisierten Tickets hätte verhindert werden können.
Der Erfolg der wählerstärksten Partei basiert auf lautstärke und Polemik. Man wird damit sogar der mächtigste Mensch auf diesem Planeten. Du hoffst da also auf etwas was nie passieren wird. Es wird sich wahescheinlich irgendwann wieder abschwächen, aber komplett ändern wird es sich nie. So funktioniert der Mensch nun einmal.

Die Auswärtsfahrt hätte mit personalisierten Tickets nicht verhindert werden können. Aber um das geht es ja gar nicht. Bei einer Abstimmung würden trotzdem viele einem solchen Gesetz ohne mit der Wimper zu zucken zustimmen. Weil die Fanblöcke immer noch der Illusion erlegen sind, ein bisschen gute Stimmung besänftigt die öffentliche Meinung. Was dabei vergessen geht ist, das viele Wähler mit Fussball, ja nicht einmal mit Sport nichts am Hut haben. Die hören nur die Nachrichten über Ausschreitungen und Randalen und sind schockiert. Und ja, es gibt sogar Einige im Stadion welche von einigen dummen Aktionen genervt sind.

Das Bild der Fangruppierungen ( damit sind alle gemeint, nicht nur beim FCSG) in der Öffentlichkeit ist, gelinde gesagt, katastrophal und man ist selbst schuld daran. Und nein, eine ACAB-Choreo hilft wirklich nicht die Situation zu verbessern wenn es im Anschluss zu Randalen und Verwüstungen kommt.

werdenberger
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Re: Pressespiegel

Beitrag von werdenberger » 10.01.2026 18:11

Ali Radikali hat geschrieben:
09.01.2026 11:28
IlCapitano hat geschrieben:
08.01.2026 15:18
John_Klerk hat geschrieben:
08.01.2026 10:10
https://www.tagblatt.ch/sport/fcstgalle ... ld.4101766

Konkret bedeutet das: Neben dem bereits vorgesehenen verpflichtenden Dialog zwischen Club, Fans und Behörden vor und nach jeweils drei Spielen wird der Einlass bei den nächsten zwei Heimspielen verschärft kontrolliert. Mittels Videoüberwachung soll die Identität aller eingelassenen Fans möglichst festgestellt werden können.
Gesichtsscanner wie am Flughafen?
Schon hart....da machen irgendwie 30 Deppen anlässlich eines Auswärtsspiels am Bahnhof SG und im/am Extrazug Dummheiten und als Reaktion darauf wird eine Massnahme erlassen, welche anlässlich von zwei Heimspielen (!) eine massive, potentielle Einschränkung der Grundrechte und der Privatsphäre von insgesamt rund 30'000 Personen darstellt. Wir sprechen hier von einem Faktor 1000 (!), wobei es aus der Medienmitteilung völlig unklar ist, was mit den Videoaufnahmen passieren, wer zuständig bzw. Zugriffbererchtigt ist und unter welchen Umständen die Videos weitergegeben werden und/oder gelöscht.

Versteht mich nicht falsch: Was mich daran stört, ist weniger der Wille, auf Vorfälle zu reagieren – sondern die Dimension und die fehlende Transparenz:

• Die Vorfälle ereigneten sich auf der Anreise nach Thun bzw. am Bahnhof und im Extrazug.
• Die Massnahme trifft nun zwei Heimspiele in St.Gallen.
• Betroffen sind sämtliche Stadionbesucher:innen, also schätzungsweise rund 30’000 Personen.

Damit wird auf das Fehlverhalten einer sehr kleinen Gruppe mit einer Massnahme reagiert, die tausende unbeteiligte Personen betrifft. Der Fichenskandal lässt grüssen :(
Wenn ich die Stadtpolizei richtig verstehe, gibt es keine zusätzlichen Kameras. Diese Kameras existieren bereits jetzt. Verstehe deshalb deine Empörung nur sehr bedingt.

Vielleicht ist es einfach so, dass hier offensiv kommuniziert wird, damit der Bürger und die Bürgerin das Gefühl bekommt, man greife hier nun durch (und notabene sieht dies auch das KaskadenModell so vor…)

Ich finde es umso besser, dass alle zusammen, und das wird mehrfach betont, gemeinsam an einen Tisch sitzen. Das ist nämlich der viel zielführendere Weg.

hello again
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Re: Pressespiegel

Beitrag von hello again » 10.01.2026 18:50

Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 17:22
Giggino hat geschrieben:
10.01.2026 16:14
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Natürlich kannst du dabei sein ohne auch nur einen zu kennen. Das Verwüsten von mehreren Zug-Abteilen ist alleine aber ziemlich schwierig bzw. könnte einfach unterbunden werden.
Wer genau müsste es denn unterbinden? Du schreibst, dass das ja einfach wäre. Weshalb setzt du dich denn nicht einfach mal mit ein paar Kollegen in den Extrazug, sorgst für Ruhe und Ordnung und machst von den fehlbaren Personen gleich auch noch ein Foto? Es ist eben genau nicht ganz so einfach bzw. das einzig Einfache ist zu sagen, es sei einfach ...
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Die organisierten Gruppen haben keine Verantwortung für die Schäden anderer, aber sie hätten durchaus das eigene Interesse und die Macht solche Dinge einzugrenzen oder sogar zu verhindern. Nicht nur für mich entsteht eben der Eindruck dass die Fangruppierungen wenig interesse daran haben solche Dinge zu verhindern oder aber sie sind selbst involviert.
Ja, was die Imagepflege angeht, gäbe es durchaus noch ein bisschen Potential. Das sehe ich auch so. Was allerdings deren Organisation angeht, da scheinst du mir etwas naiv zu sein.
Rookie86 hat geschrieben:
10.01.2026 14:20
Man muss sich einfach nicht wundern dass die Politik Dinge umsetzt, ob diese nun gut sind oder nicht, wenn man selbst nicht bereit ist etwas dazu beizutragen damit sich die Situatuon verbessert. Entweder hört man gar nichts oder man schiebt die Verantwortung komplett ab. Und so darf man sich eben nicht wundern wenn personalisierte Tickets & Co. bald Realität werden.
Wer in der Politik für seine Wähler - und im Idealfall darüber hinaus - gute Arbeit leistet, der wird in der Regel auch wiedergewählt. Problematisch sind viel mehr jene, denen es ums Festhalten am Amt und die damit verbundenen Annehmlichkeiten geht. Hier funktioniert Politik rasch mal laut und polemisch, wobei sich der Sprech dann insbesondere so anpasst, dass damit vor allem kollektives Nicken ausgelöst wird. Insofern wundere ich mich nicht über die Politik, sondern viel mehr darüber, dass das viele Wähler noch immer nicht durchschaut haben. Ich warte jedenfalls noch immer auf die Antwort, was genau an den Ereignissen rund um die Auswärtsfahrt nach Thun mit personalisierten Tickets hätte verhindert werden können.
Der Erfolg der wählerstärksten Partei basiert auf lautstärke und Polemik. Man wird damit sogar der mächtigste Mensch auf diesem Planeten. Du hoffst da also auf etwas was nie passieren wird. Es wird sich wahescheinlich irgendwann wieder abschwächen, aber komplett ändern wird es sich nie. So funktioniert der Mensch nun einmal.

Die Auswärtsfahrt hätte mit personalisierten Tickets nicht verhindert werden können. Aber um das geht es ja gar nicht. Bei einer Abstimmung würden trotzdem viele einem solchen Gesetz ohne mit der Wimper zu zucken zustimmen. Weil die Fanblöcke immer noch der Illusion erlegen sind, ein bisschen gute Stimmung besänftigt die öffentliche Meinung. Was dabei vergessen geht ist, das viele Wähler mit Fussball, ja nicht einmal mit Sport nichts am Hut haben. Die hören nur die Nachrichten über Ausschreitungen und Randalen und sind schockiert. Und ja, es gibt sogar Einige im Stadion welche von einigen dummen Aktionen genervt sind.

Das Bild der Fangruppierungen ( damit sind alle gemeint, nicht nur beim FCSG) in der Öffentlichkeit ist, gelinde gesagt, katastrophal und man ist selbst schuld daran. Und nein, eine ACAB-Choreo hilft wirklich nicht die Situation zu verbessern wenn es im Anschluss zu Randalen und Verwüstungen kommt.
Definitiv. Wird sich aber auch jetzt nichts ändern. Unsere Gesellschaft ist so verweichlicht, da können renitente Querulanten noch lange ihr Unwesen treiben. Die wissen doch alle ganz genau, was und wie mans machen kann, um kaum belangt werden zu können. Da würden nur krasse Massnahmen wie Güterwagons usw was bringen.
Meh Dräck...

Green-White
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Green-White » 10.01.2026 21:16

Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 14:33
Green-White hat geschrieben:
10.01.2026 13:43
Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung.
Könntest du das bitte zitieren, wieso das Material nicht verwendet werden darf?
Sollte mehr oder weniger Artikel 6 des DSG sein:
Art. 6 Grundsätze
1 Personendaten müssen rechtmässig bearbeitet werden.

2 Die Bearbeitung muss nach Treu und Glauben erfolgen und verhältnismässig sein.

3 Personendaten dürfen nur zu einem bestimmten und für die betroffene Person erkennbaren Zweck beschafft werden; sie dürfen nur so bearbeitet werden, dass es mit diesem Zweck vereinbar ist.

4 Sie werden vernichtet oder anonymisiert, sobald sie zum Zweck der Bearbeitung nicht mehr erforderlich sind.


5 Wer Personendaten bearbeitet, muss sich über deren Richtigkeit vergewissern. Sie oder er muss alle angemessenen Massnahmen treffen, damit die Daten berichtigt, gelöscht oder vernichtet werden, die im Hinblick auf den Zweck ihrer Beschaffung oder Bearbeitung unrichtig oder unvollständig sind. Die Angemessenheit der Massnahmen hängt namentlich ab von der Art und dem Umfang der Bearbeitung sowie vom Risiko, das die Bearbeitung für die Persönlichkeit oder Grundrechte der betroffenen Personen mit sich bringt.

6 Ist die Einwilligung der betroffenen Person erforderlich, so ist diese Einwilligung nur gültig, wenn sie für eine oder mehrere bestimmte Bearbeitungen nach angemessener Information freiwillig erteilt wird.

7 Die Einwilligung muss ausdrücklich erfolgen für:

a. die Bearbeitung von besonders schützenswerten Personendaten;
b. ein Profiling mit hohem Risiko durch eine private Person; oder
c. ein Profiling durch ein Bundesorgan.
Danke. Wenn der Zweck aber „Ermittlung der Täter aus dem Thun-Spiel“ ist, dann passen deine fetten Punkte 3 und 4 bereits. Und Punkt 2 kann ich nicht beurteilen, das ist juristen-deutsch :)

Rookie86
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Re: Pressespiegel

Beitrag von Rookie86 » 10.01.2026 22:19

Green-White hat geschrieben:
10.01.2026 21:16
Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 14:33
Green-White hat geschrieben:
10.01.2026 13:43
Ali Radikali hat geschrieben:
10.01.2026 13:14
Auf Basis der aktuell öffentlich zugänglichen Informationen ist dieser Zweck klar und eng umschrieben: Prävention und Aufklärung von Straftaten im Zusammenhang mit genau diesen beiden Heimspielen.

Eine Verwendung dieses Videomaterials zur Aufklärung der Ereignisse in Thun wäre davon nicht gedeckt und datenschutzrechtlich eine Zweckentfremdung.
Könntest du das bitte zitieren, wieso das Material nicht verwendet werden darf?
Sollte mehr oder weniger Artikel 6 des DSG sein:
Art. 6 Grundsätze
1 Personendaten müssen rechtmässig bearbeitet werden.

2 Die Bearbeitung muss nach Treu und Glauben erfolgen und verhältnismässig sein.

3 Personendaten dürfen nur zu einem bestimmten und für die betroffene Person erkennbaren Zweck beschafft werden; sie dürfen nur so bearbeitet werden, dass es mit diesem Zweck vereinbar ist.

4 Sie werden vernichtet oder anonymisiert, sobald sie zum Zweck der Bearbeitung nicht mehr erforderlich sind.


5 Wer Personendaten bearbeitet, muss sich über deren Richtigkeit vergewissern. Sie oder er muss alle angemessenen Massnahmen treffen, damit die Daten berichtigt, gelöscht oder vernichtet werden, die im Hinblick auf den Zweck ihrer Beschaffung oder Bearbeitung unrichtig oder unvollständig sind. Die Angemessenheit der Massnahmen hängt namentlich ab von der Art und dem Umfang der Bearbeitung sowie vom Risiko, das die Bearbeitung für die Persönlichkeit oder Grundrechte der betroffenen Personen mit sich bringt.

6 Ist die Einwilligung der betroffenen Person erforderlich, so ist diese Einwilligung nur gültig, wenn sie für eine oder mehrere bestimmte Bearbeitungen nach angemessener Information freiwillig erteilt wird.

7 Die Einwilligung muss ausdrücklich erfolgen für:

a. die Bearbeitung von besonders schützenswerten Personendaten;
b. ein Profiling mit hohem Risiko durch eine private Person; oder
c. ein Profiling durch ein Bundesorgan.
Danke. Wenn der Zweck aber „Ermittlung der Täter aus dem Thun-Spiel“ ist, dann passen deine fetten Punkte 3 und 4 bereits. Und Punkt 2 kann ich nicht beurteilen, das ist juristen-deutsch :)
Punkt 2 ist dazu da damit das Gesetz nicht für unlautere Dinge missbraucht wird. Findet man bspw. eine der Täter von Thun, erpresst ihn aber anstatt den korrekten Rechtsweg einzuschlagen, ist auch die Video-Aufzeichnung nicht mehr rechtsmässig. Auch dann wenn eben die anderen Punkte eingehalten wurde.

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